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Do, 11:38 Uhr
29.09.2011

Erneut nach unten

Die offiziellen Zahlen vom Nordthüringer Arbeitsmarkt stimmt wieder einmal recht zuversichtlich. Der Markt scheint sich immer mehr drehen: Die Unternehmen suchen nicht nur Fachkräfte, sie suchen schlicht und ergreifend Personal. Hier die Daten und Details aus dem Nordhäuser Arbeitsamt...

Arbeitslosenquote September 2011 (Foto: wirsinds) Arbeitslosenquote September 2011 (Foto: wirsinds)

„Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften durch die Unternehmen ist nach wie vor hoch“, beschreibt Karsten Froböse, Vorsitzender der Nordhäuser Arbeitsagentur, die aktuelle Situation. „Wir haben im Kyffhäuserkreis seit Jahresbeginn 18 Prozent mehr Stellen.“ Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, sank im September um 0,7 Prozentpunkte zum Vormonat auf 12,1 Prozent. Durch die geringe Zahl der sogenannten 1-Euro-Jobs ist die Arbeitslosenquote gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent gestiegen.

Trotz einer rückläufigen Zahl von Förderungen ging die Jugendarbeitslosigkeit im September deutlich zurück. 324 Jugendliche waren Ende des Monats arbeitslos gemeldet, 24 Prozent weniger als vor vier Wochen und 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 7,8 Prozent.

Die Jugendlichen profitierten von der stabilen wirtschaftlichen Entwicklung. Ausgebildete Jugendliche mit aktuellen Fachkenntnissen haben gute Voraussetzungen für einen schnellen Einstieg in das Berufsleben. Perspektiven bietet verstärkt die Metall-, und Elektrobranche in Industrie und Handwerk.

Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im September um rund 280 auf 5.044 Personen. Gegenüber dem Vorjahr sind das 73 Arbeitslose mehr.

Neben dem leichten Anstieg der Arbeitslosenzahl zum Vorjahr ist die Zahl der Menschen, die durch die Arbeitsförderung unterstützt werden, deutlich rückläufig.
Im letzten Monat erhielten im Kyffhäuserkreis rund 1.700 Männer und Frauen Unterstützung bei Selbständigkeit und beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt und im Rahmen beruflicher Weiterbildung, das sind 1.000 weniger als vor zwölf Monaten.

Knapp 1.460 versicherungspflichtige Arbeitsangebote wurden von den Unternehmen im Kyffhäuserkreis seit Jahresbeginn gemeldet, rund 18 Prozent mehr als im Vorjahr. 36 Prozent der Stellen sind in den Fertigungsberufen angesiedelt, 37 Prozent sind dem Dienstleistungssektor zuzuordnen.

Frauen erkennen immer mehr ihre beruflichen Chancen in der Region. Berufe, die bislang noch nicht so sehr im Blick waren, gewinnen zunehmend an Bedeutung, wenn es um den Fachkräftebedarf der hiesigen Unternehmen geht.

„Die Nachfrage nach qualifiziertem Personal hat noch einmal angezogen“, bestätigt der Agenturchef. Der Bestand an freien Stellen in einzelnen Bereichen zeige den Konjunkturverlauf, aber auch, dass das Thema Fachkräftesicherung beherrschend bleibt. In diesem Zusammenhang verwies Froböse auf die guten Beschäftigungsmöglichkeiten, die sich derzeit für Frauen in den verarbeitenden Bereichen, insbesondere der Metallindustrie bieten.

Neben den Metall- und Elektroberufen gibt es in der Region gute Arbeitsmarktchancen in den Gesundheitsberufen und der Verkehrsbranche. Berufsaktionstage sollen unterstützen, berufliche Perspektiven hautnah und praxisbezogen aufzuzeigen.
Noch in dieser Woche, nämlich am 1. Oktober gibt es erstmals den Aktionstag für Verkehrsberufe. Auf dem Autodrom in Nordhausen werden in der Zeit von 10 bis 16 Uhr Berufschancen in Transport- und Logistikunternehmen präsentiert. Neben den eigentlichen Informationen erwartet an diesem Tag die Besucher jede Menge Fahrspaß und Technik zum Anfassen.

Der regionale Überblick

Landkreis Nordhausen
Die Arbeitslosigkeit hat sich von August auf September um 206 auf 4.362 Personen verringert. Das waren 259 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 9,7%; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,1%. Dabei meldeten sich 863 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 294 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.061 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-445).

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 9.736 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.973 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 9.832 Abmeldungen von Arbeitslosen (-2.826). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im September um 42 Stellen auf 332 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 110 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im September 185 neue Arbeitsstellen, 21 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar
gingen 1.647 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 228.

Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit hat sich von August auf September um 278 auf 5.044 Personen verringert. Das waren 73 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 12,1%; vor einem Jahr belief sie sich auf 11,7%. Dabei meldeten sich 951 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 65 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.225 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-204). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 10.030 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 1.823 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 10.392 Abmeldungen von Arbeitslosen (-2.705).

Der Bestand an Arbeitsstellen ist im September um 6 Stellen auf 307 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im September 153 neue Arbeitsstellen, 25 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.457 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 224.
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
29.09.2011, 12:15 Uhr
...ja wo bleiben sie denn ?
...all die Kommentatoren, die jetzt (wie jeden Monat) darauf hinweisen müssen, dass diese Zahlen sowieso nicht stimmen und unsere Politiker das Volk damit nur verdummen wollen...?

Ich freue mich über die positive Tendenz, habe allerdings meine Bedenken, wie nachhaltig das ist. Schließlich haben wir im Landkreis keine neue Ansiedlung von Industrie erlebt. Wahrscheinlich kommt die Quote auch wegen der demographischen Entwicklung und der Abwanderung zurück.
Harzer_Wolf
29.09.2011, 13:48 Uhr
Ich freue mich immer wieder
wie man mit Taschenspielertricks die Arbeitslosigkeit als Werbemittel für die abgewirtschaftete Regierung nutzt. Auch, und vor allem für @ Nussbaum mal folgende Zahlen ( Quelle BA selbst ):

Im August erhielten 5.501.000 erwerbsfähige Menschen

Lohnersatzleistungen nach dem SGB III oder

Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem SGB II


Im Monat August befanden sich *1,34 Millionen Personen in einer von Bund oder Bundesagentur für Arbeit geförderten arbeitsmarktpolitischen Maßnahme.


Aufschwung? Taschenspielertricks!
Herr Taft
29.09.2011, 14:16 Uhr
sorry nnz...ich kann nicht anders
...da hab ich doch drauf gewartet, liebster harzer isegrim. bitte lesen sie die diesbezüglichen debatten der letzten monate in dieser zeitung.

*grins*
Sissi
29.09.2011, 20:06 Uhr
Alles
nur Lügenmärchen.
Harzer_Wolf
30.09.2011, 08:11 Uhr
Seriöse Nachrichten
7.00 Uhr
ZDF
Heute - Nachrichten :

Der Stellenabbau beim weltweit größten Reiseveranstalter TUI fällt noch drastischer aus als befürchtet: Jeder fünfte Arbeitsplatz in Deutschland wird gestrichen. Betroffen sind nach Angaben des Unternehmens rund 400 der 2100 Stellen bei der TUI Deutschland und etwa 150 der 650 Stellen bei der TUI Vertriebs-und Service-Tochter.

Handygigant Nokia baut 3500 Stellen ab.

Oder diese Woche nachzulesen:

Allein aufgrund der demografischen Entwicklung müssten in den kommenden Jahren rund 4000 Stellen wegfallen, sagte Finanzministerin Marion Walsmann (CDU) am Dienstag in Erfurt.

Trotz mindestens 2 Milliarden Euro Konzernüberschuss in diesem Jahr: Allein in Deutschland sind mindestens 6000 Arbeitsplätze bei Eon bedroht. Die Ungewissheit der Beschäftigten wird noch viele Wochen andauern.

Interessant! Wer den Zahlen von Frau von der Laien glaubt, hat auch Honeckers 99 % Wahlergebnis geglaubt. Ich würde speziell @ Nussbaum mal empfehlen mit offenen Augen durch das Land zu gehen. Oder sitzt @ Nussbaum beim Jobcenter(Arge) und muss die Zahlen verteidigen. Dann wären seine Aussagen wenigstens verständlich. Und ansonsten gilt: Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!
NDHler
30.09.2011, 09:49 Uhr
O.K. ich mache doch mit,
und habe auch seriöse Nachrichten gefunden. Ich gehe auch mit offenen Augen durchs Land schaue dabei aber nicht immer nur in eine Richtung!
Also los geht`s:

„Daimler will mehr als 10.000 Neueinstellungen vornehmen
24.02.2011 Der Daimler-Konzern will im laufenden Jahr weltweit 10.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Rund 40 Prozent der Neueinstellungen wolle man in Deutschland tätigen, teilen die Stuttgarter am Donnerstag mit.“

„VW übernimmt 400 Leiharbeiter in die Stammbelegschaft
15.09.2010 11:18 Uhr

Langfristig gute Auftragslage: Der Autokonzern Volkswagen übernimmt 400 Leiharbeiter in den Werken Wolfsburg und Kassel in die Stammbelegschaft. Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sieht darin in gutes Zeichen: "Wir haben langfristig mehr Arbeit als mit der aktuellen Belegschaft abzudecken ist."

