Do, 11:57 Uhr
11.12.2014
Oh Tannenbaum wo kommst du her?
Was wäre ein Weihnachtsfest ohne Weihnachtsbaum. Wer auf die Ästhetik eines echten Baumes setzt, sollte sich allerdings Gedanken über dessen Herkunft machen, raten die Naturschützer des NABU Thüringen. Denn selten ziert ein heimischer Baum das Wohnzimmer...
Selten liegen die Geschenke am Heiligen Abend unter einer heimischen Tanne oder Fichte. Oft handelt es sich um exotische Nadelbaumarten, welche auf Plantagen kultiviert werden. Auf derartigen Plantagen wird meist kräftig gespritzt und gedüngt. Insektizide, Herbizide und Mineraldünger werden zum Schutz der Bäume sowie für den gleichmäßigen Wuchs und eine satte Färbung der Nadeln eingesetzt.
Laut dem NABU wird durch die häufig angewendeten Totalherbizide nicht nur die Bodenvegetation vollständig totgespritzt, sondern auch der Boden und das Grundwasser belastet sowie die Tierwelt in Mitleidenschaft gezogen. Jenseits dieser ökologischen Überlegungen sollte man sich auch die Schädlichkeit für uns Menschen ins Bewusstsein rufen. Die in der Heizungsluft ausgasenden Pestizide im Wohnzimmer können gerade für empfindliche Menschen zu einem Problem werden.
Der NABU empfiehlt deshalb den Kauf von Fichten, Kiefern oder Tannen aus Durchforstung oder aus Weihnachtsbaum-Kulturen, die nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet werden. Bei Ökokulturen wird nicht auf Insektizide und Herbizide gesetzt, sondern auf die Artenvielfalt heimischer Insekten, wodurch der Schädlingsbefall auf natürliche Weise reguliert wird. Auf diesen Flächen werden beispielsweise Schafe zur mechanischen Vermeidung von ungewünschtem Aufwuchs und zur Düngung eingesetzt. Die Bäume aus solchen Kulturen tragen zum Beispiel Siegel wie Forest Stewardship Council (FSC), Naturland, Bioland oder Demeter, sind aber in Thüringen schwer zu finden.
Als weitere Alternative bieten sich zum Beispiel Nadelbäume von sogenannten Sonderflächen an. Sie wachsen unter Strom- und Leitungstrassen, sind in der Regel unbehandelt und müssen sowieso gefällt werden. Da die Flächen von regionalen Forstbetrieben bewirtschaftet werden, kann man einfach beim Förster oder Forstamt anfragen. Diese laden zur Vorweihnachtszeit zum Verkauf oder an bestimmten Tagen zum Weihnachtsbaumschlagen ein.
Neben einem unbelasteten Baum bekommt man so auch die Gelegenheit für einen kleinen Familienausflug, denn oft können die Bäume selbst ausgesucht und abgesägt werden.
Was das Schmücken des Baumes betrifft, kann man auch hier ökologisch bewusst handeln und auf Kunststoffe verzichten. Der NABU empfiehlt Figuren und Sterne aus Papier, Holz und Stroh zu basteln oder Anhänger aus Salzgebäck zu stechen und zu bemalen. Naturmaterialien wie Zapfen, Samen und Nüsse verschönern ebenso den Baum wie getrocknete und aufgefädelte Fruchtringe.
Autor: redSelten liegen die Geschenke am Heiligen Abend unter einer heimischen Tanne oder Fichte. Oft handelt es sich um exotische Nadelbaumarten, welche auf Plantagen kultiviert werden. Auf derartigen Plantagen wird meist kräftig gespritzt und gedüngt. Insektizide, Herbizide und Mineraldünger werden zum Schutz der Bäume sowie für den gleichmäßigen Wuchs und eine satte Färbung der Nadeln eingesetzt.
Laut dem NABU wird durch die häufig angewendeten Totalherbizide nicht nur die Bodenvegetation vollständig totgespritzt, sondern auch der Boden und das Grundwasser belastet sowie die Tierwelt in Mitleidenschaft gezogen. Jenseits dieser ökologischen Überlegungen sollte man sich auch die Schädlichkeit für uns Menschen ins Bewusstsein rufen. Die in der Heizungsluft ausgasenden Pestizide im Wohnzimmer können gerade für empfindliche Menschen zu einem Problem werden.
Der NABU empfiehlt deshalb den Kauf von Fichten, Kiefern oder Tannen aus Durchforstung oder aus Weihnachtsbaum-Kulturen, die nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet werden. Bei Ökokulturen wird nicht auf Insektizide und Herbizide gesetzt, sondern auf die Artenvielfalt heimischer Insekten, wodurch der Schädlingsbefall auf natürliche Weise reguliert wird. Auf diesen Flächen werden beispielsweise Schafe zur mechanischen Vermeidung von ungewünschtem Aufwuchs und zur Düngung eingesetzt. Die Bäume aus solchen Kulturen tragen zum Beispiel Siegel wie Forest Stewardship Council (FSC), Naturland, Bioland oder Demeter, sind aber in Thüringen schwer zu finden.
Als weitere Alternative bieten sich zum Beispiel Nadelbäume von sogenannten Sonderflächen an. Sie wachsen unter Strom- und Leitungstrassen, sind in der Regel unbehandelt und müssen sowieso gefällt werden. Da die Flächen von regionalen Forstbetrieben bewirtschaftet werden, kann man einfach beim Förster oder Forstamt anfragen. Diese laden zur Vorweihnachtszeit zum Verkauf oder an bestimmten Tagen zum Weihnachtsbaumschlagen ein.
Neben einem unbelasteten Baum bekommt man so auch die Gelegenheit für einen kleinen Familienausflug, denn oft können die Bäume selbst ausgesucht und abgesägt werden.
Was das Schmücken des Baumes betrifft, kann man auch hier ökologisch bewusst handeln und auf Kunststoffe verzichten. Der NABU empfiehlt Figuren und Sterne aus Papier, Holz und Stroh zu basteln oder Anhänger aus Salzgebäck zu stechen und zu bemalen. Naturmaterialien wie Zapfen, Samen und Nüsse verschönern ebenso den Baum wie getrocknete und aufgefädelte Fruchtringe.