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kn-Forum: Von nichts kommt nichts

Dienstag, 03. Mai 2011, 01:58 Uhr
Heimatverein Treffurt erschließt Aussichtspunkte. Minister Carius unterstützt Errichtung von Bänken an den Wanderwegen. Warum diese heute Meldung aus der Landeshauptstadt so interessant, und warum das eigentlich ein Wink mit dem Zaunpfahl ist? Hier erfahren Sie es...

„Ich unterstütze gern die Arbeit der Mitglieder des Heimatvereins. Mit den ausgeschilderten Rundwegen werden nicht nur die schönsten Aussichtspunkte rund um die Fachwerkstadt Treffurt erschlossen, sie gewähren auch einen Einblick in die Geschichte des Ortes und der ihn umgebenden Natur“, sagte heute in Treffurt der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bei der Übergabe eines Lottomittelbescheides an den Vorsitzenden des Heimatvereins, Wolfgang Gerats. „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass gerade in Zeiten des demografischen Wandels vieles nur durch die Initiative von Ehrenamtlichen erreicht werden kann“, lobte Carius die Arbeit und informierte sich bei einem Rundgang über die Entwicklung der Stadt.

Der Heimatverein Treffurt hat über 100 Holzschilder angefertigt und mit diesen Rundwanderwege entlang der Werra und rund um Treffurt ausgeschildert. An den schönsten Aussichtspunkten wurden bislang Rastplätze mit zehn Bänken eingerichtet. Die heute überreichten Lottomittel in Höhe von 1.000 Euro bezuschussen die Anschaffung von acht weiteren Bänken. Der Verein will diese unter anderem entlang des Werraufers und an der Skateranlage aufstellen.


Soweit die Meldung. In Sondershausen gibt es eine ganze Reihe Wege, die noch viele Informationstafel und Bänke vertragen könnte. Vielleicht findet sich einer unserer Heimatvereine, der bei Minister Carius auf der Matte steht. Hier sei besonders an den Steinberg-Rundweg in Sondershausen gedacht, Vergessene Steine. Ohne Hinweistafeln sind die vielen Grenzsteine für den Wanderer kaum zu verstehen. Das ist Heimatgeschichte pur.

Oder denkt man an den Frauenberg-Rundweg, an dem liegen die bedeutendsten Grabungsstätten Thüringens. Zwar werden auf die Gipfel jetzt Maßnahmen ergriffen (Infopunkt usw.) aber dieser Wanderweg bietet neben tollen Aussichtpunkten wesentlich mehr. Man kommt in der Nähe der Ausgrabungen Bebra vorbei (kein Hinweisschild), es gibt ein geologisches Denkmal, historische Wallanlagen, Eiches Ruh, Steinkreuze und einen der bedeutendsten Buchenbestände Deutschlands mit einem "Indian Summer", den sie wegen fehlender Bänken nur halb genießen können ( Zeitpunkt nicht verpassen).

Vielleicht findet sich der eine oder andere Heimat- und Geschichtverein, Wanderverein usw. der sich dieses Themas annehmen könnte. Wir müssen unsere Heimat schon versuchen selbst zu gestalten. Man kann sich nicht nur darauf verlassen nach dem Motto, Stadt Sondershausen mach mal was. Die Stadt oder Einzelpersonen können keine Lottomittel beantragen, Vereine aber sehr wohl.
Karl-Heinz Herrmann
Ortswegewart Wandern und Radwandern
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Autor: khh

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