Mo, 19:18 Uhr
10.06.2013
kn-Forum: Hochwasser
Und immer wieder Hochwasser. Zu diesem Thema erreichte kn folgender Leserbrief
Naturkatastrophen bringen immer wieder Leid mit sich, Ängste vor Schaden, aber besonders der eigenen Existenz und Lebenbsbedrohung. Schnell, wie beim Hochwasser, finden sich dramatisierende Worte, wie z.B. Jahrhundert- oder gar Jahrtausendhochwasser. Zu verhindern sind solche Katastrophen nicht, aber vielfältige Möglichkeiten sie zu begrenzen schon. Real betrachtet ist es nicht die Natur die verrückt spielt, es sind die Menschen. Damit sind besonders die Verantwortungsträger gemeint, die wider besserem Wissen hemmungslos gegen die Natur leben in der Sucht nach immer mehr Wachstum, der schon krankhaften Gier nach Maximalprofit.
Die Antwort der Natur darauf ist hart und betrifft wie bei so vielen Dingen die kleinen Leute. Bei der diesjährigen Hochwasserkatastrophe, die ein sehr deutlicher Warnschuss ist, hat die Menschen eine nie da gewesene Solidarität erfasst. Zig Tausende Betroffene, nicht Betroffene, Feuerwehr, THW, Bundeswehr und viele andere Helfer trotzen den Fluten, halfen und helfen einander. Diese Welle macht vielen Mut den sie brauchen, wieder einmal für den Neuanfang. Natürlich war auch wieder die große Politik vor Ort, versprach Hilfe und schwadronierte mit Blick auf die anstehenden Wahlen. Keiner will selbigen etwa Unredlichkeit unterstellen. Aber die Frage sei schon erlaubt, ob diese Damen und Herren wohl gemerkt haben, dass diese Wassermassen auch die vielen nicht eingelösten Versprechen aus dem Jahr 2002 und folgend sichtbar gemacht haben? Sicher wurde einiges gemacht. Das ist unbestritten.
Die Realität von Planung und Ausführung spricht da eine ganz andere Sprache. In Sachsen z.B. sind von 351 geplanten Objekten aus dem Jahr 2002 80 fertig und von 34 Deichrückstellungen sind erst 2 realisiert. Ist das Wasser erst einmal weg, entschwindet es auch schnell von der Tagesordnung. Werden dann wieder von gewinnsüchtigen Planern Baustellen in Überschwemmungsgebieten ausgewiesen, wo eigentlich Platz für das Wasser sein soll?. Nichts gegen Salamander, Frosch und Fledermaus, aber steht nicht der Schutz des Lebens und von Hab und Gut der Menschen im Vordergrund? Das hat doch sicher allererste Priorität.. Ewig dauernde Planfeststellungsverfahren sollten schnellstens gesetzlich neu geregelt werden und nicht im Dornröscheschlaf versinken.
Wann endlich wird unbürokratisch sofort ein Hochwasserschadensfonds gebildet um den Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen. 2.000 Euro wie in Thüringen für die Opfer, ich will es nicht kommentieren. Bei den Bankenrettungen, da waren die "Retter" flink wie die Windhunde und haben sich das Geld beim Steuerzahler geholt. Wo sind denn jetzt die Spenden der großen Banken, der Steuerhinterzieher und jener. die vor lauter "Blödsinn" nicht wissen, was sie mit den angehäuften Millionen machen sollen? Der Ruck und die Solidarität ist leider vor allem wieder bei den kleinen Leuten ausgeprägt.
