Mi, 09:18 Uhr
17.08.2011
Fortbildung angeboten
Das Jugend- und Sozialamt des Kyffhäuserkreises bietet eine Fortbildung an zum Thema: "Sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen - Handlungsempfehlungen zur Prävention in Kinder- und Jugendeinrichtungen". Hier kn mit den Einzelheiten...
Institutionen der Jugendhilfe sollen Kindern und Jugendlichen einen sicheren, gewaltfreien Schutzraum bieten, in dem sie ihre Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale nach ihren individuellen Möglichkeiten entfalten können. Aber es ist leider immer noch Realität, dass Gewalt auch innerhalb von vermeintlich schützenden Einrichtungen immer wieder einen Platz einnimmt.
Dieser Thematik darf sich nicht länger verschlossen werden, denn Gewalt durch Professionelle ist ein Missbrauch von Macht und Vertrauen, der zu massiven psychischen Schädigungen bei den Betroffenen führt.
Für Leiter/innen, aber auch Kollegen/innen von Einrichtungen entsteht bei der Thematik Sexueller Gewalt in ihrer Institution großer Handlungsdruck, der oft durch Verunsicherung, Angst und Abwehr gekennzeichnet ist.
Was kann man tun, um seine Einrichtung sicherer zu machen? Woran erkenne ich einen möglichen Täter? Was ist eigentlich normal? Und was ist zu tun, wenn sexuelle Übergriffe stattgefunden haben?
Alle diese Fragen kommen meist erst dann zum Tragen, wenn das Thema aktuell seine Aufmerksamkeit in der eigenen Einrichtung oder im näheren Umfeld erlangt.
Wer in Institutionen einen Schutz für Kinder gewähren will, muss sich zunächst mit dem gesamten Phänomen des sexuellen Missbrauchs auseinandersetzen. Deshalb wird im ersten Teil der Fortbildung Grundlagenwissen zu sexuellem Missbrauch vermittelt: Definitionsmerkmale und ihre Bedeutung, Strategien die gerade in Einrichtungen von Tätern eingesetzt werden, besonders gefährdete Opfergruppen, Dynamik des Missbrauchsgeschehens, Folgen für die Opfer, Umgang mit Verdacht. Auf dieser Grundlage können dann Handlungsmöglichkeiten für Einrichtungen zur Prävention erarbeitet werden. Da Erwachsene für den Schutz von Kindern verantwortlich sind, durchzieht dieser Leitgedanke die Präventionsarbeit, die in der Fortbildung mit Hilfe vieler Praxisbeispiele nähergebracht werden kann. Als Referentin steht Frau Maria van Os, Diplompädagogin vom Verein Strohhalm e. V. aus Berlin zur Verfügung.
Das Jugend- und Sozialamt des Kyffhäuserkreises möchte mit dieser Fortbildung nicht nur für den Kinderschutzauftrag sensibilisieren, sondern auch handlungsfähig machen. Es soll ein Grundstein für verbindliche Handlungsempfehlungen in unserem Kreis gelegt werden, was zum einen auch Auftrag des neuen Bundeskinderschutzgesetzes ist, zum anderen aber auch die Chance beinhaltet, möglichen Risiken präventiv zu begegnen.
Die Fortbildung findet am Mittwoch, 31.08.2011 von 09:00 Uhr - 16:00 Uhr im Seminarraum im JUVENTAS Jugendwohnheim (Güntherstr. 26/27) in Sonderhausen statt.
Wenige Anmeldungen sind noch möglich unter: 03632 / 741 - 642 (Sekretariat Allgemeiner Sozialer Dienst / Frau Rumstedt).
Autor: khhInstitutionen der Jugendhilfe sollen Kindern und Jugendlichen einen sicheren, gewaltfreien Schutzraum bieten, in dem sie ihre Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale nach ihren individuellen Möglichkeiten entfalten können. Aber es ist leider immer noch Realität, dass Gewalt auch innerhalb von vermeintlich schützenden Einrichtungen immer wieder einen Platz einnimmt.
Dieser Thematik darf sich nicht länger verschlossen werden, denn Gewalt durch Professionelle ist ein Missbrauch von Macht und Vertrauen, der zu massiven psychischen Schädigungen bei den Betroffenen führt.
Für Leiter/innen, aber auch Kollegen/innen von Einrichtungen entsteht bei der Thematik Sexueller Gewalt in ihrer Institution großer Handlungsdruck, der oft durch Verunsicherung, Angst und Abwehr gekennzeichnet ist.
Was kann man tun, um seine Einrichtung sicherer zu machen? Woran erkenne ich einen möglichen Täter? Was ist eigentlich normal? Und was ist zu tun, wenn sexuelle Übergriffe stattgefunden haben?
Alle diese Fragen kommen meist erst dann zum Tragen, wenn das Thema aktuell seine Aufmerksamkeit in der eigenen Einrichtung oder im näheren Umfeld erlangt.
Wer in Institutionen einen Schutz für Kinder gewähren will, muss sich zunächst mit dem gesamten Phänomen des sexuellen Missbrauchs auseinandersetzen. Deshalb wird im ersten Teil der Fortbildung Grundlagenwissen zu sexuellem Missbrauch vermittelt: Definitionsmerkmale und ihre Bedeutung, Strategien die gerade in Einrichtungen von Tätern eingesetzt werden, besonders gefährdete Opfergruppen, Dynamik des Missbrauchsgeschehens, Folgen für die Opfer, Umgang mit Verdacht. Auf dieser Grundlage können dann Handlungsmöglichkeiten für Einrichtungen zur Prävention erarbeitet werden. Da Erwachsene für den Schutz von Kindern verantwortlich sind, durchzieht dieser Leitgedanke die Präventionsarbeit, die in der Fortbildung mit Hilfe vieler Praxisbeispiele nähergebracht werden kann. Als Referentin steht Frau Maria van Os, Diplompädagogin vom Verein Strohhalm e. V. aus Berlin zur Verfügung.
Das Jugend- und Sozialamt des Kyffhäuserkreises möchte mit dieser Fortbildung nicht nur für den Kinderschutzauftrag sensibilisieren, sondern auch handlungsfähig machen. Es soll ein Grundstein für verbindliche Handlungsempfehlungen in unserem Kreis gelegt werden, was zum einen auch Auftrag des neuen Bundeskinderschutzgesetzes ist, zum anderen aber auch die Chance beinhaltet, möglichen Risiken präventiv zu begegnen.
Die Fortbildung findet am Mittwoch, 31.08.2011 von 09:00 Uhr - 16:00 Uhr im Seminarraum im JUVENTAS Jugendwohnheim (Güntherstr. 26/27) in Sonderhausen statt.
Wenige Anmeldungen sind noch möglich unter: 03632 / 741 - 642 (Sekretariat Allgemeiner Sozialer Dienst / Frau Rumstedt).
Downloads:
- Flyer mit Anmeldung (244 kByte)
