Neues aus Bad Frankenhausen
60 Jahre Kinderlachen in der Villa
Montag, 20. Mai 2019, 18:23 Uhr
Das Frankenhäuser Erzählcafè stand am Freitag unter dem Motto 60 Jahre Kinderlachen in der Villa. Vom Tag der offenen Tür hatte kn bereits berichtet, vom anschließenden Erzählcafè erhielz kn diesen Bericht...
Seit zehn Jahren gibt es das Frankenhäuser Erzählcafè. Nachdem sich die Mitglieder des Frankenhäuser Familienbandes und des Kinder- und Jugendstadtrates in den ersten Jahren vorrangig auf interessante Persönlichkeiten unserer Heimatstadt als Interviewpartner konzentrierten, sind es seit etwa zwei Jahren interessante und mitunter gar geheimnisvolle Orte, deren Geschichte erzählt werden soll.
Am vergangenen Freitag war der gewählte Ort kein geheimnisvoller, sondern eher ein fröhlicher.
Eingeladen hatten die Organisatoren in die Kindervilla, die unter dem Motto 60 Jahre Kinderlachen in der Villa ihren 60. Geburtstag in diesem Jahr feiert. Dem Erzählcafè war ein Treffen mit vielen ehemaligen MitarbeiterInnen vorausgegangen, die bis aus der Rheinmetropole Köln nach Bad Frankenhausen zurück an ihren ehemaligen Arbeitsort kamen.
Hier wurden sie von der Leiterin Katrin Milde und den Vorschulkindern der Bienchengruppe mit einem kleinen Programm aus aktuellen und historischen Kinderliedern begrüßt. Und nicht nur die Knirpse, sondern auch die 85-jährige Maria Rödiger sang aus vollem Herzen mit. Der Nachmittag war dem Tag der offenen Tür gewidmet. Viele ehemalige Krippen- und Kindergartenkinder nutzten die Gelegenheit zum Besuch ihrer Villa, aber insbesondere Kerstin Stolberg konnte auch schon einige Eltern und deren Knirpse begrüßen, die in den nächsten Monaten als kleine Neulinge in unserem Haus willkommen geheißen werden. Katrin Milde, Leiterin der Kindervilla, staunte nicht schlecht, als der 69-jährige Heinz Winkler von seinen Kindheitserinnerungen in diesem Haus berichtete, in dem er bis 1959 mit seiner Familie lebte.
Kindervilla: Geschichten die das Leben schreibt
Natürlich waren Herr Winkler und seine Familie ebenso, wie viele ehemalige Mitarbeiterinnen, ehemalige Kindergartenkinder, deren Eltern und viele interessierte Besucher zum abendlichen Erzählcafè wieder in der Kindervilla. Katrin Milde und Silvana Schäffer vom Frankenhäuser Familienband begrüßten die Gäste charmant und übergaben das Wort an Dr. U. Hahnemann.
Der passionierte Museumsleiter hatte natürlich viel Wissenswertes über unsere Kindervilla parat. Zu verdanken haben wir dieses schöne Haus dem Apotheker Hermann Quincke, der die Apotheke am Anger betrieb und hier in der heutigen Geschwister-Scholl-Straße im Jahr 1924 eine sehr schöne Villa für seine Familie errichten ließ. Die Geburtsstunde der Kindervilla schlug quasi im Jahr 1959. Die Familie Quincke hatte Bad Frankenhausen verlassen, im Haus lebten die Familie Naumann im Obergeschoss und die Familie Winkler in der mittleren Etage. Der Besitzer des Massagesalons im Erdgeschoss war über Nacht gen Westen gezogen. Das nahe gelegene Säuglingsheim platzte aus allen Nähten und so war es naheliegend, die Quincke-Villa zur Unterbringung der Kleinsten zu nutzen. Nach dem hochinteressanten historischen Abriss von Dr. Hahnemann hatten die jüngsten Mitglieder des Kinder-und Jugendstadtrates ihre Premiere.
Sie stellten Fragen zur Vergangenheit und Gegenwart. Besonders schön dabei war die Tatsache, dass zu den Fragestellern mit Lucie Schlücke und Till Boelke zwei ehemalige Villa-Kinder gehörten. Die zahlreichen Fragen wurden von Frau Karin Naumann (Foto oben), Dorothea Lehmann, Maria Rödiger, Katrin Milde, Edda Zacher und Kerstin Töppe bestmöglich beantwortet. So wurde ein interessantes Bild von der Kinderbetreuung vor 60 Jahren und der Entwicklung bis heute gezeichnet. Bemerkenswert dabei war, dass die Villa immer in staatlicher bzw. städtischer Trägerschaft war und dass es von Anbeginn bis zum heutigen Tag eine Vollverpflegung gibt.
Sicher haben sich sehr viele Dinge, Ansichten, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geändert. Doch die Veranstaltung hat gezeigt, diejenigen, die die Kinder vor 60 Jahren in diesem Hause betreuten, waren genauso mit dem Herzen dabei, wie das Team der Kindervilla heute.
