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Mo, 09:17 Uhr
22.08.2011

Richter Kropp: Kein Zuckertütenfest

Für viele Kinder beginnt jetzt der Ernst des Lebens: Sie kommen auf die Schule. Große Aufregung ist damit verbunden, neue Freundschaften werden geschlossen, neue Erzieher lernt man kennen. Erster Höhepunkt ist sicherlich die Zuckertüte für die I-Männchen und –frauchen...


Dazu gehört jedoch nicht die 6jährige Amelie aus dem südlichen Kyffhäuserkreis, ihre Einschulung ist nämlich nicht geklärt. Der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp hat nämlich die Einschulung des Kindes und damit ihr Zuckertütenfest gestoppt.

Der Hintergrund war ein Antrag des getrennt lebenden Vaters. Die Mutter, welche mit Amelie und drei Geschwistern zusammenlebt, ist mit dem Vater gemeinsam sorgeberechtigt. Eher zufällig erfuhr dieser, dass seine Ex mit den Kindern nach Sachsen ziehen wolle. Die Einschulung von Amelie sollte in Sachsen Ende August erfolgen.

Die Folge war eine einstweilige Anordnung des Amtsgerichts Sondershausen auf Antrag des Vaters. Dieser hat die Einschulung und den Ortswechsel des Kindes jetzt gerichtlich verbieten lassen. Die Begründung des Amtsgerichts Sondershausen ist hierbei höchst einfach: Beide Eltern sind gemeinsam sorgeberechtigt, die Mutter kann nicht einfach Fakten schaffen, in dem sie nach Sachsen zieht und das Kind dort in der Schule anmeldet. Es gehe auch nicht, dass der Vater hiervon eher zufällig erfahre und man nicht gemeinsam an einer Lösung arbeite.

Die Entscheidung des Amtsgerichts muss nicht das letzte Wort sein, Anfang September wird der Sondershäuser Familienrichter Christian Kropp in einer mündlichen Verhandlung endgültig das Verfahren entscheiden.

Dann wird sich klären, ob es nicht doch ein Zuckertütenfest für Amelie gibt und wo sie eingeschult wird. Einen Verlierer gibt es jetzt schon: Amelie, die angesichts des Zanks ihrer Eltern mit dieser Unsicherheit leben muss
Autor: nnz

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Kommentare
Peppilein82
22.08.2011, 11:08 Uhr
Das arme Kind......
Wird denn hier auch mal an das Kind gedacht? Nein wieder mal stehen nur die getrennt lebenden Eltern im Vordergrund. Als Mutter hätte ich meinen Ex Partner doch schon vorher in Kenntnis gesetzt und das Gespräch mit ihm gesucht...und ich finde das auch er nicht das Recht hat seiner Ex zu verbieten wo sie hin zieht, deshalb wird sich für Ihn doch nichts am Sorgerecht ändern....beide Parteien sollten eine einvernehmliche Lösung finden....ihrer Tochter zuliebe die sich doch so auf die Schule freut. Also bitte!!!
Retupmoc
22.08.2011, 12:07 Uhr
Das arme Kind
das so eine Mutter hat. Wenn das so stimmt, das sie klammheimlich fortziehen wollte, dann gehört das Sorgerecht alleinig dem Vater.
NDHler
22.08.2011, 21:12 Uhr
Wenn man nur an sicht denkt, kommt so was bei raus...
Die „Eltern“ sollten sich schämen, wer Kinder in die Welt setzt übernimmt VERANTWORTUNG!!! Das gilt auch und erst Recht nach einer Trennung! Dessen sollte sich jeder bewusst sein. Für meine beiden Kids käme so etwas nie in Frage! Unglaublich egoistisch so etwas!
Klassikerin
22.08.2011, 21:55 Uhr
Was soll das denn.... das arme Kind
Hier sind sich wohl Mama, Papa UND Richter nicht einig. Ein 6jähriges Mädel hat dann zu leiden, einfach nur schlimm....
Wenn auch Sorgerecht bei den Eltern (was ich erst einmal gut finde) geteilt ist, so hat doch das Elternteil m. E. das überwiegende Recht, in dessen Haushalt das Kind überwiegend lebt. Und wenn dann, wie hier, Mama umziehen möchte, ja warum nicht. Und ob Papa darüber ne Info hatte oder nicht, kann hier wohl kaum erörtert werden.

Fakt ist, das Kind zieht den leidvollen Kürzeren, ich finde es einfach nur schlimm... Und Kinder sollten stolz sein, in die Schule gehen zu dürfen, aber mit dem Hintergrund....ob das Mädel das noch versteht...

Mein Wunsch ans Mädel: eine tolle schöne Zuckertüte und allen zum Trotz die besten Leistungen
Retupmoc
23.08.2011, 07:45 Uhr
Typisch Frau
@ Käthe, das kann nur von einer Frau kommen. Wenn beide Elternteile gleichberechtigt das Sorgerecht haben, kann nicht ein Teil ( in diesem Fall die Frau ) einfach mal etwas für sich bestimmen. Wenn der Fall anders gelegen hätte und der Mann mit dem Kind nach Sachsen verzogen wäre ohne die Mutter zu fragen, hätte der schon eine Klage am Hals. Eine Mutter, die das auf dem Rücken des Kindes austrägt... wie gesagt das arme Kind.
Klassikerin
23.08.2011, 16:54 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Kein Chat
abc123
23.08.2011, 22:09 Uhr
@Käthe
"Und wenn dann, wie hier, Mama umziehen möchte, ja warum nicht."

Zum Beispiel weil dem Vater somit in gewisser Weise die Möglichkeit genommen wird, sein Kind regelmäßig zu sehen, ohne dafür erst stundenlang unterwegs zu sein? Er hat nunmal ein Recht darauf seine Tochter zu sehen. Genauso hat die Tochter ein Recht darauf regelmäßig ihren Vater zu sehen. Das finde ich auch richtig so, ein Kind sollte, außer unter bestimmten Umständen, nicht ohne den Vater aufwachsen.
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