Sa, 12:34 Uhr
21.03.2015
Fünf an einem Tisch
Mit einer festlichen Veranstaltung haben Mitglieder, Freunde und Wegbereiter des tlv thüringer lehrerverband am heutigen Vormittag der Gründung des Verbands vor 25 Jahren gedacht. Der Einladung in den Meininger Hof in Saalfeld folgten neben der amtierenden Kultusministerin des Freistaates auch vier ihrer Amtsvorgänger...
Dort, wo vor einem Vierteljahrhundert die Gründungsversammlung des tlv stattfand, wurde heute eine lebendige Rückschau gehalten. Stellvertretend für die rund 200 Gründungsmitglieder, von denen viele anwesend waren, sprach Uwe Köhler. Es waren verrückte Zeiten damals, erinnert sich Köhler, der noch immer Mitglied im Kreisverband Saalfeld/Rudolstadt ist:
Plötzlich sei sie dagewesen, die Möglichkeit, Meinungen frei zu äußern und sich unabhängig vom Staats- und Parteiapparat in Gremien zu organisieren. Diese Gelegenheit ergriffen die Thüringer Lehrerinnen und Lehrer beim Schopfe, weil sie sich nichts sehnlicher wünschten, als eine Schule jenseits von politischen Zwängen und entwürdigenden, paramilitärischen Kommandostrukturen.
Dr. Albin Dannhäuser, heute Ehrenmitglied des tlv, schloss in seine Grußworte auch einen warmen Dank an die Kolleginnen und Kollegen des BLLV (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) mit ein. Vor allem dessen langjähriger Bezirksvorsitzender aus Oberfranken, Siegfried Habermann, stand den Thüringer Gründern zu Beginn mit großem Engagement, klugem Rat und vielerlei praktischen Hilfestellungen zur Seite.
Rolf Busch, seit 1999 Landesvorsitzender des tlv, würdigte die hervorragende Arbeit, die die Verbandsmitglieder seit einem Vierteljahrhundert leisten. Es fühlt sich heute an wie ein gigantisches Klassentreffen, so Busch sichtlich bewegt. Aber anstelle vieler individueller Geschichten haben wir eine große, gemeinsame Geschichte, auf die wir mit Stolz und Dankbarkeit zurückblicken dürfen.
Dass der tlv seine Rolle als Interessenvertretung für die Thüringer Pädagogen sehr ernst nimmt und sich, wann immer es nötig ist, mit kritischer Stimme ins politische Geschehen einmischt, haben vor allem die Kultusminister des Freistaates immer wieder aushalten müssen. Fünf von ihnen haben sich heute bei einer Podiumsdiskussion unter Leitung des Journalisten Hartmut Kaczmarek zum Thema Bildungspolitik in Thüringen im Wandel der Zeit" ausgetauscht. Neben der amtierenden Ministerin Dr. Birgit Klaubert nahmen ihre Amtsvorgänger Christine Lieberknecht, Dr. Michael Krapp, Bernward Müller und Christoph Matschie teil.
Die wichtigste Botschaft für Rolf Busch war dabei die Zusage der amtierenden Kultusministerin, den aus dem vorhergehenden Koalitionsvertrag übernommenen Beschluss, zusätzlich 500 Lehrer pro Jahr einzustellen und eine Vertretungsreserve aufzubauen, endlich in die Tat umzusetzen. Das ist ein sehr guter Ausgangspunkt für die dringend notwendigen Veränderungen in Thüringens Bildungspolitik, so Busch. Mit unserer Kampagne 'Stoppt den Lehrerkollaps' kämpfen wir schließlich seit drei Jahren dafür, dass diese Beschlüsse verwirklicht werden. Insofern wäre die Umsetzung ein schönes Geburtstagsgeschenk für den tlv.
Autor: redDort, wo vor einem Vierteljahrhundert die Gründungsversammlung des tlv stattfand, wurde heute eine lebendige Rückschau gehalten. Stellvertretend für die rund 200 Gründungsmitglieder, von denen viele anwesend waren, sprach Uwe Köhler. Es waren verrückte Zeiten damals, erinnert sich Köhler, der noch immer Mitglied im Kreisverband Saalfeld/Rudolstadt ist:
Plötzlich sei sie dagewesen, die Möglichkeit, Meinungen frei zu äußern und sich unabhängig vom Staats- und Parteiapparat in Gremien zu organisieren. Diese Gelegenheit ergriffen die Thüringer Lehrerinnen und Lehrer beim Schopfe, weil sie sich nichts sehnlicher wünschten, als eine Schule jenseits von politischen Zwängen und entwürdigenden, paramilitärischen Kommandostrukturen.
Dr. Albin Dannhäuser, heute Ehrenmitglied des tlv, schloss in seine Grußworte auch einen warmen Dank an die Kolleginnen und Kollegen des BLLV (Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband) mit ein. Vor allem dessen langjähriger Bezirksvorsitzender aus Oberfranken, Siegfried Habermann, stand den Thüringer Gründern zu Beginn mit großem Engagement, klugem Rat und vielerlei praktischen Hilfestellungen zur Seite.
Rolf Busch, seit 1999 Landesvorsitzender des tlv, würdigte die hervorragende Arbeit, die die Verbandsmitglieder seit einem Vierteljahrhundert leisten. Es fühlt sich heute an wie ein gigantisches Klassentreffen, so Busch sichtlich bewegt. Aber anstelle vieler individueller Geschichten haben wir eine große, gemeinsame Geschichte, auf die wir mit Stolz und Dankbarkeit zurückblicken dürfen.
Dass der tlv seine Rolle als Interessenvertretung für die Thüringer Pädagogen sehr ernst nimmt und sich, wann immer es nötig ist, mit kritischer Stimme ins politische Geschehen einmischt, haben vor allem die Kultusminister des Freistaates immer wieder aushalten müssen. Fünf von ihnen haben sich heute bei einer Podiumsdiskussion unter Leitung des Journalisten Hartmut Kaczmarek zum Thema Bildungspolitik in Thüringen im Wandel der Zeit" ausgetauscht. Neben der amtierenden Ministerin Dr. Birgit Klaubert nahmen ihre Amtsvorgänger Christine Lieberknecht, Dr. Michael Krapp, Bernward Müller und Christoph Matschie teil.
Die wichtigste Botschaft für Rolf Busch war dabei die Zusage der amtierenden Kultusministerin, den aus dem vorhergehenden Koalitionsvertrag übernommenen Beschluss, zusätzlich 500 Lehrer pro Jahr einzustellen und eine Vertretungsreserve aufzubauen, endlich in die Tat umzusetzen. Das ist ein sehr guter Ausgangspunkt für die dringend notwendigen Veränderungen in Thüringens Bildungspolitik, so Busch. Mit unserer Kampagne 'Stoppt den Lehrerkollaps' kämpfen wir schließlich seit drei Jahren dafür, dass diese Beschlüsse verwirklicht werden. Insofern wäre die Umsetzung ein schönes Geburtstagsgeschenk für den tlv.