Mo, 19:22 Uhr
10.06.2013
Rückblick "Angéle & Tony"
Mit der Aufführung von "Angéle & Tony" bot unser StuKi 76 allerfeinste Filmkost, das stellte Fred Böhme vom Panoramamuseum Bad Frankenhausen fest.
Das Erstaunlichste daran war, dass es sich dabei um ein Regiedebüt handelte. Für mich war besonders faszinierend, wie sehr hier auf die darstellerischen Fähigkeiten vertraut wurde, wenn in fast wortlosem Spiel die körperliche Präsenz des Schauspielers mehr erzählte als alle Worte oder wenn allein lange Einstellungen des Minenspiel der Darsteller zur Veranschaulichung ihrer psychischen Zustände genügten.
Das erfordert natürlich auch Schauspieler von Format, mit denen der Film bis zur kleinen Nebenrolle aufwarten konnte. Da störte es auch nicht, dass manche Handlungsstränge etwas unklar blieben. Zum Beispiel, warum die Fischer in dem Film protestierten? Oder wie Tonys Mutter Angeles Vorgeschichte in Erfahrung gebracht hatte? Das alles waren nur Kulissen oder Nebensächlichkeiten, die den Film zwar noch stärker hätten in der Wirklichkeit verankern können, doch hier standen geradezu kammerspielartig die beiden Hauptprotagonisten im Mittelpunkt und für ihr Drama der Annäherung über alle Widerstände hinweg interessierte sich der Film vor allem.
Und so gelang es ihm diese unglaubliche Geschichte einer Annäherung zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen überaus glaubhaft zu erzählen. Der Gewittersturm an diesem Freitagabend (31.5.) schreckte jedoch viele Filmfreunde vom Besuch dieser Veranstaltung ab und so gehörte diese Aufführung mit gerade einmal 20 Gästen zu Unrecht zu den weniger besuchten.
Fred Böhme
Autor: khhDas Erstaunlichste daran war, dass es sich dabei um ein Regiedebüt handelte. Für mich war besonders faszinierend, wie sehr hier auf die darstellerischen Fähigkeiten vertraut wurde, wenn in fast wortlosem Spiel die körperliche Präsenz des Schauspielers mehr erzählte als alle Worte oder wenn allein lange Einstellungen des Minenspiel der Darsteller zur Veranschaulichung ihrer psychischen Zustände genügten.
Das erfordert natürlich auch Schauspieler von Format, mit denen der Film bis zur kleinen Nebenrolle aufwarten konnte. Da störte es auch nicht, dass manche Handlungsstränge etwas unklar blieben. Zum Beispiel, warum die Fischer in dem Film protestierten? Oder wie Tonys Mutter Angeles Vorgeschichte in Erfahrung gebracht hatte? Das alles waren nur Kulissen oder Nebensächlichkeiten, die den Film zwar noch stärker hätten in der Wirklichkeit verankern können, doch hier standen geradezu kammerspielartig die beiden Hauptprotagonisten im Mittelpunkt und für ihr Drama der Annäherung über alle Widerstände hinweg interessierte sich der Film vor allem.
Und so gelang es ihm diese unglaubliche Geschichte einer Annäherung zwischen zwei so unterschiedlichen Menschen überaus glaubhaft zu erzählen. Der Gewittersturm an diesem Freitagabend (31.5.) schreckte jedoch viele Filmfreunde vom Besuch dieser Veranstaltung ab und so gehörte diese Aufführung mit gerade einmal 20 Gästen zu Unrecht zu den weniger besuchten.
Fred Böhme