Brandanschlag in Rockensußra
Verurteilung des Brandanschlages und weitere Maßnahmen
Montag, 07. September 2015, 15:25 Uhr
Über den ersten Teil der außerordentlichen Pressekonferenz zum Brandanschlag in Rockensußra bei Ebeleben hatte kn bereits berichtet (Bildung einer Sonderkommission ). Hier weitere Informationen un Stellungnahmen von Ministerpräsident Ramelow und Landrätin Hochwind...
Sowohl Landrätin Antje Hochwind (SPD), die die Pressekonferenz eröffnete, als auch Innenminister Dr. Holger Poppenhänger (SPD) und Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) verurteilte ndie feigen Brandanschläge, bei denen keine Personen verletzt wurden, und ein Überspringen der Flammen auf andere Gebäude verhindert wurde. Man war sich einig, dass die Täter ermittelt und bestraft werden müssen.
Ramelow dankte den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr für ihre schnelle Einsatzbereitschaft bei der Bekämpfung der Brände.
Wie Ramelow informierte, war er erst vor wenigen Tagen privat im Kyffhäuserkreis unterwegs und freute sich über die Schönheit der Natur und die Offenheit der Menschen. Umso mehr erschüttere ihn dieser Brandanschlag.
Mit Blick auf die in Rockensußra durchgeführte Verschrottung von Panzern sagte er:
Das ist gelebte Aktion Schwerter zu Pflugscharen. Die 250 Einwohner des Ortes hatten ein gutes Auskommen mit den 98 Flüchtlingen vor Ort. Das sei ein feiger Anschlag auf die Gemeinde und die Wertegemeinschaft. Mit Blick auf die nicht gerade üppige Infrastruktur in Rockensußra kündigte er Hilfe an:
Mit Blick auf den Solidarzuschlag (Soli) sagte er, hier bekommt der Bund die Hälfte.Dieser Teil sollte genutzt werden um auch die Auswirkungen des Flüchtlingsstrom in Baden-Würtemberg und Bayern und anderen Schwerpunkten zu mildern.
Wir brauchen auch Integrationshilfen. Mit Blick auf die Arbeitslosensituation machte er auch klar,:
Wir dürfen die Langzeitarbeitslosen in Deutschland nicht vergessen! Wir verlieren sonst einen Teil der Bevölkerung.
Weiter sagte er, auf 100 Bürger komme ein Flüchtling. Wenn auch nur ein Bürger davon einen Flüchtling unterstützt, wäre schon viel geholfen. Ein abgebrannter Dachstuhl darf nich zum Fanal einer falschen Sache sein.
Landrätin Antje Hochwind informierte, dass die drei Gebäude erst seit Freitag überhaupt in Betracht gezogen wurden, als Flüchtlingsunterkunft zu dienen.
Erst heute am Abend waren überhaupt erst Gespräche geplant, um die Möglichkeiten zu sondieren.
In diesem Zusammenhang verwies der Ministerpräsident darauf, wir werden prüfen, ob weitere leerstehende Objekte als Flüchtlingsunterkünfte herzurichten. Die Bevölkerung rief er auf, leerstehende Gebäude zu melden, damit die Nutzbarkeit geprüft werden kann.
Ramelow informierte, dass zu den ca. 10.000 Flüchtlingen in Thüringen nochmals 12.000 hinzukommen könnten.
Ramelow: Wenn Erdogan (türkischer Ministerpräsident) Kurden bombardieren lässt, ist das nicht hilfreich und vergrößert nur den Flüchtlingsstrom.
Zur weiteren Lösung des Flüchtlingsproblems sagte er, wir brauchen völlig neue Aufgaben und Abläufe bei der Lösung der Flüchtlingsprobleme. Dabei muss parteiübergreifend gearbeitet werden. Er macht auch klar, wir brauchen Stabilität in den Herkunftsländern.
Abschließend ging es bei der Pressekonferenz um Sicherheitsfragen. Die Gemeinschaftsunterkünfte sollen durch Wachschutz gesichert werden, so Hochwind. Mit Blick auf die klammen Kassen der Kommunen sagte Ramelow, über die Refinanzierung des Gebäudeschutzes durch das Land Thüringen müssen nachgedacht werden. Es sei aber auch nicht mehr nachvollziehbar, für die Bewachung leerstehender Häuser Geld aufzubringen, nur weil sie möglicherweise als Flüchtlingsunterkünfte dienen könnte.
Abschließend kündigte Ramelow an, dass aus Richtung München zwei Züge unterwegs sind. Einer geht komplett nach Sachsen und ein Zug wird geteilt und geht zur Hälfte nach Thüringen und Sachsen-Anhalt. Unklar ist noch, wo die Züge ankommen sollen. Obwohl die letzte Ankunft in Saalfeld sehr organisiert worden sei, schloss er Saalfeld, Erfurt und Gera als Ankunftsorte aus. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Abschließend betonte Ministerpräsident Bodo Ramelow:
Mitmenschlichkeit ist ein hohes Gut!
