Di, 11:24 Uhr
03.01.2012
Niedrigster Dezember
Nach dem wir Ihnen bereits einen Überblick über den Arbeitsmarkt des vergangenen Jahres "verschafft" hatten, wollen wir an dieser Stelle den Dezember ein wenig näher beleuchten. Hier ging die Quote wieder nach oben...
Mit dem niedrigsten Dezember Stand seit 20 Jahren geht das Jahr 2011 auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen zu Ende. Die Zahl der Arbeitslosen ist erwartungsgemäß höher als vor einem Monat. Der Anstieg fiel aber erfreulicherweise geringer aus, als vor einem Jahr, erläutert Karsten Froböse Vorsitzender der Nordhäuser Arbeitsagentur die Situation.
Ursächlich sei neben dem vergleichsweise milden Winter vor allem die Tatsache, dass Unternehmer an ihren Fachkräften festhalten.
In den Landkreisen Nordhausen, Eichsfeld und im Kyffhäuserkreis waren insgesamt 13.189 Menschen ohne Arbeit, 733 (+ 5,9 %) mehr als im Vormonat aber über 1.000 (- 7,2%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,2 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Der Arbeitsmarkt hat 2011 von einer stabilen Konjunktur profitiert. Die Arbeitslosigkeit ging im Jahresdurchschnitt um gut 9 Prozent zurück. Deutlich wird, dass der Anteil älterer Arbeitnehmer in den Betrieben wächst , analysierte Karsten Froböse die Entwicklung des vorangegangenen Jahres.
Mit Blick auf die kommenden Jahre meint der Agenturchef: Es steht aber ein Generationswechsel in den Unternehmen an. Wir müssen gemeinsam vorausschauend handeln. Wir brauchen Menschen, die die Aufgaben übernehmen. Die größten Chancen sehe er in Logistik, Metall, Elektro und in Pflege – und Gesundheitsbereichen.
Durch die intensive Betreuung, insbesondere während der Kündigungsphase, ist es in Nordthüringen gelungen, die Jugendarbeitslosigkeit im letzten Jahr weiter zu reduzieren. So konnte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen unter 25 Jahren im Jahresdurchschnitt um knapp 22 Prozent von 1.525 im Jahr 2010 auf 1.192 im Jahr 2011 gesenkt werden.
Die Arbeitslosenquote betrug im Durchschnitt 7,3 Prozent, 1,4 Prozentpunkte weniger als 2010. Den jungen Leuten hilft die stabile Nachfrage der Unternehmen beim Berufseinstieg.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug zum Jahresende 9,2 Prozent und liegt damit um 0,6 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Der Landkreis Eichsfeld verzeichnete eine Quote von 6,2, der Kyffhäuserkreis von 12,8 und der Landkreis Nordhausen von 9,5 Prozent.
Seit einigen Jahren veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Arbeitslose und Personen mit Förderungen ergeben zusammen die Zahl der Unterbeschäftigten. Mit der sinkenden Zahl von Arbeitslosen ging auch die Zahl der Förderungen zurück. Durchschnittlich 5.200 Personen erhielten 2011 Unterstützung bei Selbständigkeit, beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt, im Rahmen beruflicher Weiterbildung oder nahmen Vorruhestandsregelungen in Anspruch.
Die finanziellen Einschnitte bei der Arbeitsförderung, insbesondere in den Jobcentern, waren allerdings deutlich spürbar. Die Förderung fiel um 30 Prozent geringer aus, als im Jahr 2010. Die Zahl der so genannten 1-€ Jobs ging im letzten Jahr mit 1.300 um fast die Hälfte zurück. Ende Dezember umfasste die Unterbeschäftigung 18.094, das sind 3.200 Personen (-15,1%) weniger als im Dezember 2010.
In diesem Jahr wurden der Arbeitsagentur aus der Wirtschaft insgesamt fast 6.500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 700 (12,1 %) mehr als noch vor einem Jahr. Besonders gefragt: Fachkräfte im Metallbereich (+21,2%), Elektriker (+18,5%), Schlosser und Mechaniker (+19,4%). In den Verkehrsberufen, insbesondere bei den Kraftfahrern, ging die Nachfrage ebenfalls (+5,6%) nach oben. Der Fachkräftebedarf war 2011 deutlich spürbar, so der Agenturchef.
