Imagekampagne angeregt
Donnerstag, 10. Mai 2012, 09:42 Uhr
Gestern fand im Carl-Schroeder-Saal von Sondershausen das nun bereits 7. Wirtschaftsforum der Stadt Sondershausen statt. Wenn die gestern geäußerten Ideen in die Tat umgesetzt werden, könnte dieses Wirtschaftsforum einen wichtigen Schritt in Richtung Imagesteigerung der Stadt darstellen...
Aber immer der Reihe nach. "Hausherr" Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte schon bei der Begrüßung auf einen fast vollen Saal blicken, bei dem nur wenige Sitzplätze leer waren. Unter den Gästen waren u.a. viele Stadträte mit der Stadtratsvorsitzender, Dr. , Christine Kietzer (CDU) an der Spitze. Kreyer freute sich, dass u.a. mit dem Leiter der Logistischen Steuerstelle 4, Oberstleutnant Holger Marx und dem Kommandeur des Raketenartilleriebataillons 132, Oberstleutnant Armin Schaus, die Bundeswehr stark vertreten war. Viel Beifall und Gratulation gab es für die anwesende zukünftige Landrätin Antje Hochwind (SPD), die mit Vizelandrat Georg Schäfer (SPD) den Landkreis vertraten.
Gleich zu Beginn stellte Kreyer klar, unsere Region ist innovativ und unsere Firmen haben viele Patente auf die man schauen können. "Wir müssen nur mehr mit unseren Pfunden wuchern", so Kreyer. Thema des Abends war; "Positivimage unserer Region –
Wie entsteht es und wie können wir es beeinflussen?".
Die Vorsitzende des Sondershäuser Gewerbe- u. Wirtschaftsverein e.V. (SGW), Monika Lambrecht, zusammen mit der Stadtverwalter die Organisatoren des Wirtschaftsforums, begrüßte zahlreiche Gewerbetreibende und Geschäftsführer der großen ortsansässigen Unternehmen.
Lambrecht verwies auf einige Zahlen der Region, welche die gute Entwicklung der Region zeigen. So ist von Mitte 2005 bis 2011 die Anzahl der Arbeitsplätze um 700 Stück gestiegen und im gleich Zeitraum stiege die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von 6.680 auf 8.181. Lambrecht sagte, wir haben viele für Thüringen und Deutschland wichtige Unternehmen, wie WAGO, Sonlux, Thermik und von kn hinzugefügt die K-utec.
Weiter führte sie aus, dass Sondershausen wichtige Standortfaktoren, wie gute Kinderbetreuung, gute Verkehrsinfrastruktur, Theater und Orchester und ein gepflegte Stadtbild. "Was uns fehlt ist der Stolz", so Lambrecht.
Monika Lambrecht (SGW), Prof. Dr. Michael Behr (Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik und Berufliche Bildung im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie), Moderatorin des Abends Kristin Gräfin von Faber-Castell (Herausgeberin des TOP MAGAZIN Thüringen), Joachim Kreyer (Bürgermeister), Konrad Stromiedel (Mitglied der Geschäftsleitung
Werk Sondershausen WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG) und Dr. Johann Malcher (Unternehmberatung)
Über den Vortrag von Dr. Johann Malcher muss kn nicht viel schreiben, denn die von ihm vorgestellte Unternehmerbefragung in Sondershausen hatte kn bereits ausführlich berichtet (Unternehmen befragt).
Prof. Dr. Michael Behr führte aus, dass sich die Region in einem sehr robusten Reindustrialisierungsprozeß befindet. Er kündigte an, dass für Thüringen die Erwerbpersonenzahl um 30 Prozent schrumpfen wird. Kritisch stellte er fest, es gibt kein überregionale Solidarität in den überregionalen Medien Deutschlands, und stellte fest, mancher Planet ist besser erforscht als der Osten Deutschlands. Es gebe regelrecht eine Abwertungskultur gegen den Osten. Zum Thema Image führte er aus, wir müssen wegkommen von der depressiven Stimmung, denn Thüringen hat sich im Vergleich mit anderen Ländern gut entwickelt.
