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Wie alles begann

Mittwoch, 13. März 2013, 18:31 Uhr
Einen Blick in die Geschichte der Steinsalzförderung konnte heute kn bei der die Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) mit interssanten Aspekten.

Am 13. März 2013 feierte heute am Vormittag das Unternehmen die Verlandung der einen Millionsten Tionne Streusalz. Für
einen ehemaligen, aber auch für die noch aktiven Bergleute eine wunderbare Nachricht!! Das sagte heute der ehemalige Geschäftsführer der GSES, Dr. Hartmut Springer, gegenüber kn. Er freute sich, neben dem Verfüllen alter Abbauhohlräume mit Abfällen nun auch aktiver Bergbau!

Wie alles begann (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Wie alles begann (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Bei der heutigen Feierstunde würdigten Jaap van Engers Geschäftsführer der GSES Beteiligungsgesellschaft und die Landrätin des Kyffhäuserkreises, Antje Hochwind, in ihren Reden den Ideengeber für die Steisalzproduktion am Bergbaustandort Sondershausen, Dr. Hartmut Springer. Dr. Springer gegenüber kn: Ohne Erlebnisbergwerk, keine Steinsalzproduktion! Siehe auch die Dokumentation: Million erreicht und den Videobericht Jubiläum.

Wie alles begann (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Wie alles begann (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In der nachfolgenden Dokumentation erfuhr kn von Dr. Hartmut Springer, wie es zur Idee der Steinalzporduktion kam:


Wie kam es dazu?

Aus der Idee, ein Erlebnisbergwerk zu errichten, resultierte die Nutzung vorhandener alter Räume (Festsaal) aber auch das Auffahren neuer Räume im Steinsalz (Kahnstrecke, Konzertsaal). Dabei fielen große Mengen an Steinsalz an, die auch in alte Hohlräume versetzt werden mussten. Durch das Auffahren der Räume durch schneidende bzw. fräsende Gewinnung, also nicht durch Bohr- und Sprengarbeit, war das gewonnene Salz weitestgehend feinkörnig. Dieses brachte den damaligen Technischen Geschäftsführer der GSES GmbH, Dr. Helmut Springer, auf die Idee, Qualitätsproben des Salzes anfertigen zu lassen. Die Qualität entsprach unter anderem der von Streusalz für den Straßenwinterdienst aber auch von in der Futtermittelindustrie eingesetzten Salzen. Der Gedanke, dieses Salz zu verkaufen, lag nahe.

Mit dem damaligen Grubenbetriebsführer, Hartmut Weigert, wurde nach Lösungen gesucht, das Salz abzusieben und in Big Bag's abzufüllen, um einen Verkauf zu ermöglichen.

Im Bereich der Räume der heutigen Ausstellung "Heeresmunitionsanstalten unter Tage" wurde die Anlage errichtet. Über eine Vertriebsfirma aus Süddeutschland wurde das Salz an einen Futtermittelhersteller verkauft. Die erzielten Erlöse führten dazu, nach Einholung notwendiger Genehmigungen beim Bergamt, am Schacht V unter Tage eine Anlage zur Aufbereitung, Absiebung und Konfektionierung aus weitgehendst vorhandenen Ausrüstungen (Brecher, Vorabsiebung, Bandanlagen) aufzubauen. Von einem Schrottplatz in Gehofen wurde eine aus dem Straßenbau stammende Klassieranlage gekauft, mit Spezialsiebmatten bestückt und eingebaut. Der Salzverkauf wurde so zu einem neuen, wenn auch zunächst kleinem Geschäftsfeld, welches wegen der Aufbereitungs- und Förderkapazitäten schnell an seine Kapazitätsgrenzen gelangte.

Der Erfolg beim Salzverkauf 2003 war beim Erwerb der GSES GmbH durch einen neuen Investor (STAR Capital) Anlass, dieses Geschäftsfeld auf die heutigen Kapazitäten u. a. durch spezielle Aufbereitungsanlagen unter Tage, die Ertüchtigung des Schachtes l sowie Silo- und Verladeanlagen über Tage auszubauen.

Ausgangspunkt für die Idee wieder Salz zu fördern, waren also eigentlich die Auffahrungen für das Erlebnisbergwerk und das Streben nach Verwendung des gewonnenen Steinsalzes. Schlussfolgernd kann man eigentlich feststellen, ohne das Erlebnisbergwerk gäbe es wohl heute noch keine Steinsalzförderung und mit Sicherheit noch keine bergmännische Berufsausbildung.
Autor: khh

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