Fr, 09:28 Uhr
31.05.2013
Sicherung der medizinischen Versorgung
Landesentwicklungsminister Carius startet Pilotaktion im Kyffhäuserkreis zur medizinischen Versorgung. Hier kn mit den Einzelheiten aus Erfurt.
Husten, Schnupfen, Heiserkeit, ein Ziehen im Rücken, Blutdruckprobleme – der Hausarzt schafft Abhilfe. Aber was, wenn der nächste Arzt kilometerweit entfernt ist?
Die Frage, wie die medizinische Versorgung in Thüringen gesichert werden kann, ist eine der dringendsten Aufgaben in Zeiten des demografischen Wandels. Dabei spielt die künftige Versorgungssituation im Bereich der Hausärzte vor allem in ländlich geprägten Räumen eine zentrale Rolle. Deshalb haben wir entschieden, hierzu eine Pilotaktion im Freistaat zu initiieren, sagte heute in Erfurt Landesentwicklungsminister Christian Carius zum Start der Weiterbildung von sieben Medizinischen Fachangestellten aus dem Kyffhäuserkreis zur ‚Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis’ (VERAH®).
Die Idee zur Ausbildung mobiler Arzthelferinnen wurde von der Serviceagentur Demografischer Wandel gemeinsam mit einem Expertenteam entwickelt, dem u. a. Vertreter des Thüringer Gesundheitsministeriums, der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, der Landesärztekammer, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Kyffhäuserkreises angehören. Ziel ist es, die knapper werdende Ressource Hausarzt zu entlasten und die immer älter werdende Bevölkerung nachhaltig zu versorgen. Sieben Arzthelferinnen aus Hausarztpraxen im Kyffhäuserkreis haben sich für einen entsprechenden Weiterbildungskurs gemeldet, der ab 31. Mai 2013 in den Landratsämtern Kyffhäuserkreis und Nordhausen stattfindet. Mit Abschluss des Kurses dürfen die Arzthelferinnen den Titel Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH®)tragen.
Die Weiterbildung wurde im Rahmen des europaweiten Projektes EURUFU initiiert, das auch die Projektkosten von rund 15.000 Euro trägt. Flankierend hierzu wird vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr eine Untersuchung zur Erreichbarkeit von Hausarztpraxen im Kyffhäuserkreis beauftragt. Nach Abschluss der Pilotaktion wird eine Evaluierung stattfinden. Hat sich die Weiterbildung zur VERAH® bewährt, ist eine Ausweitung auf ganz Thüringen nicht ausgeschlossen.
In den kommenden Jahren wird sich das Netz der Hausärzte und Allgemeinmediziner ebenso wie das der ambulanten medizinischen Fachärzte in Thüringen merklich ausdünnen. Der derzeitige Altersdurchschnitt und fehlender Nachwuchs machen es schwer, frei werdende Stellen wieder zu vermitteln. Zahlreiche Projekte und Aktionen widmen sich diesem Lückenschluss im Freistaat bereits, die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, aber auch die Stiftung zur Förderung der ambulanten medizinischen Versorgung in Thüringen sind erste wichtige Schritte.
Die Pilotaktion, die nun im Rahmen des europaweiten Projektes EURUFU starten wird, ist ein weiterer Wegweiser in die Zukunft der medizinischen Versorgung, so Carius weiter. Unsere Bevölkerung wird älter und damit steigt die Zahl der Erkrankungen. Zugleich sind die älteren Generationen weniger mobil, die Kinder zieht es in die Stadt und so können sie den weiten Weg zum Arzt oftmals ohne fremde Hilfe nicht bewerkstelligen. Doch unseren Hausärzten mangelt es nicht selten an der Zeit für Hausbesuche. Die VERAH®s könnten dies künftig kompensieren.
Das von der EU unterstützte Projekt EURUFU will in Kooperation mit elf Partnern aus sieben europäischen Ländern praktische Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen erarbeiten. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Sicherung öffentlicher Versorgungs- und Infrastrukturangebote. In den teilnehmenden Regionen werden Pilotaktionen in den Bereichen Gesundheits- und soziale Versorgung, Bildung, lokale Wirtschaft, Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Mobilität durchgeführt, die anschließend für die Übertragung in anderen Regionen vorbereitet werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele innovative und praxiserprobte Ansätze zur Begleitung des demografischen Wandels entwickelt werden. Detaillierte Informationen zum Projekt EURUFU stehen im Internet unter www.eurufu.de .