Konrad Stromiedel, von den USA damals nach Sondershausen gekommen um hier das Wago-Zweigwerk aufzubauen, brach eine Lanze für Sondershausen. Man habe sich hier am richtigen Ort mit den richtigen Menschen und dem Umfeld niedergelassen. Die Stadt und der Kreis ebeneten für Wago den Boden und brachte Sicherheit für die Region. Er dankte ausdrücklich Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Bürgermeister Kreyer, und erhielt aus dem Saal viel Beifall.
Weiter führte er aus, Lebensqualität sei wichtig für die Region. Die Stadt kann stolz sein, auf das was sie erreicht hat, so Konrad Stromiedel. Er bezeichnete das Vorhandenein des Lohorchesters Sondershausen als Glücksfall für die Stadt. Welche Kreisstadt hat so etwas noch zu bieten, einschließlich Musikschule und Landesmusikakademie, fragte er. Hier müssen bei Stadtrat Gerhard Axt (Nubi) doch die Alarmglocken geschrillt haben, da er ja öfter gegen die Finanzierung des Lohorchesters Sperrfeuer schießt.
Konrad Stromiedel regte an, das Thema Musikstadt weiter auszubauen, um einen Alleinstellungsmerkmal zu bekommen. Dazu müsse die Bevölkerung mitziehen. Er regte Patenschaften von Firmen mit Mitglieder des Lohorchesters an. Jedes Geschäft sollte eine Patenschaft für ein Instrument übernehmen und es sollte regelmäßig Musik zu anfassen geben. Solche Visionen, Sondershausen komplett zu einer Musikstadt größerem Ausmaß zu machen, brauchen wir, um besser wahrgenommen zu werden, so Konrad Stromiedel.
Die Reaktion der Anwesenden war sehr positiv. Bei den anschließenden Gesprächen bei abschließenden Imbiss hörte kn öfter den Satz, dieses Vision sollte so bald wie möglich weiter im kleineren Kreis diskutiert werden. Sicher eine interessante Aufgabe für SGW, Stadt Sondershausen und vielleicht auch schon die Vorbereiter des Thüringentages.
Autor: khhAber immer der Reihe nach. "Hausherr" Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) konnte schon bei der Begrüßung auf einen fast vollen Saal blicken, bei dem nur wenige Sitzplätze leer waren. Unter den Gästen waren u.a. viele Stadträte mit der Stadtratsvorsitzender, Dr. , Christine Kietzer (CDU) an der Spitze. Kreyer freute sich, dass u.a. mit dem Leiter der Logistischen Steuerstelle 4, Oberstleutnant Holger Marx und dem Kommandeur des Raketenartilleriebataillons 132, Oberstleutnant Armin Schaus, die Bundeswehr stark vertreten war. Viel Beifall und Gratulation gab es für die anwesende zukünftige Landrätin Antje Hochwind (SPD), die mit Vizelandrat Georg Schäfer (SPD) den Landkreis vertraten.
Gleich zu Beginn stellte Kreyer klar, unsere Region ist innovativ und unsere Firmen haben viele Patente auf die man schauen können. "Wir müssen nur mehr mit unseren Pfunden wuchern", so Kreyer. Thema des Abends war; "Positivimage unserer Region –
Wie entsteht es und wie können wir es beeinflussen?".
Die Vorsitzende des Sondershäuser Gewerbe- u. Wirtschaftsverein e.V. (SGW), Monika Lambrecht, zusammen mit der Stadtverwalter die Organisatoren des Wirtschaftsforums, begrüßte zahlreiche Gewerbetreibende und Geschäftsführer der großen ortsansässigen Unternehmen.
Lambrecht verwies auf einige Zahlen der Region, welche die gute Entwicklung der Region zeigen. So ist von Mitte 2005 bis 2011 die Anzahl der Arbeitsplätze um 700 Stück gestiegen und im gleich Zeitraum stiege die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten von 6.680 auf 8.181. Lambrecht sagte, wir haben viele für Thüringen und Deutschland wichtige Unternehmen, wie WAGO, Sonlux, Thermik und von kn hinzugefügt die K-utec.