In den vergangenen Jahren habe der Anteil der älteren Beschäftigten zu genommen. Mit Blick auf die kommenden Jahre unterstrich er: Wir haben hier gemeinsam noch einen Weg vor uns. Auch der Verwaltungsausschuss der Nordhäuser Arbeitsagentur nahm sich in seiner Sitzung vor Weihnachten ganz besonders diesem Thema an. In einer gemeinsamen Resolution zur Verbesserung der Situation Älterer am Arbeitsmarkt in Nordthüringen sprach man sich für ein grundlegendes Umdenken hinsichtlich der Beschäftigungsquote aus. Es sei nicht länger hinnehmbar, auf die Ressourcen Älterer in Produktion und Dienstleistung zu verzichten.
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 135 auf 4.295 Personen gestiegen. Das waren 162 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 9,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,8%. Dabei meldeten sich 929 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 184 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 797 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+35). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 12.366 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.580 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 12.523 Abmeldungen von Arbeitslosen (-3.539).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 14 Stellen auf 283 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 76 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Dezember 144 neue Arbeitsstellen, 11 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2.124 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 256.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 390 auf 5.314 Personen gestiegen. Das waren 110 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 12,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,7%. Dabei meldeten sich 1.145 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 203 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 759 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-214). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 13.080 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.472 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 13.175 Abmeldungen von Arbeitslosen (-3.166). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 28 Stellen auf 265 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Arbeitsstellen mehr.
Arbeitgeber meldeten im Dezember 107 neue Arbeitsstellen, 10 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.822 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 221.
Autor: nnzMit dem niedrigsten Dezember Stand seit 20 Jahren geht das Jahr 2011 auf dem Arbeitsmarkt in Nordthüringen zu Ende. Die Zahl der Arbeitslosen ist erwartungsgemäß höher als vor einem Monat. Der Anstieg fiel aber erfreulicherweise geringer aus, als vor einem Jahr, erläutert Karsten Froböse Vorsitzender der Nordhäuser Arbeitsagentur die Situation.
Ursächlich sei neben dem vergleichsweise milden Winter vor allem die Tatsache, dass Unternehmer an ihren Fachkräften festhalten.
In den Landkreisen Nordhausen, Eichsfeld und im Kyffhäuserkreis waren insgesamt 13.189 Menschen ohne Arbeit, 733 (+ 5,9 %) mehr als im Vormonat aber über 1.000 (- 7,2%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,2 Prozent und damit um 0,6 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.
Der Arbeitsmarkt hat 2011 von einer stabilen Konjunktur profitiert. Die Arbeitslosigkeit ging im Jahresdurchschnitt um gut 9 Prozent zurück. Deutlich wird, dass der Anteil älterer Arbeitnehmer in den Betrieben wächst , analysierte Karsten Froböse die Entwicklung des vorangegangenen Jahres.
Mit Blick auf die kommenden Jahre meint der Agenturchef: Es steht aber ein Generationswechsel in den Unternehmen an. Wir müssen gemeinsam vorausschauend handeln. Wir brauchen Menschen, die die Aufgaben übernehmen. Die größten Chancen sehe er in Logistik, Metall, Elektro und in Pflege – und Gesundheitsbereichen.
Durch die intensive Betreuung, insbesondere während der Kündigungsphase, ist es in Nordthüringen gelungen, die Jugendarbeitslosigkeit im letzten Jahr weiter zu reduzieren. So konnte die Zahl der arbeitslos gemeldeten Jugendlichen unter 25 Jahren im Jahresdurchschnitt um knapp 22 Prozent von 1.525 im Jahr 2010 auf 1.192 im Jahr 2011 gesenkt werden.
