Meldung aus der Wirtschaftswelt
Noch keine touristische Erschließung gestattet
Dienstag, 21. Januar 2020, 11:32 Uhr
Von der Kalirückstandshalde in Sondershausen hat man einen herrlichen Blick ins Wippertal, auf Großfurra und bis nach Sondershausen. Aber der Besuch ist nur ein Mal im Jahr möglich...
Am gestrigen Nachmittag informierte sich Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag über die Pläne zur Gestaltung eines energieautarken Bergwerks hier am Standort Sondershausen.
Noch etliche Hürden auf dem Weg zum energieautarken Bergwerk
Eine ihrer Fragen bei der Befahrung der Rückstandshalde, wird die Halde auch bereits touristich genutzt?
Der Geschäftsführer der GSES, Johann-Christian Schmiereck, sagte hier klar und deutlich, auch wenn auf die Rückstandshalde kein Salz aus der Produktion mehr verbracht werden muss, ist die Kalihalde noch nicht für den Publikumsverkehr zugelassen, mit einer Ausnahme:
Zum Tag des Geotops
Ansturm auf die Kalirückstandshalde
jedes Jahr am dritten Sonntag im September (dieses Jahr 20.09.2020) ninnt die GSES an diesem Aktionstag teil und man kan die Rückstandshalde erwandern.
Auch wenn sich gerade auf dem Hochplateau schon ein kleiner Wald entwickelt, die Sanierung der Rückstandshalde ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Auch wenn man besonders aus Richtung Frauenberg schon viel Grün sieht, es müssen immer noch große Flächen abgedeckt werden. Ein besonderes Problem stellen die Flanken des Rückstandsberges da. Hier lässt sich natürlich das Abdeckmaterial nicht so leicht in der notwendigen Stärke aufbringen, wie auf ebener Fläche.
Damit die Bodenschicht nicht vom Regen weggespült werden kann, wird zuerst eine Rasenfläche angelegt, und erst später werden die Bäume gepflanzt, eine breiter Mix an Sorten, selbst Obstbäume sind dabei. Bereits 25.000 Bäume und Sträucher wurden auf der Halde gepflanzt.
Die Rückstandshalde bestehen zu ca. 75 % aus Salzen (besonders Steinsalz) und zu 25 % aus sulfatischen Mineralien. Wenn dieser Mix offen liegt, werden die Salze vom Regenwasser ausgewaschen und gelangen entweder ins Grundwasser oder landet in der Wipper.
Deshalb ist die Begrünung der Rückstandshalde eine wichtige Maßnahme des Umweltschutzes, so die GSES. Im wesentlichen werde zwei Schichten auf die Halde aufgetragen.
Die erste Schicht dient der geomechanischen Stabilisierung des Haldenkörpers, der Formgebung und der Einpassung in das Landschaftsbild. Solches Material ist zum Beispiel unbelasteter Bauschutt. Weil es nach Bergrecht und Umweltrecht hohe Auflagen gibt, ist geeignetes mineralisches Material rar. Die Stärke der Schicht beträgt fast 20 Meter.
Darauf kommt dann die eigentliche Rekultivierungsschicht, die dann auch den Wasserhaushalt regelt und in der die Wurzeln natürlich Halt und Nahrung finden.
Auch bei dieser Schicht ist es nicht leicht Material zu finden. Unverständlicher Weise sind bei der Ausbringung der Materialien die Auflage höher als in der Landwirtschaft, obwohl wir hier nichts Anbauen werden, das in irgendeiner Form in den Handel kommen soll. Hier liegt nur der Schwerpunkt in der Bindung von Regenwasser, damit es nicht bis zum Salz vordringen kann, so Schmiereck. Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Göring-Eckardt.
Solange nach an der Halde gearbeitet wird, gibt es laut bestehendem Bergrecht keine Möglichkeit, die Halde für den regelmäßigen Besucherverkehr frei zu geben, mit wenigen Ausnahmen wie beim Tag des Geotop.
Nicht stören lassen sich die Tiere. Trotz bestehender Bauzäune haben Rehe und Wildschweine das Terrain erobert, wie man auf dem Bild sieht (leider brach bereits die Dämmerung ein und die Bildqualität ist nicht sehr gut).
Zum Problem werden langsam die Wildschweine, die bereits größere Flächen "umgegraben" haben, so Schmiereck. Schon so mancher frisch gepflanzter Baum wurde ausgegraben. Es ist auf der Halde sogar schon ein Jagdrevier eingerichtet worden.
Noch problematischer ist die Plage mit den Wühlmäusen, so Schmiereck weiter. Die fressen die Wurzeln der frisch gepflanzten Bäume und Sträucher in Größenordnungen ab. Deswegen wurden schon etlich Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt, aber so richtig konnten die Vögel die Wühlmäuse nicht bekämpfen.
Wer Interesse an einem Besuch der Rückstandshalde hat, sollte sich schon mal den 20.09.2020 vormerken, dann gibt es mehr Informationen und man kann sich vor Ort die Sache anschauen.
