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Informationsveranstaltung zum Thema Untertage-Deponie

Samstag, 28. Februar 2015, 09:54 Uhr
Am Donnerstag fand bei der Glückauf Sondershausen Entwicklungs- und Sicherungsgesellschaft mbH (GSES) eine Informationsveranstaltung zum Thema Sicherheit bei der Untertage-Deponie...

Über den Ausgang der Veranstaltung und ob es aus der Sicht Wirtschaftsförderung der Stadt Sondershausen Handlungsbedarf bestehe, hatte kn ein Gespräch mit dem Leiter der Wirtschaftsförderung Uwe Dönhoff.

Informationsveranstaltung zum Thema Untertage-Deponie (Foto: Privat) Informationsveranstaltung zum Thema Untertage-Deponie (Foto: Privat)

Der Geschäftsführer der GESE Johann-Christian Schmiereck hat bei der Veranstaltung, wie auch schon bei dem öffentlichen Forum am 09. Dezember 2014 (KEINEN KONSENS AUF BÜRGERVERSAMMLUNG GEFUNDEN) nachgewiesen, dass die gesetzlichen Anforderungen zum Betreiben der Untergage-Deponie eingehalten werden.

Gerade der Zwischenfall mit dem LKW der Quecksilberspuren hatte, zeigte deutlich, so Dönhoff, dass die von der GSES durchgeführten Sicherheitsmaßnahmen greifen. So konnte sofort das Gift nachgewiesen werden und die entsprechenden Kontrollinstitutionen waren informiert worden. Das es zur Überreaktion mit dem Einsatz von 84 Einsatzkräften von Feuerwehr kam, muss in den Behörden ausgewertet werden, lag aber nicht primär am Sicherheitskonzept der GSES. Gerade weil jede Anlieferung erst geprüft wird, ehe etwas überhaupt in den Schacht kommt, konnte eben das Quecksilber nachgewiesen werden, obwohl es nur geringe Mengen waren.

Informationsveranstaltung zum Thema Untertage-Deponie (Foto: Privat) Informationsveranstaltung zum Thema Untertage-Deponie (Foto: Privat)

An der Veranstaltung nahmen gut 30 Teilnehmer teil, dabei hielten sich Befürworter und Kritiker die Waage, so die Einschätzung von Dönhoff. Während sogar eine Teilnehmerin aus Niedersachsen kam (aus der Nähe der Grube Asse - dort wurde zwischen 1967 und 1978 die Endlagerung radioaktiver Abfälle großtechnisch erprobt) kam, hätte Donhoff mehr Kritiker aus der Region erwartet. Unter den Gästen auch Mitglieder des hiesigen Bergmannsvereins, die ihrem ehemaligen Arbeitsplatz Solidarität zeigten.

Gerade mit Blick auf Norddeutschland hatte der ehemalige Chefgeologe Dr. Gerhard Nachsel sehr eindrucksvoll gezeigt, dass es erheblich Unterschied in der Geologie der beiden Gruben gäbe. Allein durch die flächenmäßige Abdeckung der Salzlagerstätte mit dichtem Deckgebirge wird es keine Möglichkeit geben, dass Schadstoffe wieder nach Übertage gelangen können. Nur bis 200 m Teufe gäbe es wasserführende Schichten, die so etwas bewirken können. Die Untertage - Deponie liege aber mit über 500 m deutlich tiefer.

Die Teilnehmer hatten im Anschluss an die Veranstaltung die Möglichkeit sich im Labor und bei der Abfertigung der Big Bags zu informieren, wie das Sicherheitskonzept umgesetzt wird, so Dönhoff gegenüber kn.
Autor: khh

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