Die Arbeitslosenquote betrug im Durchschnitt 7,3 Prozent, 1,4 Prozentpunkte weniger als 2010. Den jungen Leuten hilft die stabile Nachfrage der Unternehmen beim Berufseinstieg.
Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, betrug zum Jahresende 9,2 Prozent und liegt damit um 0,6 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Der Landkreis Eichsfeld verzeichnete eine Quote von 6,2, der Kyffhäuserkreis von 12,8 und der Landkreis Nordhausen von 9,5 Prozent.
Seit einigen Jahren veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Arbeitslose und Personen mit Förderungen ergeben zusammen die Zahl der Unterbeschäftigten. Mit der sinkenden Zahl von Arbeitslosen ging auch die Zahl der Förderungen zurück. Durchschnittlich 5.200 Personen erhielten 2011 Unterstützung bei Selbständigkeit, beruflichen Eingliederungsmaßnahmen, durch Vermittlungen in den zweiten Arbeitsmarkt, im Rahmen beruflicher Weiterbildung oder nahmen Vorruhestandsregelungen in Anspruch.
Die finanziellen Einschnitte bei der Arbeitsförderung, insbesondere in den Jobcentern, waren allerdings deutlich spürbar. Die Förderung fiel um 30 Prozent geringer aus, als im Jahr 2010. Die Zahl der so genannten 1-€ Jobs ging im letzten Jahr mit 1.300 um fast die Hälfte zurück. Ende Dezember umfasste die Unterbeschäftigung 18.094, das sind 3.200 Personen (-15,1%) weniger als im Dezember 2010.
In diesem Jahr wurden der Arbeitsagentur aus der Wirtschaft insgesamt fast 6.500 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, 700 (12,1 %) mehr als noch vor einem Jahr. Besonders gefragt: Fachkräfte im Metallbereich (+21,2%), Elektriker (+18,5%), Schlosser und Mechaniker (+19,4%). In den Verkehrsberufen, insbesondere bei den Kraftfahrern, ging die Nachfrage ebenfalls (+5,6%) nach oben. Der Fachkräftebedarf war 2011 deutlich spürbar, so der Agenturchef.
In den vergangenen Jahren habe der Anteil der älteren Beschäftigten zu genommen. Mit Blick auf die kommenden Jahre unterstrich er: Wir haben hier gemeinsam noch einen Weg vor uns. Auch der Verwaltungsausschuss der Nordhäuser Arbeitsagentur nahm sich in seiner Sitzung vor Weihnachten ganz besonders diesem Thema an. In einer gemeinsamen Resolution zur Verbesserung der Situation Älterer am Arbeitsmarkt in Nordthüringen sprach man sich für ein grundlegendes Umdenken hinsichtlich der Beschäftigungsquote aus. Es sei nicht länger hinnehmbar, auf die Ressourcen Älterer in Produktion und Dienstleistung zu verzichten.
Der Blick in die Landkreise
Landkreis NordhausenDie Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 135 auf 4.295 Personen gestiegen. Das waren 162 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 9,5%; vor einem Jahr belief sie sich auf 9,8%. Dabei meldeten sich 929 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 184 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 797 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+35). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 12.366 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.580 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 12.523 Abmeldungen von Arbeitslosen (-3.539).
Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 14 Stellen auf 283 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 76 Arbeitsstellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Dezember 144 neue Arbeitsstellen, 11 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 2.124 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 256.
Kyffhäuserkreis
Die Arbeitslosigkeit ist von November auf Dezember um 390 auf 5.314 Personen gestiegen. Das waren 110 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Dezember 12,8%; vor einem Jahr belief sie sich auf 12,7%. Dabei meldeten sich 1.145 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, 203 weniger als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 759 Personen ihre Arbeitslosigkeit (-214). Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 13.080 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 2.472 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum; dem gegenüber stehen 13.175 Abmeldungen von Arbeitslosen (-3.166). Der Bestand an Arbeitsstellen ist im Dezember um 28 Stellen auf 265 gesunken; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 39 Arbeitsstellen mehr.
Arbeitgeber meldeten im Dezember 107 neue Arbeitsstellen, 10 weniger als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1.822 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 221.
