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Do, 11:53 Uhr
11.12.2014

Laut, lauter, Ohr kaputt

Während die meisten Menschen ausgelassen in das neue Jahr hineinfeiern, ist der Silvesterabend für die Notfallambulanzen in den Krankenhäusern eine Zeit des Hochbetriebs. Hörschäden gehören dabei inzwischen zu den häufigsten Verletzungen...

Dabei sind es bei Weitem nicht nur Verbrennungen, die von den Ärzten behandelt werden müssen. Was viele nicht wissen: Nach offiziellen Angaben von Polizei und Feuerwehr gehören Hörschäden mittlerweile zu den zweithäufigsten Verletzungen an Silvester. Verursacht werden sie durch die extreme Lärmbelastung, der das Gehör durch explodierende Feuerwerkskörper ausgesetzt ist. Wo genau die Risiken liegen und wie man sich und seine Kinder wirkungsvoll schützen kann, verrät KIND, Deutschlands führender Hörgeräteakustiker.

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Hundebesitzer haben wohl noch am ehesten eine Vorstellung davon, welche enormen Belastungen zu Silvester auf das Hörorgan einwirken. Denn wenn draußen die ersten Böller explodieren, verkriecht sich auch der mutigste Vierbeiner sofort winselnd unter dem Sofa. Auch wenn das Hundeohr dem menschlichen nachweisbar weit überlegen und entsprechend empfindlicher ist, birgt insbesondere Knallfeuerwerk ein hohes Gefahrenpotential auch für den menschlichen Hörsinn. Bereits eine kurzzeitige Lärm- und Druckbelastung, wie sie beim Zünden von lauten Knallern auftritt, verletzt das Hörorgan und kann zu einer dauerhaften Schädigung des Gehörs führen.

Aus dem Traum vom unbeschwerten Knallen wird so ganz schnell ein Knalltrauma für die Ohren. Dabei kommt es durch das plötzliche Knallgeräusch zu einer Schädigung der empfindlichen Haarzellen im Innenohr. „Aufgrund der Kürze eines Knalls wird die tatsächliche Lautstärke subjektiv nicht so wahrgenommen, wie es dem gefährlichen Spitzenpegel entspricht“, erklärt Dominik Mende, Hörgeräteakustiker-Meister bei KIND. „Dadurch wird das Schädigungspotenzial häufig unterschätzt.“ Dabei kommt bereits ein durchschnittlicher Böller spielend auf eine Lautstärke von bis zu 150 Dezibel. Das entspricht in etwa der Lärmbelastung durch einen in unmittelbarer Nähe startenden Düsenjet.

Wer infolge extremer Geräuscheinwirkungen durch Knalleffekte folgende typische Symptome eines Knalltraumas bzw. einer Hörschädigung an sich feststellt, sollte umgehend einen HNO-Arzt aufsuchen: Druck auf den Ohren, ein dumpfes Gefühl im Ohr, verzerrtes Hören, dauerhafte Ohrgeräusche oder sogar ein akuter Hörverlust, der häufig in Verbindung mit einem Tinnitus auftritt.

Wer entsprechende Vorkehrungen trifft und außerdem die Sicherheitshinweise auf den Packungen der Knallkörper sorgfältig befolgt, kann das Risiko einer unter Umständen bleibenden Hörschädigung allerdings deutlich reduzieren. „Neben dem Befolgen der normalen Sicherheitsmaßnahmen empfehlen wir das Tragen eines Hörschutzes sowohl beim Zünden als auch beim Zuschauen“, so Dominik Mende.
Autor: red

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