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Di, 18:39 Uhr
20.03.2012

Mangelhafte Bremsen, falsches Licht

In den Fähigkeiten und persönlichen Eignungen zum Führen von Kraftfahrzeugen liegen die größten Unfallvermeidungspotenziale, zeigt die Thüringer Unfallstatistik 2011. Besonders dramatisch ist die Zunahme der Verkehrstoten um 25 Prozent, obwohl die Zahl der Verkehrsunfälle insgesamt rückläufig ist. Das alles bestätigt auch der TÜV Thüringen in seinem Sicherheitsreport...

Tester testen (Foto: TÜV) Tester testen (Foto: TÜV)

Unter den Unfallursachen spielen Alkohol und Drogen eine wichtige Rolle. Eine vom VdTÜV in Auftrag gegebene Studie ergab dazu, dass die Maßnahmen der medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) wirksam sind. Nur wenige alkoholauffällige Kraftfahrer werden nach einer positiven Begutachtung oder einer Nachschulung wieder rückfällig. Das bedeutet, dass mit gezielten Beratungs-, Schulungs- und Begutachtungsangeboten die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer verbessert werden kann.

Mit rund 11 Prozent wurde im vergangenen Jahr die Verkehrsinfrastruktur für Unfälle verantwortlich gemacht. Diese im Einvernehmen mit staatlichen Stellen sowie privaten und lokalen Initiativen weiter zu verbessern ist erklärtes Ziel des TÜV Thüringen. Dafür werden im Thüringer Verkehrssicherheitsrat oder am bundesweiten Verkehrsgerichtstag Beiträge geleistet um beispielsweise die Straßennutzung durch moderne Verkehrsmittel wie Segway und Pedelecs zu klären.
Defekter Auspuff (Foto: TÜV)
Defekte Bremsen (Foto: TÜV)
Zu hoher Verschleiß (Foto: TÜV)
Im lokalen Bereich werden zum Beispiel eine Pilotstrecke an der B88 zur Prävention von Wildunfällen oder die doppelte Beplankung von kurvenreichen und von Motorradfahrern geliebten Strecken in Thüringen unterstützt.

Der technische Zustand der Kraftfahrzeuge in Thüringen hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Zahl der Fahrzeuge, die 2011 in Thüringen im ersten Anlauf die Hauptuntersuchung nicht bestanden, ist von 16,2 auf 15,8 Prozent gesunken. Das ist zurück zu führen auf den um 2,4 Prozent höheren Anteil jüngerer Fahrzeuge (jünger als neun Jahre), die 2011 zur Hauptuntersuchung vorgestellt wurden. Auf der anderen Seite hat sich die Mängelquote der Fahrzeuge mit 10 und mehr Altersjahren nicht verändert. Jedoch registrierten die Prüfingenieure bei dieser Fahrzeugpopulation eine Zunahme der Mängel pro mangelbehaftetem Fahrzeug.

Zu den häufigsten Mängeln 2011 zählten mit 23,2 Prozent erneut mangelhafte Bremsanlagen. Fast jedes fünfte Fahrzeug fiel mit defekten oder falsch eingestellten lichttechnischen Anlagen (19,4 Prozent) auf. An Rädern, Bereifung und Radaufhängung stellten die Prüfingenieure des TÜV Thüringen an 15,9 Prozent der Fahrzeuge Mängel fest, gefolgt von Mängeln am Abgassystem (Umweltbelastung 14,8 Prozent) sowie Mängeln an Fahrgestell und Rahmen (13,5 Prozent).

Dank der konsequenten technischen Prüfung von Fahrzeugen spielen technische Mängel bei Unfällen nur eine untergeordnete Rolle. Laut Statistischem Bundesamt lag der Anteil der Verkehrsunfälle, bei denen die Unfallursache auf technisches Versagen zurückzuführen war, bei unter einem Prozent. Dies spiegelt sich auch in der Thüringer Verkehrsunfallstatistik wider.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Leistungen zur Förderung der individuellen Fahreignung, die Engagements zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und insbesondere die Hauptuntersuchung an Fahrzeugen wesentliche Beiträge zur Erhaltung und Verbesserung der Verkehrssicherheit auf Thüringens Straßen leisten.
Autor: nnz

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