Autor: khhAm gestrigen Nachmittag informierte sich Katrin Göring-Eckardt, Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Bundestag über die Pläne zur Gestaltung eines energieautarken Bergwerks hier am Standort Sondershausen.
Noch etliche Hürden auf dem Weg zum energieautarken Bergwerk
Eine ihrer Fragen bei der Befahrung der Rückstandshalde, wird die Halde auch bereits touristich genutzt?
Der Geschäftsführer der GSES, Johann-Christian Schmiereck, sagte hier klar und deutlich, auch wenn auf die Rückstandshalde kein Salz aus der Produktion mehr verbracht werden muss, ist die Kalihalde noch nicht für den Publikumsverkehr zugelassen, mit einer Ausnahme:
Zum Tag des Geotops
Ansturm auf die Kalirückstandshalde
jedes Jahr am dritten Sonntag im September (dieses Jahr 20.09.2020) ninnt die GSES an diesem Aktionstag teil und man kan die Rückstandshalde erwandern.
Auch wenn sich gerade auf dem Hochplateau schon ein kleiner Wald entwickelt, die Sanierung der Rückstandshalde ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Auch wenn man besonders aus Richtung Frauenberg schon viel Grün sieht, es müssen immer noch große Flächen abgedeckt werden. Ein besonderes Problem stellen die Flanken des Rückstandsberges da. Hier lässt sich natürlich das Abdeckmaterial nicht so leicht in der notwendigen Stärke aufbringen, wie auf ebener Fläche.
Damit die Bodenschicht nicht vom Regen weggespült werden kann, wird zuerst eine Rasenfläche angelegt, und erst später werden die Bäume gepflanzt, eine breiter Mix an Sorten, selbst Obstbäume sind dabei. Bereits 25.000 Bäume und Sträucher wurden auf der Halde gepflanzt.
Die Rückstandshalde bestehen zu ca. 75 % aus Salzen (besonders Steinsalz) und zu 25 % aus sulfatischen Mineralien. Wenn dieser Mix offen liegt, werden die Salze vom Regenwasser ausgewaschen und gelangen entweder ins Grundwasser oder landet in der Wipper.
Deshalb ist die Begrünung der Rückstandshalde eine wichtige Maßnahme des Umweltschutzes, so die GSES. Im wesentlichen werde zwei Schichten auf die Halde aufgetragen.
Die erste Schicht dient der geomechanischen Stabilisierung des Haldenkörpers, der Formgebung und der Einpassung in das Landschaftsbild. Solches Material ist zum Beispiel unbelasteter Bauschutt. Weil es nach Bergrecht und Umweltrecht hohe Auflagen gibt, ist geeignetes mineralisches Material rar. Die Stärke der Schicht beträgt fast 20 Meter.
Darauf kommt dann die eigentliche Rekultivierungsschicht, die dann auch den Wasserhaushalt regelt und in der die Wurzeln natürlich Halt und Nahrung finden.
Auch bei dieser Schicht ist es nicht leicht Material zu finden. Unverständlicher Weise sind bei der Ausbringung der Materialien die Auflage höher als in der Landwirtschaft, obwohl wir hier nichts Anbauen werden, das in irgendeiner Form in den Handel kommen soll. Hier liegt nur der Schwerpunkt in der Bindung von Regenwasser, damit es nicht bis zum Salz vordringen kann, so Schmiereck. Ein Wink mit dem Zaunpfahl in Richtung Göring-Eckardt.
Solange nach an der Halde gearbeitet wird, gibt es laut bestehendem Bergrecht keine Möglichkeit, die Halde für den regelmäßigen Besucherverkehr frei zu geben, mit wenigen Ausnahmen wie beim Tag des Geotop.
Nicht stören lassen sich die Tiere. Trotz bestehender Bauzäune haben Rehe und Wildschweine das Terrain erobert, wie man auf dem Bild sieht (leider brach bereits die Dämmerung ein und die Bildqualität ist nicht sehr gut).
Zum Problem werden langsam die Wildschweine, die bereits größere Flächen "umgegraben" haben, so Schmiereck. Schon so mancher frisch gepflanzter Baum wurde ausgegraben. Es ist auf der Halde sogar schon ein Jagdrevier eingerichtet worden.
Noch problematischer ist die Plage mit den Wühlmäusen, so Schmiereck weiter. Die fressen die Wurzeln der frisch gepflanzten Bäume und Sträucher in Größenordnungen ab. Deswegen wurden schon etlich Sitzstangen für Greifvögel aufgestellt, aber so richtig konnten die Vögel die Wühlmäuse nicht bekämpfen.
Wer Interesse an einem Besuch der Rückstandshalde hat, sollte sich schon mal den 20.09.2020 vormerken, dann gibt es mehr Informationen und man kann sich vor Ort die Sache anschauen.