Die Menschen vieler Bundesländer sind betroffen, werden von den Versicherungen im Stich gelassen.. Da muss man von der Politik ein sichtbares und spürbares Handeln erwarten und nicht solche "schlauen" Sprüche, der Markt wird es schon regeln.. Nicht heiße Tröpfchen im Sumpf unendlicher Bürokratie. Es fehlt nur noch das jemand auf die Idee kommt vorzuschlagen, gegen das Hochwasser zu klagen.Das musste einfach mal raus und wird hoffentlich auch das Licht der Welt erblicken.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Autor: khhNaturkatastrophen bringen immer wieder Leid mit sich, Ängste vor Schaden, aber besonders der eigenen Existenz und Lebenbsbedrohung. Schnell, wie beim Hochwasser, finden sich dramatisierende Worte, wie z.B. Jahrhundert- oder gar Jahrtausendhochwasser. Zu verhindern sind solche Katastrophen nicht, aber vielfältige Möglichkeiten sie zu begrenzen schon. Real betrachtet ist es nicht die Natur die verrückt spielt, es sind die Menschen. Damit sind besonders die Verantwortungsträger gemeint, die wider besserem Wissen hemmungslos gegen die Natur leben in der Sucht nach immer mehr Wachstum, der schon krankhaften Gier nach Maximalprofit.
Die Antwort der Natur darauf ist hart und betrifft wie bei so vielen Dingen die kleinen Leute. Bei der diesjährigen Hochwasserkatastrophe, die ein sehr deutlicher Warnschuss ist, hat die Menschen eine nie da gewesene Solidarität erfasst. Zig Tausende Betroffene, nicht Betroffene, Feuerwehr, THW, Bundeswehr und viele andere Helfer trotzen den Fluten, halfen und helfen einander. Diese Welle macht vielen Mut den sie brauchen, wieder einmal für den Neuanfang. Natürlich war auch wieder die große Politik vor Ort, versprach Hilfe und schwadronierte mit Blick auf die anstehenden Wahlen. Keiner will selbigen etwa Unredlichkeit unterstellen. Aber die Frage sei schon erlaubt, ob diese Damen und Herren wohl gemerkt haben, dass diese Wassermassen auch die vielen nicht eingelösten Versprechen aus dem Jahr 2002 und folgend sichtbar gemacht haben? Sicher wurde einiges gemacht. Das ist unbestritten.
Die Realität von Planung und Ausführung spricht da eine ganz andere Sprache. In Sachsen z.B. sind von 351 geplanten Objekten aus dem Jahr 2002 80 fertig und von 34 Deichrückstellungen sind erst 2 realisiert. Ist das Wasser erst einmal weg, entschwindet es auch schnell von der Tagesordnung. Werden dann wieder von gewinnsüchtigen Planern Baustellen in Überschwemmungsgebieten ausgewiesen, wo eigentlich Platz für das Wasser sein soll?. Nichts gegen Salamander, Frosch und Fledermaus, aber steht nicht der Schutz des Lebens und von Hab und Gut der Menschen im Vordergrund? Das hat doch sicher allererste Priorität.. Ewig dauernde Planfeststellungsverfahren sollten schnellstens gesetzlich neu geregelt werden und nicht im Dornröscheschlaf versinken.
Wann endlich wird unbürokratisch sofort ein Hochwasserschadensfonds gebildet um den Menschen schnell und unbürokratisch zu helfen. 2.000 Euro wie in Thüringen für die Opfer, ich will es nicht kommentieren. Bei den Bankenrettungen, da waren die "Retter" flink wie die Windhunde und haben sich das Geld beim Steuerzahler geholt. Wo sind denn jetzt die Spenden der großen Banken, der Steuerhinterzieher und jener. die vor lauter "Blödsinn" nicht wissen, was sie mit den angehäuften Millionen machen sollen? Der Ruck und die Solidarität ist leider vor allem wieder bei den kleinen Leuten ausgeprägt.
Die Menschen vieler Bundesländer sind betroffen, werden von den Versicherungen im Stich gelassen.. Da muss man von der Politik ein sichtbares und spürbares Handeln erwarten und nicht solche "schlauen" Sprüche, der Markt wird es schon regeln.. Nicht heiße Tröpfchen im Sumpf unendlicher Bürokratie. Es fehlt nur noch das jemand auf die Idee kommt vorzuschlagen, gegen das Hochwasser zu klagen.Das musste einfach mal raus und wird hoffentlich auch das Licht der Welt erblicken.
Rolf-Dieter Reiber
Ichstedt
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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