Do, 15:56 Uhr
16.08.2012
Neues aus Berlin (109)
Im Rahmen unserer Reihe Berichte der Bundestagmitglieder unserer Region äußert sich das Mitglied des Bundestags, Kersten Steinke (Die Linke) zum Thema: Kein Geburtstag zum Gratulieren und stellt fest, Traurige Bilanz nach 10 Jahren Hartz: Armut wird zementiert.
Vor 10 Jahren beschloss die Rot-Grüne Bundesregierung die so genannten Hartz-IV-Reformen. Sie bedeuteten einen tiefen Einschnitt in die deutsche Sozialpolitik.
"Hartz IV ist und bleibt Armut per Gesetz. SPD und Grüne haben ein System der Repressionen, Angst und Perspektivlosigkeit etabliert.", so Kersten Steinke (DIE LINKE), Mitglied des Deutschen Bundestages.
Betroffene leben oft in Armut und können ihren Kindern kaum Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Auf das bedarfsgerechte Anpassen der unwürdigen Regelsätze warten alle schon zu lange. Doch scheinbar hat auch die Schwarz-Gelbe Bundesregierung kein Interesse, an dieser Situation etwas zu ändern. Von dem heuchlerischen Slogan Fördern und Fordern ist fast nur das Fordern übrig geblieben, da Langzeitarbeitslose kaum noch weitergebildet oder qualifiziert werden.
Mittlerweile beziehen bundesweit 60 % aller Hartz IV-Empfängerinnen und -Empfänger (3,65 Mio. Menschen) die Hilfeleistungen seit 2 Jahren und länger. 2009 waren es 56 %. In den neuen Bundesländern ist die Lage noch dramatischer: von 60,5 % in 2009 stieg der Anteil auf 63,1 % im letzten Jahr.* Dennoch bemühen sich die Hartz-IV-Parteien CDU, CSU, SPD, FPD und Grüne, das System als deutsches Erfolgsmodell in der Krise zu verkaufen.
"Die Ausweitung von Minijobs, Niedriglöhnen, Leiharbeit und der enorme Anstieg von Langzeitarbeitslosigkeit beweisen, dass Hartz-IV gnadenlos gescheitert ist. Gerade jetzt in der Krise wäre es wichtig, die Binnenkaufkraft zu stärken, statt Armut weiter zu fördern. Neben einem auskömmlichen Mindestlohn sollte die öffentlich geförderte Beschäftigung ausgebaut und vernünftig entlohnt werden.", erklärt Kersten Steinke.
DIE LINKE. fordert seit Jahren einen flächendeckenden, branchenübergreifenden Mindestlohn von 10 € pro Stunde, damit Niedriglöhne und das Aufstocker-System ein Ende haben.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
*Diese Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen der Linksfraktion
Autor: khhVor 10 Jahren beschloss die Rot-Grüne Bundesregierung die so genannten Hartz-IV-Reformen. Sie bedeuteten einen tiefen Einschnitt in die deutsche Sozialpolitik.
"Hartz IV ist und bleibt Armut per Gesetz. SPD und Grüne haben ein System der Repressionen, Angst und Perspektivlosigkeit etabliert.", so Kersten Steinke (DIE LINKE), Mitglied des Deutschen Bundestages.
Betroffene leben oft in Armut und können ihren Kindern kaum Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Auf das bedarfsgerechte Anpassen der unwürdigen Regelsätze warten alle schon zu lange. Doch scheinbar hat auch die Schwarz-Gelbe Bundesregierung kein Interesse, an dieser Situation etwas zu ändern. Von dem heuchlerischen Slogan Fördern und Fordern ist fast nur das Fordern übrig geblieben, da Langzeitarbeitslose kaum noch weitergebildet oder qualifiziert werden.
Mittlerweile beziehen bundesweit 60 % aller Hartz IV-Empfängerinnen und -Empfänger (3,65 Mio. Menschen) die Hilfeleistungen seit 2 Jahren und länger. 2009 waren es 56 %. In den neuen Bundesländern ist die Lage noch dramatischer: von 60,5 % in 2009 stieg der Anteil auf 63,1 % im letzten Jahr.* Dennoch bemühen sich die Hartz-IV-Parteien CDU, CSU, SPD, FPD und Grüne, das System als deutsches Erfolgsmodell in der Krise zu verkaufen.
"Die Ausweitung von Minijobs, Niedriglöhnen, Leiharbeit und der enorme Anstieg von Langzeitarbeitslosigkeit beweisen, dass Hartz-IV gnadenlos gescheitert ist. Gerade jetzt in der Krise wäre es wichtig, die Binnenkaufkraft zu stärken, statt Armut weiter zu fördern. Neben einem auskömmlichen Mindestlohn sollte die öffentlich geförderte Beschäftigung ausgebaut und vernünftig entlohnt werden.", erklärt Kersten Steinke.
DIE LINKE. fordert seit Jahren einen flächendeckenden, branchenübergreifenden Mindestlohn von 10 € pro Stunde, damit Niedriglöhne und das Aufstocker-System ein Ende haben.
Wahlkreisbüro Kersten Steinke
*Diese Zahlen stammen aus der Antwort der Bundesregierung auf die schriftlichen Fragen der Linksfraktion