Autor: khhHusten, Schnupfen, Heiserkeit, ein Ziehen im Rücken, Blutdruckprobleme – der Hausarzt schafft Abhilfe. Aber was, wenn der nächste Arzt kilometerweit entfernt ist?
Die Frage, wie die medizinische Versorgung in Thüringen gesichert werden kann, ist eine der dringendsten Aufgaben in Zeiten des demografischen Wandels. Dabei spielt die künftige Versorgungssituation im Bereich der Hausärzte vor allem in ländlich geprägten Räumen eine zentrale Rolle. Deshalb haben wir entschieden, hierzu eine Pilotaktion im Freistaat zu initiieren, sagte heute in Erfurt Landesentwicklungsminister Christian Carius zum Start der Weiterbildung von sieben Medizinischen Fachangestellten aus dem Kyffhäuserkreis zur ‚Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis’ (VERAH®).
Die Idee zur Ausbildung mobiler Arzthelferinnen wurde von der Serviceagentur Demografischer Wandel gemeinsam mit einem Expertenteam entwickelt, dem u. a. Vertreter des Thüringer Gesundheitsministeriums, der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, der Landesärztekammer, der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Kyffhäuserkreises angehören. Ziel ist es, die knapper werdende Ressource Hausarzt zu entlasten und die immer älter werdende Bevölkerung nachhaltig zu versorgen. Sieben Arzthelferinnen aus Hausarztpraxen im Kyffhäuserkreis haben sich für einen entsprechenden Weiterbildungskurs gemeldet, der ab 31. Mai 2013 in den Landratsämtern Kyffhäuserkreis und Nordhausen stattfindet. Mit Abschluss des Kurses dürfen die Arzthelferinnen den Titel Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH®)tragen.
Die Weiterbildung wurde im Rahmen des europaweiten Projektes EURUFU initiiert, das auch die Projektkosten von rund 15.000 Euro trägt. Flankierend hierzu wird vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Verkehr eine Untersuchung zur Erreichbarkeit von Hausarztpraxen im Kyffhäuserkreis beauftragt. Nach Abschluss der Pilotaktion wird eine Evaluierung stattfinden. Hat sich die Weiterbildung zur VERAH® bewährt, ist eine Ausweitung auf ganz Thüringen nicht ausgeschlossen.
In den kommenden Jahren wird sich das Netz der Hausärzte und Allgemeinmediziner ebenso wie das der ambulanten medizinischen Fachärzte in Thüringen merklich ausdünnen. Der derzeitige Altersdurchschnitt und fehlender Nachwuchs machen es schwer, frei werdende Stellen wieder zu vermitteln. Zahlreiche Projekte und Aktionen widmen sich diesem Lückenschluss im Freistaat bereits, die Einrichtung eines Lehrstuhls für Allgemeinmedizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, aber auch die Stiftung zur Förderung der ambulanten medizinischen Versorgung in Thüringen sind erste wichtige Schritte.
Die Pilotaktion, die nun im Rahmen des europaweiten Projektes EURUFU starten wird, ist ein weiterer Wegweiser in die Zukunft der medizinischen Versorgung, so Carius weiter. Unsere Bevölkerung wird älter und damit steigt die Zahl der Erkrankungen. Zugleich sind die älteren Generationen weniger mobil, die Kinder zieht es in die Stadt und so können sie den weiten Weg zum Arzt oftmals ohne fremde Hilfe nicht bewerkstelligen. Doch unseren Hausärzten mangelt es nicht selten an der Zeit für Hausbesuche. Die VERAH®s könnten dies künftig kompensieren.
Das von der EU unterstützte Projekt EURUFU will in Kooperation mit elf Partnern aus sieben europäischen Ländern praktische Ansätze zur Gestaltung des demografischen Wandels in ländlichen Regionen erarbeiten. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Sicherung öffentlicher Versorgungs- und Infrastrukturangebote. In den teilnehmenden Regionen werden Pilotaktionen in den Bereichen Gesundheits- und soziale Versorgung, Bildung, lokale Wirtschaft, Beschäftigungsmöglichkeiten sowie Mobilität durchgeführt, die anschließend für die Übertragung in anderen Regionen vorbereitet werden. Auf diese Weise sollen möglichst viele innovative und praxiserprobte Ansätze zur Begleitung des demografischen Wandels entwickelt werden. Detaillierte Informationen zum Projekt EURUFU stehen im Internet unter www.eurufu.de .