Autor: khhSowohl Landrätin Antje Hochwind (SPD), die die Pressekonferenz eröffnete, als auch Innenminister Dr. Holger Poppenhänger (SPD) und Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) verurteilte ndie feigen Brandanschläge, bei denen keine Personen verletzt wurden, und ein Überspringen der Flammen auf andere Gebäude verhindert wurde. Man war sich einig, dass die Täter ermittelt und bestraft werden müssen.
Ramelow dankte den Einsatzkräften von Polizei und Feuerwehr für ihre schnelle Einsatzbereitschaft bei der Bekämpfung der Brände.
Wie Ramelow informierte, war er erst vor wenigen Tagen privat im Kyffhäuserkreis unterwegs und freute sich über die Schönheit der Natur und die Offenheit der Menschen. Umso mehr erschüttere ihn dieser Brandanschlag.
Mit Blick auf die in Rockensußra durchgeführte Verschrottung von Panzern sagte er:
Das ist gelebte Aktion Schwerter zu Pflugscharen. Die 250 Einwohner des Ortes hatten ein gutes Auskommen mit den 98 Flüchtlingen vor Ort. Das sei ein feiger Anschlag auf die Gemeinde und die Wertegemeinschaft. Mit Blick auf die nicht gerade üppige Infrastruktur in Rockensußra kündigte er Hilfe an:
Mit Blick auf den Solidarzuschlag (Soli) sagte er, hier bekommt der Bund die Hälfte.Dieser Teil sollte genutzt werden um auch die Auswirkungen des Flüchtlingsstrom in Baden-Würtemberg und Bayern und anderen Schwerpunkten zu mildern.
Wir brauchen auch Integrationshilfen. Mit Blick auf die Arbeitslosensituation machte er auch klar,:
Wir dürfen die Langzeitarbeitslosen in Deutschland nicht vergessen! Wir verlieren sonst einen Teil der Bevölkerung.
Weiter sagte er, auf 100 Bürger komme ein Flüchtling. Wenn auch nur ein Bürger davon einen Flüchtling unterstützt, wäre schon viel geholfen. Ein abgebrannter Dachstuhl darf nich zum Fanal einer falschen Sache sein.
Landrätin Antje Hochwind informierte, dass die drei Gebäude erst seit Freitag überhaupt in Betracht gezogen wurden, als Flüchtlingsunterkunft zu dienen.
Erst heute am Abend waren überhaupt erst Gespräche geplant, um die Möglichkeiten zu sondieren.
In diesem Zusammenhang verwies der Ministerpräsident darauf, wir werden prüfen, ob weitere leerstehende Objekte als Flüchtlingsunterkünfte herzurichten. Die Bevölkerung rief er auf, leerstehende Gebäude zu melden, damit die Nutzbarkeit geprüft werden kann.
Ramelow informierte, dass zu den ca. 10.000 Flüchtlingen in Thüringen nochmals 12.000 hinzukommen könnten.
Ramelow: Wenn Erdogan (türkischer Ministerpräsident) Kurden bombardieren lässt, ist das nicht hilfreich und vergrößert nur den Flüchtlingsstrom.
Zur weiteren Lösung des Flüchtlingsproblems sagte er, wir brauchen völlig neue Aufgaben und Abläufe bei der Lösung der Flüchtlingsprobleme. Dabei muss parteiübergreifend gearbeitet werden. Er macht auch klar, wir brauchen Stabilität in den Herkunftsländern.
Abschließend ging es bei der Pressekonferenz um Sicherheitsfragen. Die Gemeinschaftsunterkünfte sollen durch Wachschutz gesichert werden, so Hochwind. Mit Blick auf die klammen Kassen der Kommunen sagte Ramelow, über die Refinanzierung des Gebäudeschutzes durch das Land Thüringen müssen nachgedacht werden. Es sei aber auch nicht mehr nachvollziehbar, für die Bewachung leerstehender Häuser Geld aufzubringen, nur weil sie möglicherweise als Flüchtlingsunterkünfte dienen könnte.
Abschließend kündigte Ramelow an, dass aus Richtung München zwei Züge unterwegs sind. Einer geht komplett nach Sachsen und ein Zug wird geteilt und geht zur Hälfte nach Thüringen und Sachsen-Anhalt. Unklar ist noch, wo die Züge ankommen sollen. Obwohl die letzte Ankunft in Saalfeld sehr organisiert worden sei, schloss er Saalfeld, Erfurt und Gera als Ankunftsorte aus. Die Entscheidung sei noch nicht gefallen.
Abschließend betonte Ministerpräsident Bodo Ramelow:
Mitmenschlichkeit ist ein hohes Gut!