Und dann habe ich noch das hier aus der FAZ, alles geplante Neueinstellungen:
Telekom 9000
ZF Friedrichshafen 1900
Audi 1700
BMW 1300
VW 1200
KPMG 1000
Fraport 600
Usw. …. Also lieber Wolf, immer beide Seiten beleuchten und nicht beim „mit offenen Augen durchs Land gehen“ eines davon zuhalten!
Harzer_Wolf
30.09.2011, 11:04 Uhr
Beide Seiten
Richtig. Da bin ich dafür beide Seiten zu sehen. Wenn die Regierung ihre Erfolgsmeldungen bringt, beleuchtet Sie nämlich nur die eine, ihre Seite. Alles andere (auch das wir 7000000 Menschen haben, die mit staatlicher Hilfe leben oder aufstocken).

Ich frage mich allerdings gerade, was eine Meldung vom Februar (ihr Kommentar) mit den aktuellen Zahlen zu tun hat? Ich schreibe doch auch keine Zahlen von vorgestern rein? Aber jeder holt sich seine Argumente dann , wenn er Sie braucht!

PS: Die geplanten Neueinstellungen bei Daimler beziehen sich in der Mehrheit nicht auf Deutschland. Und schlimm genug das VW erstmal Leiharbeiter mit Billiglohn abgespeist hat, obwohl diese Leute die gleiche Arbeit gemacht haben wie die Stammbelegschaft. Man sollte ein Abzocken der Menschen nicht noch positiv darstellen.

Leiharbeit ist Betrug am Menschen. Nur das dies die Leute nicht verstehen, bevor es sie selbst einmal trifft. Oder würden Sie gern für 900 Euro im Monat die gleiche Arbeit machen wie Ihr Kollege am gleichen Band, nur das der 1700 Euro bekommt?

Übrigens kann man die ganze Diskussion auf eine einzige Frage reduzieren. Glauben wir mal die nur noch 2800000 Arbeitslosen. Unterstellen wir mal der Regierung und den Jobcenter, das Sie richtig rechnen und die Zahlen nicht tricksen.

Wieso leben dann über 7000000 Menschen von Hartz4 ? Was ist mit den 4200000 die dann ja angeblich in Arbeit sein müssen. Wieso verdienen die unter dem Existenzminimum? Übrigens 7 Millionen, d.h. jeder zehnte Bürger der BRD erhält voll oder aufstockend Hartz 4. Und jetzt ziehen Sie mal noch die Kinder und Rentner ab.
Herr Taft
30.09.2011, 13:24 Uhr
liebstes Harzer-Wölfchen
...tatsächlich ist es so, dass eben nicht jeder, der in Deutschland lebt die Qualifikation hat, die er braucht um ein hohes Einkommen zu erzielen. Die Ursachen dafür liegen häufig genug in den Betroffenen selbst. Sie haben offenbar die Diskussionen der letzten Monate verdrängt - also erkläre ich es Ihnen nochmal. Es geht nicht um Arbeitslose, sondern um Erwerbs- (bzw. Beschäftigungs-)lose. Der Unterschied liegt darin, dass es tatsächlich mehr Menschen gibt, die keine Arbeit, aber sehr wohl ein Einkommen in irgendeiner Form haben - auch eine Fortbildung ist in diesem Sinne eine einkommensfördernde Beschäftigung. Die Zahlen dienen letztlich der Vergleichbarkeit im europäischen und globalen Maßstab. Es geht darum die Menschen herauszufiltern, die - aus welchen Gründen auch immer - absolut und vollkommen ohne jede Beschäftigung sind. Die darüber hinaus ermittelten Zahlen (Aufstocker, Umschüler, etc. ...) werden genauso vom statistischen Bundesamt veröffentlicht. Sie definieren offenbar Arbeitslosigkeit anders, als die Behörde - aus dem genannten Grund.

Die Themen Leiharbeit und Aufstockung stehen auf einem anderen Blatt. Moralisch kann man das überzogen als Ausbeuterei oder Sklavenhaltung verurteilen - trotzdem ermöglicht es den Menschen ihren Lebensstandard (wenn auch geringfügig) über den eines reinen Leistungsbeziehers zu heben.

Nein, ich arbeite nicht auf der Arge oder in sonst einer staatlichen Einrichtung - ich beschäftige mich nur ein wenig mit den Dingen und habe vielleicht eine etwas globalere Sicht als der mitteldeutsche Isegrimm...
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