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Meldung aus der Wirtschaftswelt

Ausbildung sichert Zukunft

Samstag, 30. November 2019, 12:57 Uhr
Unter diesen großen Überschrift stand die jüngste Präsentation der Arbeitsmarktzahlen, die jüngst von der Agentur für Arbeit im Ford Autohaus Schneider in Sondershausen vorgestellt wurde. Hier das umfangreiche Zahlenmaterial...

Über die wichtigsten aktuellen Arbeitsmarktdaten hatte kn bereits vorab berichtet:
Schwächelnde Konjunktur wird spürbar
Auch über die Auszeihnung des Autohaus Schneider hatte kn bereits berichtet:
Ausbildungs-Award 2019 übergeben

Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Kyffhäuser-Unstrut-Hainich, Andreas Bärwolf, der Chef der Arbeitsagentur Nordhausen Karsten Froböse und Frank Schneider diskutierten die Ergebnisse.

Klar, der deutliche Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 7,1 Prozent war für den Kyffhäuserkreis ein Höhepunkt. Der Kreis hat aber auch Glück, dass kaum Autozulieferer im Kreis sind und dadurch die Konjunkturdelle nicht so stark durchschlägt.

Die sinkende Arbeitslosikeit im Kreis resultiert aber wegen der sinkenden Beschäftigtenzahl durch die Überalterung der Bevölkerung, denn die Zahl der Agenturkunden ist nicht gerade im Sinken begriffen, wenn man das umfangreiche Zahlenmetarial sichtet, dass kn dieses Mal mit absicht in voller Größe eingestellt hat.

Sinkende Konjunktur sollte aber gerade für die Jugend ein Alarmzeichen sein. Bei Konjukturschwäche sind es meist die Hilfskräfte, die als erste entlassen werden.

Ausbildung sichert Zukunft (Foto: Arbeitsagentur) Ausbildung sichert Zukunft (Foto: Arbeitsagentur)

Jugendliche sollten sich nicht darauf verlassen, es werden ja genügend Arbeitskräfte gesucht. Dieser Trugschluss könnte schnell nach hinten losgehen.
Nur Ausbildung sichert die Zukunft, war man sich in der Runde einig.

Karsten Froböse verwies auch darauf, dass ausgebildete Fachkräfte im Durchschnitt rund 600 Euro pro Monat haben, als Hilfskräfte.

Schwerpunkt der Diskussion war aber ein anderer Punkt. Wie bekommt man mehr ausgebildete Fachkräfte. Zur Zeit geht der Trend der Jugendlichen dahin unbedingt Abbitur und Studium zu machen, oder lieber gleich als Hilfskraft ans Geldverdienen gehen.

Es wird immer schwerer, so auch Frank Schneider genügend geeignete Auszubildende zu finden. Einig war man sich in der Runde, dass man die Schüler bereits in der Schule für handwerkliche Berufe begeistern muss. Als älterer Mensch warf kn in die Runde, der regelmäßige Unterrichtstag in der Produktion (kn war in einem Elekrobetrieb und lernte bereits mit kleinen Schaltkreisen und dem Lötkolben umzugehen) war zu DDR-Zeiten nicht das Schlechteste und auch die Erweiterte Oberschule mit Abitur und Schlosser- oder Elektroabschluss vor dem Studium war sicher nicht das Verkehrteste, wenn man es von der Ideologie bereinigt.

Wie man zusammen mit den Schulen mehr Perspektiven für die Handwerkerschaft auf die Reihe bringt ist auch unter Experten noch nicht ganz klar. Fakt ist aber, dass bereits viele Handwerker aufgegeben haben und noch nicht mal freie Lehrstellen melden, weil es eh keine Bewerber gibt.

Und auch auf ein weiteres Problem wies Froböse bereits hin, die Nachfolge von Unternehmern wird immer mehr zum Problem. Immer weniger wollen Verantwortung übernehmen und manche Unternehmensnachfolge, besonders im Handwerksbereich wird zum Problem.
Autor: khh

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