Di, 12:43 Uhr
03.01.2012
Arbeitsmarkt-Reaktionen (1)
Natürlich wollen wir Sie auch heute mit Reaktionen auf die Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktdaten versorgen. Los geht es mit dem ministeriellen Statement von Matthias Machnig aus Erfurt...
Thüringens Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD) hat für den Thüringer Arbeitsmarkt eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Viel Licht, aber auch Schatten – so lautet sein Fazit für das zurückliegende Jahr 2011. Mit Arbeitslosenquoten von zeitweise unter acht Prozent hat sich Thüringen gut entwickelt und Anschluss an das Niveau der alten Länder gefunden, sagte Machnig. Der Schatten sei die anhaltende strukturelle Spaltung des Arbeitsmarkts: Vor allem Langzeitarbeitslose und gering Qualifizierte profitieren bisher zu wenig vom Aufschwung am Arbeitsmarkt.
Nach wie vor liege die Arbeitslosenquote im Freistaat deutlich unter dem Durchschnitt der anderen neuen Länder. Die Quote von 8,2 Prozent sei die niedrigste Dezemberarbeitslosigkeit seit 1992. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren zudem erstmals weniger als 105.000 Menschen ohne Beschäftigung – ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber 2010. Zugleich ist die Zahl der Erwerbstätigen auf 1.025.600 Personen gestiegen – ein geringfügiger Zuwachs um 0,3 Prozent. Das sind alles sehr erfreuliche Kennzahlen, sagte der Minister: Ich gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzen wird.
Allerdings dürften die momentan guten Zahlen nicht den Blick für die Realität trüben, warnte der Minister.
Autor: nnzThüringens Arbeitsminister Matthias Machnig (SPD) hat für den Thüringer Arbeitsmarkt eine weitgehend positive Bilanz gezogen. Viel Licht, aber auch Schatten – so lautet sein Fazit für das zurückliegende Jahr 2011. Mit Arbeitslosenquoten von zeitweise unter acht Prozent hat sich Thüringen gut entwickelt und Anschluss an das Niveau der alten Länder gefunden, sagte Machnig. Der Schatten sei die anhaltende strukturelle Spaltung des Arbeitsmarkts: Vor allem Langzeitarbeitslose und gering Qualifizierte profitieren bisher zu wenig vom Aufschwung am Arbeitsmarkt.
Nach wie vor liege die Arbeitslosenquote im Freistaat deutlich unter dem Durchschnitt der anderen neuen Länder. Die Quote von 8,2 Prozent sei die niedrigste Dezemberarbeitslosigkeit seit 1992. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren zudem erstmals weniger als 105.000 Menschen ohne Beschäftigung – ein Rückgang von 11 Prozent gegenüber 2010. Zugleich ist die Zahl der Erwerbstätigen auf 1.025.600 Personen gestiegen – ein geringfügiger Zuwachs um 0,3 Prozent. Das sind alles sehr erfreuliche Kennzahlen, sagte der Minister: Ich gehe davon aus, dass sich diese Entwicklung auch im kommenden Jahr fortsetzen wird.
Allerdings dürften die momentan guten Zahlen nicht den Blick für die Realität trüben, warnte der Minister.
- So ist die Zahl der Arbeitslosen in Hartz IV (d.h. 67 Prozent aller Arbeitslosen in Thüringen, die zumeist langzeitarbeitslos und/oder geringer qualifiziert sind) zwar ebenfalls gesunken, mit 5 Prozent allerdings deutlich geringer als die Bezieher von Arbeitslosengeld, die in der Regel weniger als ein Jahr auf Jobsuche sind; hier ging die Zahl gegenüber Dezember 2010 um 17,5 Prozent zurück.
- Bei älteren Beschäftigten über 50 Jahre ist die jahresdurchschnittliche Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2010 nur um 3 Prozent gesunken, so dass ihr Anteil an allen Arbeitslosen von 35 auf über 39 Prozent angestiegen ist.
- Die Unterbeschäftigung – d.h. die Arbeitslosigkeit einschließlich aller arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, Kurzarbeit oder Arbeitsgelegenheiten – ist von gut 123.000 im November auf mehr als 126.000 angestiegen.
- Die Zahl der Erwerbstätigen liegt noch unter dem Niveau des Jahres 2008 (1.027.700).