Nicht nur gefeiert
Samstag, 03. September 2011, 07:40 Uhr
Minister Reinholz eröffnete gestern den 3. Thüringer Bergmannstag in Sondershausen. In seiner Rede ging er auf aktuelle Probleme des Bergbaus in Thüringen ein...
Angesichts der weltweiten Ressourcenknappheit ist die Rohstoffgewinnung in Thüringen auch heute notwendig, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz anlässlich der Eröffnung des Dritten Thüringer Bergmannstages am Freitag in Sondershausen. Eine sichere Versorgung mit mineralischen Rohstoffen ist Voraussetzung für den Erhalt des hohen Lebensstandards in unserer Gesellschaft. Dies und die Umweltvorsorge seien die zwei großen Herausforderungen im heutigen Bergbau, so der Minister.
Vor rund 20 Jahren vollzog sich der größte Strukturwandel in der Geschichte des Thüringer Bergbaus, der ganze Regionen maßgeblich beeinflusst hat. Der Uranerz- und große Teile des Kalibergbaus sowie die Gewinnung von Fluss- und Schwerspat wurden eingestellt, genauso wie die Braunkohlenverarbeitung im Raum Altenburg. Mehr als 30.000 Bergleute verloren in Thüringen Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ihre Arbeit. Der Bergbau in Thüringen ist dadurch aber nicht zu Ende gegangen. Die Gewinnung mineralischer Rohstoffe in Thüringen ist mit jährlich rund 30 Millionen Tonnen gewonnenen Materials, davon fünf Millionen aus dem Untertagebergbau, weiterhin von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Insgesamt 26 Bergmannsvereine halten in den ehemaligen und noch aktiven Bergbauregionen Thüringens die bergmännischen Traditionen hoch. Sie erforschen die Bergbaugeschichte in Thüringen und beteiligen sich an der Unterhaltung von Besucherbergwerken. Zum dritten Mal haben die Vereine am Wochenende Bergleute aus ganz Deutschland zum Thüringer Bergmannstag eingeladen. Dieser findet erneut in der Bergbaustadt Sondershausen statt, wo einst vor 115 Jahren die Kalisalzgewinnung in Thüringen ihren Anfang nahm. Neben Musik und der traditionellen Bergparade am Sonntagnachmittag steht am Samstag ein Symposium auf dem Programm, das die Geschichte und die Zukunft des Thüringer Bergbaus diskutiert.
Für Minister Jürgen Reinholz ist dabei klar: Wir wollen den Zugang zu Rohstoffen frei halten und ihren Abbau weiterhin ermöglichen. Dabei müssen die Belastungen für Mensch und Umwelt minimiert werden. Wir leben von der Natur und mit der Natur.
Weitere Berichte folgen auf nnz/kn.
Bilder von der Festveranstaltung gibt es hier:
Wer mit wem?
Autor: khhAngesichts der weltweiten Ressourcenknappheit ist die Rohstoffgewinnung in Thüringen auch heute notwendig, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz anlässlich der Eröffnung des Dritten Thüringer Bergmannstages am Freitag in Sondershausen. Eine sichere Versorgung mit mineralischen Rohstoffen ist Voraussetzung für den Erhalt des hohen Lebensstandards in unserer Gesellschaft. Dies und die Umweltvorsorge seien die zwei großen Herausforderungen im heutigen Bergbau, so der Minister.
Vor rund 20 Jahren vollzog sich der größte Strukturwandel in der Geschichte des Thüringer Bergbaus, der ganze Regionen maßgeblich beeinflusst hat. Der Uranerz- und große Teile des Kalibergbaus sowie die Gewinnung von Fluss- und Schwerspat wurden eingestellt, genauso wie die Braunkohlenverarbeitung im Raum Altenburg. Mehr als 30.000 Bergleute verloren in Thüringen Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ihre Arbeit. Der Bergbau in Thüringen ist dadurch aber nicht zu Ende gegangen. Die Gewinnung mineralischer Rohstoffe in Thüringen ist mit jährlich rund 30 Millionen Tonnen gewonnenen Materials, davon fünf Millionen aus dem Untertagebergbau, weiterhin von großer wirtschaftlicher Bedeutung.
Insgesamt 26 Bergmannsvereine halten in den ehemaligen und noch aktiven Bergbauregionen Thüringens die bergmännischen Traditionen hoch. Sie erforschen die Bergbaugeschichte in Thüringen und beteiligen sich an der Unterhaltung von Besucherbergwerken. Zum dritten Mal haben die Vereine am Wochenende Bergleute aus ganz Deutschland zum Thüringer Bergmannstag eingeladen. Dieser findet erneut in der Bergbaustadt Sondershausen statt, wo einst vor 115 Jahren die Kalisalzgewinnung in Thüringen ihren Anfang nahm. Neben Musik und der traditionellen Bergparade am Sonntagnachmittag steht am Samstag ein Symposium auf dem Programm, das die Geschichte und die Zukunft des Thüringer Bergbaus diskutiert.
Für Minister Jürgen Reinholz ist dabei klar: Wir wollen den Zugang zu Rohstoffen frei halten und ihren Abbau weiterhin ermöglichen. Dabei müssen die Belastungen für Mensch und Umwelt minimiert werden. Wir leben von der Natur und mit der Natur.
Weitere Berichte folgen auf nnz/kn.
Bilder von der Festveranstaltung gibt es hier:
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