Wir bedanken uns bei Allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.
Marion Haas
und das Team der Kindervilla
Autor: khhSeit zehn Jahren gibt es das Frankenhäuser Erzählcafè. Nachdem sich die Mitglieder des Frankenhäuser Familienbandes und des Kinder- und Jugendstadtrates in den ersten Jahren vorrangig auf interessante Persönlichkeiten unserer Heimatstadt als Interviewpartner konzentrierten, sind es seit etwa zwei Jahren interessante und mitunter gar geheimnisvolle Orte, deren Geschichte erzählt werden soll.
Am vergangenen Freitag war der gewählte Ort kein geheimnisvoller, sondern eher ein fröhlicher.
Eingeladen hatten die Organisatoren in die Kindervilla, die unter dem Motto 60 Jahre Kinderlachen in der Villa ihren 60. Geburtstag in diesem Jahr feiert. Dem Erzählcafè war ein Treffen mit vielen ehemaligen MitarbeiterInnen vorausgegangen, die bis aus der Rheinmetropole Köln nach Bad Frankenhausen zurück an ihren ehemaligen Arbeitsort kamen.
Hier wurden sie von der Leiterin Katrin Milde und den Vorschulkindern der Bienchengruppe mit einem kleinen Programm aus aktuellen und historischen Kinderliedern begrüßt. Und nicht nur die Knirpse, sondern auch die 85-jährige Maria Rödiger sang aus vollem Herzen mit. Der Nachmittag war dem Tag der offenen Tür gewidmet. Viele ehemalige Krippen- und Kindergartenkinder nutzten die Gelegenheit zum Besuch ihrer Villa, aber insbesondere Kerstin Stolberg konnte auch schon einige Eltern und deren Knirpse begrüßen, die in den nächsten Monaten als kleine Neulinge in unserem Haus willkommen geheißen werden. Katrin Milde, Leiterin der Kindervilla, staunte nicht schlecht, als der 69-jährige Heinz Winkler von seinen Kindheitserinnerungen in diesem Haus berichtete, in dem er bis 1959 mit seiner Familie lebte.
Kindervilla: Geschichten die das Leben schreibt
Natürlich waren Herr Winkler und seine Familie ebenso, wie viele ehemalige Mitarbeiterinnen, ehemalige Kindergartenkinder, deren Eltern und viele interessierte Besucher zum abendlichen Erzählcafè wieder in der Kindervilla. Katrin Milde und Silvana Schäffer vom Frankenhäuser Familienband begrüßten die Gäste charmant und übergaben das Wort an Dr. U. Hahnemann.
Der passionierte Museumsleiter hatte natürlich viel Wissenswertes über unsere Kindervilla parat. Zu verdanken haben wir dieses schöne Haus dem Apotheker Hermann Quincke, der die Apotheke am Anger betrieb und hier in der heutigen Geschwister-Scholl-Straße im Jahr 1924 eine sehr schöne Villa für seine Familie errichten ließ. Die Geburtsstunde der Kindervilla schlug quasi im Jahr 1959. Die Familie Quincke hatte Bad Frankenhausen verlassen, im Haus lebten die Familie Naumann im Obergeschoss und die Familie Winkler in der mittleren Etage. Der Besitzer des Massagesalons im Erdgeschoss war über Nacht gen Westen gezogen. Das nahe gelegene Säuglingsheim platzte aus allen Nähten und so war es naheliegend, die Quincke-Villa zur Unterbringung der Kleinsten zu nutzen. Nach dem hochinteressanten historischen Abriss von Dr. Hahnemann hatten die jüngsten Mitglieder des Kinder-und Jugendstadtrates ihre Premiere.
Sie stellten Fragen zur Vergangenheit und Gegenwart. Besonders schön dabei war die Tatsache, dass zu den Fragestellern mit Lucie Schlücke und Till Boelke zwei ehemalige Villa-Kinder gehörten. Die zahlreichen Fragen wurden von Frau Karin Naumann (Foto oben), Dorothea Lehmann, Maria Rödiger, Katrin Milde, Edda Zacher und Kerstin Töppe bestmöglich beantwortet. So wurde ein interessantes Bild von der Kinderbetreuung vor 60 Jahren und der Entwicklung bis heute gezeichnet. Bemerkenswert dabei war, dass die Villa immer in staatlicher bzw. städtischer Trägerschaft war und dass es von Anbeginn bis zum heutigen Tag eine Vollverpflegung gibt.
Sicher haben sich sehr viele Dinge, Ansichten, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen geändert. Doch die Veranstaltung hat gezeigt, diejenigen, die die Kinder vor 60 Jahren in diesem Hause betreuten, waren genauso mit dem Herzen dabei, wie das Team der Kindervilla heute.
Wir bedanken uns bei Allen, die zum Gelingen dieses schönen Tages beigetragen haben.
Marion Haas
und das Team der Kindervilla