Weiter führte sie aus, dass Sondershausen wichtige Standortfaktoren, wie gute Kinderbetreuung, gute Verkehrsinfrastruktur, Theater und Orchester und ein gepflegte Stadtbild. "Was uns fehlt ist der Stolz", so Lambrecht.
Monika Lambrecht (SGW), Prof. Dr. Michael Behr (Abteilungsleiter Arbeitsmarktpolitik und Berufliche Bildung im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie), Moderatorin des Abends Kristin Gräfin von Faber-Castell (Herausgeberin des TOP MAGAZIN Thüringen), Joachim Kreyer (Bürgermeister), Konrad Stromiedel (Mitglied der Geschäftsleitung
Werk Sondershausen WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG) und Dr. Johann Malcher (Unternehmberatung)
Über den Vortrag von Dr. Johann Malcher muss kn nicht viel schreiben, denn die von ihm vorgestellte Unternehmerbefragung in Sondershausen hatte kn bereits ausführlich berichtet (Unternehmen befragt).
Prof. Dr. Michael Behr führte aus, dass sich die Region in einem sehr robusten Reindustrialisierungsprozeß befindet. Er kündigte an, dass für Thüringen die Erwerbpersonenzahl um 30 Prozent schrumpfen wird. Kritisch stellte er fest, es gibt kein überregionale Solidarität in den überregionalen Medien Deutschlands, und stellte fest, mancher Planet ist besser erforscht als der Osten Deutschlands. Es gebe regelrecht eine Abwertungskultur gegen den Osten. Zum Thema Image führte er aus, wir müssen wegkommen von der depressiven Stimmung, denn Thüringen hat sich im Vergleich mit anderen Ländern gut entwickelt.
Konrad Stromiedel, von den USA damals nach Sondershausen gekommen um hier das Wago-Zweigwerk aufzubauen, brach eine Lanze für Sondershausen. Man habe sich hier am richtigen Ort mit den richtigen Menschen und dem Umfeld niedergelassen. Die Stadt und der Kreis ebeneten für Wago den Boden und brachte Sicherheit für die Region. Er dankte ausdrücklich Landrat Peter Hengstermann (CDU) und Bürgermeister Kreyer, und erhielt aus dem Saal viel Beifall.
Weiter führte er aus, Lebensqualität sei wichtig für die Region. Die Stadt kann stolz sein, auf das was sie erreicht hat, so Konrad Stromiedel. Er bezeichnete das Vorhandenein des Lohorchesters Sondershausen als Glücksfall für die Stadt. Welche Kreisstadt hat so etwas noch zu bieten, einschließlich Musikschule und Landesmusikakademie, fragte er. Hier müssen bei Stadtrat Gerhard Axt (Nubi) doch die Alarmglocken geschrillt haben, da er ja öfter gegen die Finanzierung des Lohorchesters Sperrfeuer schießt.
Konrad Stromiedel regte an, das Thema Musikstadt weiter auszubauen, um einen Alleinstellungsmerkmal zu bekommen. Dazu müsse die Bevölkerung mitziehen. Er regte Patenschaften von Firmen mit Mitglieder des Lohorchesters an. Jedes Geschäft sollte eine Patenschaft für ein Instrument übernehmen und es sollte regelmäßig Musik zu anfassen geben. Solche Visionen, Sondershausen komplett zu einer Musikstadt größerem Ausmaß zu machen, brauchen wir, um besser wahrgenommen zu werden, so Konrad Stromiedel.
Die Reaktion der Anwesenden war sehr positiv. Bei den anschließenden Gesprächen bei abschließenden Imbiss hörte kn öfter den Satz, dieses Vision sollte so bald wie möglich weiter im kleineren Kreis diskutiert werden. Sicher eine interessante Aufgabe für SGW, Stadt Sondershausen und vielleicht auch schon die Vorbereiter des Thüringentages.






