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Mi, 15:34 Uhr
29.05.2013

Lehrerpersönlichkeiten gefordert

In Sondershausen im Haus der Kunst (am Loh) fand gestern eine öffentliche Vortragsveranstaltung (kn berichtete) und Podiumsdiskussion mit dem bekannten Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther zum Thema "Wie das Lernen gelingen kann" statt. Organisiert war das Ganze durch das Projekt "Lernen vor Ort im Kyffhäuserkreis" worden.

Das der Vortrag von Prof. Hüther auf viel Interesse auf viel Interesse gestoßen war (Viele Ideen!) hatte kn bereits berichtet. Auch die anschließende Podiumsdiskussion riss das Publikum zu mancher spontanen Beifallsbekundung hin.

Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Mit Moderator Christian Stadali (Wortwerk Erfurt), Prof. Dr. Gerald Hüther, Landrätin Antje Hochwind, dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses des Kreistages, Uwe Vogt, (beide SPD) und der Leiterin der Kita Pustblume Sondersausen, Cordula Koch, sowie René Most, Jugend- und Sozialarbeiter im Stadtjugendring Sondershausen, war das Podium für die Diskussion besetzt.

Wenn Prof. Hüther in seinem Vortrag "Lehrerpersönlichkeiten" gefordert hatte, so wurde das in der Diskussion nochmals unterstrichen. In gleichem Maße wurde hervorgehoben, wie wichtig für die Erziehung der Kinder ein breitgefächertes Umfeld ist. So unterstrich Hochwind, lernen passiert nicht nur in der Schule. Koch bestätigte, wir müssen als Kitas dass ausgleichen, was leider noch zu oft in den Elternhäusern nicht passiert. Most war begeistert von dem Vortrag und dem neuen Zeitgeist darin, stellte aber auch die Frage, wie kommen wir dahin. Vogt unterstrich den Wandel in der Schullandschaft und brach eine Lanze für das System der Gemeinschaftsschule.

Vogt beklagte auch, Misserfolge anderer sind oft wichtiger als der Erfolg. Prof. Hüther forderte auf, man solle mehr nach den positiven Schaubeispielen in den Schullandschaften schauen. und mehr die Gestaltungsspielräume der Gesetzlichkeit nutzen.

Schwerpunkt der Diskussion war, dass den Kindern auch außerhalb der Schule soziale Kompetenz vermittelt werden muss. Wenn es das frühere "Dorf" und die "Großfamilie" mit seinen vielen Möglichkeiten nicht mehr gibt, muss man den Kindern andere Freiräume schaffen, um soziale Kompetenz zu erwerben.

Viel Beifall bekam Prof. Hüther für die Feststellung, man muss langsam von den formalen Selektionsvorgehen der Schulen wegkommen. Unternehmer fragen bei Einstellungen immer mehr nach: "Was hast Du sonst noch gemacht?" Interessant seine Formulierung von den "blöden Zeugnissen", viele außerschulische Aktivitäten sind viel wichtiger, auch für das spätere Weiterkommen. Absolventen, zwar mit sehr guten Zeugnissen, aber wenig sozialer Kompetent scheitern sehr zum Ärger der Unternehmen immer öfter.

Prof. Hüther: Nicht Geld und Ausstattung der Schulen sind der entscheidende Faktor bei der Ausbildung, sondern die Lehrerpersönlichkeit. Hier gab es viel Beifall. Hochwind warnte, nicht alles schlecht zu reden. Wir müssen auch Visionen haben.
Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Lehrerpersönlichkeiten gefordert (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

Nach dem großen Abschlussbeifall gab es für Prof. Hüther noch einen großen Blumenstrauß, für den er eine besondere Verwendung hatte, wie Sie in einem getrennten Bericht erfahren.
Autor: khh

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