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Mo, 08:59 Uhr
22.08.2011

Noch nicht alle besetzt

1013 Ausbildungsverträge, davon 993 betriebliche, sind aktuell in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Erfurt eingetragen; insgesamt 2,6 Prozent mehr als am Vergleichsstichtag des Vorjahres.


Zum Ausbildungsbeginn am 1. August waren in der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Erfurt noch etwa 300 offene betriebliche Lehrstellen für das aktuelle Lehrjahr registriert. Damit hat sich die Bugwelle offener Ausbildungsplätze bis zum Start der Ausbildung wie erwartet nicht vollständig abbauen können. Noch unversorgte Jugendliche haben weiterhin gute Chancen, einen Ausbildungsplatz im Handwerk zu finden.

„Wir gehen davon aus, dass auch in den kommenden Wochen noch Stellen besetzt werden können. Das Vorjahresergebnis von 1.705 abgeschlossenen Verträgen wollen wir auf jeden Fall erreichen,“ so das von Hauptgeschäftsführer Thomas Malcherek formulierte Ziel.

Lehrlinge werden vor allem noch in den Berufen Elektroniker, Anlagenmechaniker SHK, Kfz-Mechatroniker und Friseur gesucht. Ebenso ist der Lehrlingsbedarf bei den Fachverkäuferinnen im Lebensmittelhandwerk, Metallbauern, Bäckern und Tischlern sowie im Baubereich noch sehr hoch. Und auch wer Orgelbauer lernen möchte, Schuhmacher, Steinmetz oder Fliesenleger findet noch freie Lehrstellen.

„Weiterhin haben noch unversorgte Jugendliche eine große Auswahl. In 59 Berufen gibt es offene Ausbildungsplätze. Und in allen Regionen suchen Betriebe Lehrlinge für dieses Ausbildungsjahr.“

Da sich die Bewerberzahlen auch in den kommenden Jahren nicht spürbar erhöhen werden, fordert Malcherek größere Anstrengungen, um unversorgte Bewerber, Altbewerber und noch nicht ausbildungsreife Jugendliche besser in den Ausbildungsmarkt zu integrieren. Zum Beispiel hat sich die Einstiegsqualifikation (ein betriebliches Langzeitpraktikum mit festgelegten Qualifizierungsbausteinen aber ohne Schule) im Handwerk seit Jahren bewährt und sollte laut Malcherek den Jugendlichen offensiver angeboten werden.

Die Handwerkskammer Erfurt kann in allen Regionen und nahezu allen Berufen interessierte Praktikumsbetriebe, die auch Ausbildungsbetriebe sind, vermitteln. In den meisten Fällen konnten bisher die Jugendlichen nach der erfolgreichen Einstiegsqualifizierung eine Ausbildung in dem Betrieb aufnehmen.

Gleichzeitig plädiert der Hauptgeschäftsführer für ein Zurückfahren der rein schulischen Berufsausbildung sowie eine besser koordinierte Schulnetzplanung, um unnötigen, zeitaufwändigen und kostspieligen „Lehrlingstourismus“ zu den Berufsschulstandorten zu vermeiden.

Die Betriebe ruft Malcherek auf, ihre Bemühungen um die jugendlichen Bewerber zu intensivieren. Die Handwerkskammer Erfurt bietet hierbei aktive Unterstützung bei der Besetzung offener Ausbildungsplätze beispielsweise im Rahmen des Projektes „Jobstarter“ an. So trugen die Jobstarter-Mitarbeiter durch aktive Ansprache vieler Jugendlicher dazu bei, dass allein 209 in der Lehrstellenbörse angezeigte Ausbildungsplätze in diesem Jahr besetzt wurden.

Gleichzeitig möchte Malcherek die Handwerker sensibilisieren, bei der Bewerberauswahl den Kreis weiter zu ziehen. „Jugendliche mit Migrationshintergrund, mit Behinderungen, Benachteiligte oder auch ältere Bewerber haben das Potenzial, um erfolgreich eine Ausbildung zu absolvieren und anschließend im Betrieb wichtige Fachkräfte zu werden.“ Malcherek weist in diesem Zusammenhang auf vielfältige Unterstützungsangebote der Handwerkskammer sowie Hilfsleistungen der Arbeitsagenturen und anderer Institutionen hin, um individuelle Handicaps der Jugendlichen auszugleichen.
Autor: nnz

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Kommentare
finebiene
22.08.2011, 09:43 Uhr
Nur Handwerk!?
Hallo,

Ich bin selber eine Suchende für einen Ausbildungsplatz, mein Gebiet zieht sich allerdings auf die Krankenpflege oder zum Rettungsdienst!
Bei beiden stellen hab ich keine Chance,ich habe ,an sich sicher schon 50-100 Bewerbungen geschrieben und verzweifel langsam!

Das man da irgendwann keine Lust mehr hat, versteh ich voll und ganz! Ich bin offen für jeden guten Rat oder für jede Hilfe damit ich auch einen Ausbildungsplatz in meinen Fachgebiet finde!

LG Josi
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