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Di, 09:41 Uhr
06.11.2012

Schwindel bei Teppichreinigung

Wer schon bei der Auswahl eines Kundendienstbetriebes aufpasst, kann sich manchen Ärger ersparen. Skeptisch sollte man sein, wenn Firmen in Kleinanzeigen oder Flyern mit Tiefstpreisen für Teppichreinigung werben, die alles unterbieten, was branchenüblich ist...

Damit es später keinen Streit gibt, sollte der Auftrag für eine Teppichreinigung so konkret wie möglich schriftlich festgehalten und ein Festpreis vereinbart werden, rät die Verbraucherzentrale Thüringen.

So hatte sich Herr M. aus Weimar die Reinigung seiner Orientteppiche nicht vorgestellt. 35 Prozent Rabatt auf Reparaturen, dazu kostenloser Abhol- und Bringservice während der Aktionstage. Das versprach in ihrer Werbung eine Teppichgalerie aus Apolda. Was Herr M. übersah: Eine detaillierte Aufschlüsselung der einzelnen Leistungen und Kosten war weder aus dem Prospekt ersichtlich noch vor der Mitnahme der Teppiche erfolgt. Dennoch vertraute Herr M. der Firma seine Teppiche an. 2.200 Euro sollten für die Reinigung gezahlt werden.

Nach einigem Hin und Her einigten sich die Reinigungsfirma und Verbraucher auf 1.400 Euro. Es war zu befürchten, dass bei Zahlungsverweigerung Herr M. seine Teppiche so schnell nicht wiedergesehen hätte.

Bereits Anfang des Jahres beschwerten sich etliche Verbraucher bei der Thüringer Verbraucherzentrale über derartige Praktiken. Auch hier gilt der Rat: Wer Leistungen in Auftrag geben möchte, sollte sich vorher in der Branche umschauen und Preise, Leistungsumfang sowie weiteren Service unter die Lupe nehmen und vergleichen.

Klare Preisangaben zu allen Leistungen rund um die Teppichreinigung sowie genaue Informationen zu den Reinigungsverfahren, zum Service (bspw. kostenfreie Abholung/Lieferung) sowie zur Fachkompetenz des Betriebes sollten selbstverständlich sein, auch ein persönlicher Ansprechpartner, mit dem man offene Fragen besprechen kann.

Der Preis für eine Reinigung richtet sich nach der Art des Teppichs und der Größe. Berechnet wird in der Regel nach Quadratmetern. Seiden- und Designer-Teppiche oder gar antike Stücke bedürfen besonderer Behandlung und sind somit preisintensiver als einfache Schlingenvelours-Teppiche. Wer eine Teppichreparatur vorhat, muss zudem mit weiteren Kosten rechnen.

Auch hier sollte die Art der Reparatur konkret benannt werden, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Selbstverständlich sollte es sein, dass auf dem Auftragsformular Kontaktdaten wie Name und Anschrift des Unternehmens, Telefonnummer, Name des Inhabers, Handelsregisternummer usw. vermerkt sind. Auf keinen Fall sollte man den Teppich ohne schriftliche Vereinbarung herausgeben.
Autor: en

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