Politschacher peinlich
Montag, 21. September 2009, 09:41 Uhr
Die Thüringer "Spitzen- Politiker wissen anscheinend nicht, wie viel Porzellan so kurz vor der Bundestagswahl zerschlagen wird. Wie sollen besonders junge Leute motiviert werden zur Wahl zu gehen, wenn vor ihren Augen so ein Hauen und Stechen abläuft?...
Die Wähler werden aufgefordert auf ihr politisches Recht nicht zu verzichten und sollen die politische Richtung bestimmen. Bestimmen sie die wirklich noch. Im Vorfeld der Thüringenwahl hatte keine der angetretenen Parteien auch nur in etwa angedeutet, dass der Ministerpräsident vielleicht noch nicht mal aus den eigenen Reihen kommen könnte. Nichts gegen Politiker aus anderen Bundesländern, aber hat das der Wähler gewollt?
Vor kurzem lief ja noch die Umfrage "Ministerpräsidenten lieber direkt wählen?" So ein klares Abstimmungsergebnis hatte es lange nicht gegeben: Ja, wir wollen den Ministerpräsidenten direkt wählen: 79.7%
Nur 17.7% stimmten mit einem Nein. Die unentschlossenen fallen mit 2.6% nicht ins Gewicht. Die Umfrage lief vom 01. September 2009 bis 08. September 2009. Es wurden 690 Stimmen abgegeben. Die wenigen Gegner werden jetzt sagen, das ist ja alles nicht repräsentativ. Sicher haben sie damit nicht unrecht, aber ein Fingerzeig ist es alle mal. Traurig aber ist, so äußerte es ein Leser dieser Zeitung im direkten Gespräch, dass sich nicht ein Politker mal geäußert hat, warum es eigentlich nicht zu so einer Direktwahl kommen sollte?
Und was sagt der Volksmund? Beim Familientag am Samstag kam der Vorschlag, Horst Schlämmer zu holen. Ist sicher keine schlechte Wahl, aber kn meint, ein Dompteur wäre besser, der die Parteien mal zur Räson bringt.
Um wieder ernsthaft zu werden, beim Familientag traf kn auch das neugewählte Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD). Zur aktuellen Situation in Thüringen befragt, sagte sie: "Eigentlich sollten die Parteigespräche erst über inhaltliche Thema erfolgen und erst zum Schluss sollten die Personalfragen geklärt werden." Aber einige Politiker hätten sich nicht daran gehalten, ohne Namen genannt zu haben.
Wenn mich einer fragen würde, ich würde folgendes vorschlagen. Eine Woche vor der Bundestagswahl sollten sich die Thüringer Politiker freiwillig einen Maulkorb verpassen, und zu allen Themen der Regierungsbildung in Thüringen die Klappe halten und nur im stillen Kämmerlein verhandeln. Erst dann sollten sie wieder an die Öffentlichkeit gehen, wenn wirklich ein Ergebnis präsentiert werden kann. So würde man vielleicht etwas weniger Porzellan zerschlagen und nicht noch die letzten Wähler vergraulen.
Es war ja zum Beispiel deutlich zu merken, dass die Jugendlichen am Freitag im JUST nicht mal mehr zu ihren ureigensten Themen ("Lebensfaktor Arbeit- Jugendlichen Chancen bieten und fördern") mehr was wissen wollten, kn berichtete (Bericht 1 Podiumsdiskussion), denn nicht ein Jugendlicher war gekommen. Wenn man sich dann noch Sand in die Augen streut und diese Veranstaltung als super gelungen bezeichnet (sicher haben die Politiker untereinander schön diskutiert, soll nicht bestritten werden), dann verschließt man vor vielen Problemen die Augen. Ich hoffe den Politikern geht da langsam ein Licht auf.
Aber zum Glück fragt mich keiner, so brauche ich nur die Peinlichkeiten zu kommentieren, soweit sie auch den Kyffhäuserkreis betreffen.
Karl-Heinz Herrmann
Autor: khhDie Wähler werden aufgefordert auf ihr politisches Recht nicht zu verzichten und sollen die politische Richtung bestimmen. Bestimmen sie die wirklich noch. Im Vorfeld der Thüringenwahl hatte keine der angetretenen Parteien auch nur in etwa angedeutet, dass der Ministerpräsident vielleicht noch nicht mal aus den eigenen Reihen kommen könnte. Nichts gegen Politiker aus anderen Bundesländern, aber hat das der Wähler gewollt?
Vor kurzem lief ja noch die Umfrage "Ministerpräsidenten lieber direkt wählen?" So ein klares Abstimmungsergebnis hatte es lange nicht gegeben: Ja, wir wollen den Ministerpräsidenten direkt wählen: 79.7%
Nur 17.7% stimmten mit einem Nein. Die unentschlossenen fallen mit 2.6% nicht ins Gewicht. Die Umfrage lief vom 01. September 2009 bis 08. September 2009. Es wurden 690 Stimmen abgegeben. Die wenigen Gegner werden jetzt sagen, das ist ja alles nicht repräsentativ. Sicher haben sie damit nicht unrecht, aber ein Fingerzeig ist es alle mal. Traurig aber ist, so äußerte es ein Leser dieser Zeitung im direkten Gespräch, dass sich nicht ein Politker mal geäußert hat, warum es eigentlich nicht zu so einer Direktwahl kommen sollte?
Und was sagt der Volksmund? Beim Familientag am Samstag kam der Vorschlag, Horst Schlämmer zu holen. Ist sicher keine schlechte Wahl, aber kn meint, ein Dompteur wäre besser, der die Parteien mal zur Räson bringt.
Um wieder ernsthaft zu werden, beim Familientag traf kn auch das neugewählte Landtagsmitglied Dorothea Marx (SPD). Zur aktuellen Situation in Thüringen befragt, sagte sie: "Eigentlich sollten die Parteigespräche erst über inhaltliche Thema erfolgen und erst zum Schluss sollten die Personalfragen geklärt werden." Aber einige Politiker hätten sich nicht daran gehalten, ohne Namen genannt zu haben.
Wenn mich einer fragen würde, ich würde folgendes vorschlagen. Eine Woche vor der Bundestagswahl sollten sich die Thüringer Politiker freiwillig einen Maulkorb verpassen, und zu allen Themen der Regierungsbildung in Thüringen die Klappe halten und nur im stillen Kämmerlein verhandeln. Erst dann sollten sie wieder an die Öffentlichkeit gehen, wenn wirklich ein Ergebnis präsentiert werden kann. So würde man vielleicht etwas weniger Porzellan zerschlagen und nicht noch die letzten Wähler vergraulen.
Es war ja zum Beispiel deutlich zu merken, dass die Jugendlichen am Freitag im JUST nicht mal mehr zu ihren ureigensten Themen ("Lebensfaktor Arbeit- Jugendlichen Chancen bieten und fördern") mehr was wissen wollten, kn berichtete (Bericht 1 Podiumsdiskussion), denn nicht ein Jugendlicher war gekommen. Wenn man sich dann noch Sand in die Augen streut und diese Veranstaltung als super gelungen bezeichnet (sicher haben die Politiker untereinander schön diskutiert, soll nicht bestritten werden), dann verschließt man vor vielen Problemen die Augen. Ich hoffe den Politikern geht da langsam ein Licht auf.
Aber zum Glück fragt mich keiner, so brauche ich nur die Peinlichkeiten zu kommentieren, soweit sie auch den Kyffhäuserkreis betreffen.
Karl-Heinz Herrmann
