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Mi, 19:36 Uhr
23.09.2015
kn-Forum

Ja, aber…

Antwort einer Leserin auf den Leserbrief: WIR SIND KEINE NAZIS - WIR HABEN ANGST! Offener Brief an die Landrätin.

An alle, die kein schlechtes Gewissen eingeredet bekommen wollen: Ich bin erschrocken ob der großen Vorbehalte, die von vielen in unserem Landkreis und speziell in Schernberg lebenden Mitbürgerinnen und Mitbürgern aufgeführt werden und frage mich, in was sich die Angst dieser Menschen begründet sieht.

- „Wir haben Angst vor radikalen Islamisten!“

Ja; aber: „radikale Islamisten“, also radikal islamistische Terroristen, sind sicher in der Regel - wie wahrscheinlich leider alle Terroristen weltweit – so gut organisiert und bedürfen keiner wochen- oder gar monatelangen aufwendigen Flucht und eines Asylverfahrens, um sich in Europa und der Welt „breit zu machen“.

- „Wir haben Angst vor den enormen finanziellen Ausgaben und deren Konsequenzen!“

Ja. Die menschenwürdige Unterbringung und Versorgung dieser Menschen in Deutschland wird viel kosten. Und welche Konsequenzen dies alles für „unser Land“ haben wird, ist nicht absehbar. Aber: ich bin mir sicher, dass es keinem hier in diesem Land Geborenen schlechter gehen wird, als bisher.

- „Wir haben Angst vor Gewalt in unserem Dorf, denn die Flüchtlinge sind hier weit weg vom Stadtzentrum!“

Ja; aber: Was bitte hat der mögliche Ausbruch von Gewalt mit dem Leben auf dem Dorf oder in der Stadt zu tun? Und überhaupt: diese Menschen, die bald in unserem Landkreis leben werden, suchen aus welchen Gründen auch immer Asyl in unserem Land. Das Wort Asyl leitet sich ab aus dem griechischen und bedeutet so viel wie „unberaubt; sicher“. Wieso überhaupt ist dann einer Ihrer ersten Gedanken bzw. unterstellt man diesem Menschen, dass sie hier Gewalt ausüben (wollen), wo sie doch genau davor fliehen?

- „Wir haben Angst vor der Spaltung der Dorfgemeinschaft“

Ja; aber: wieso bitteschön das denn? Weil Sie, die sich „Sorgen“ machen, nicht damit leben können, dass es Einwohner von Schernberg gibt, die kein Problem mit der Unterbringung haben und Einwohner, denen es egal ist?

- „Wir haben Angst um die Sicherheit unserer Kinder!“

Ja. Ich bin mir sicher, dass sich (fast) alle Eltern täglich große Sorgen um das Wohl ihrer Kinder machen… Aber: bitteschön vor was haben Sie da Angst im Hinblick auf die Flüchtlinge? Töten Araber oder Menschen die aus Länder des afrikanischen Kontinents stammen Kinder und opfern sie ihrem Gott? Oder bitte was sollen diese Menschen ihren Kindern tun? Der bloße Anblick eines Menschen mit einer anderen Hautfarbe hat meines Wissens bei noch Niemand zu nachhaltigen gesundheitlichen Einschränkungen geführt.

Angst müssen vielmehr die Eltern um ihre Kinder haben, die z. B. in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Rockensußra leben und hier in Deutschland ein sicheres Leben suchen, wenn in drei Nachbarhäusern Feuer gelegt und ein gemeiner Brandanschlag verübt wird.

- „Wir haben Angst vor dem Aufeinanderprallen der Kulturen und Religionen“

Ja, diese Menschen haben eine andere Mentalität. Ja, diese Menschen haben in einer anderen Kultur gelebt, sind anders sozialisiert und viele von ihnen glauben an einen „anderen“ Gott. Aber: ich bekomme Angst, wenn ich von diesen „Ängsten“ lesen muss; und zwar um - wenn man es so nennen will - die “Kultur“ in unserem Land. Wenn dies „die Kultur“ ist, die es zu schützen gilt, halte ich es lieber mit unserer Kanzlerin und sage „Dies ist dann nicht mehr mein Land.“

Christiane Zyber
Autor: khh

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Dullinger
23.09.2015, 19:51 Uhr
Angst!?
Hallo Frau Zyper,

ich würde gerne in einem persönlichen Gespräch meine Gedanken mit Ihnen austauschen. Ich lade Sie hiermit nach Schernberg ein. MfG Ulf Krell (einer der Unterzeichner)
Micha123
23.09.2015, 23:30 Uhr
Angst
Warum wird die Angst der Schernberger hier nieder gemacht? Sie ist vollkommen berechtigt.

Da Sie - Frau Zyber - Rockensußra erwähnen und anscheinend kennen - so wissen Sie, dass dort die Menschen in richtigen Wohnungen sind.
Nicht in einer Schule mit Klassenräumen - in denen dann 4qm Platz sein sollen für einen "Flüchtling".

Alleine diese Art und Weise der Unterbringung wird für Konflikte sorgen.

Sind Sie dann den ganzen Tag/Nacht in Schernberg vor Ort und kümmern sich um die Flüchtlinge? Die Kernstadt Sondershausen ist weit weg - was wollen 250 Menschen den ganzen Tag/Nacht in Schernberg machen?

Neben der Schule ist eine Kita ... zeigen Sie mir bitte einen, der dann nicht besorgt ist, wenn man sein Kind dort hin bringt und daneben 250! Asylanten "hausen".

Als die Schule geschlossen wurde - da war kein Geld mehr da. Kein Geld mehr für die Menschen, die schon immer dort leben. Und jetzt plötzlich da rollt der Rubel. Gegenüber dem Bürger ist das nicht fair.
Und warum muss der kleine Bürger hier Spielball der Politik sein? Die Oberen bekommen es nicht in die Reihe die Konflikte zu lösen - welche es seit Jahren gibt in den Herkunftsländern.

Und können Sie Frau Zyber genau sagen wer dieses Asyl braucht? Oder geht es den Menschen nicht doch eher um den Wohlstand hier in Deutschland, welchen unsere Mütter, Väter, Großmütter, Großvater aufgebaut haben?
Warum sind die Schernberger nach 1945 nicht alle ausgewandert? Sie blieben in ihrer Heimat und haben dort was gemacht - was aufgebaut. Warum sind die "Asylanten" zum Großteil nur junge Männer? Männer die vor Krieg flüchten? Warum kämpfen sie dann nicht gegen den Krieg?

Und warum nutzt man nicht das Ferienlager auf dem Straußberg für die Flüchtlinge. Dort ist alles vorhanden und für zig Hunderte Menschen ein vernünftiger Platz. Das Geld für den Ausbau der Schule kann man sich dann in Schernberg sparen.

Die Bürger, das Volk - man muss auch einmal nein! sagen dürfen und es durchsetzen - sonst werden auch Sie Frau Zyber eines Tages zum Spielball der Politik.
Mueller13
24.09.2015, 10:04 Uhr
Denken Sie eigentlich, ehe Sie schreiben?
Ich könnte den ganzen Brief zerpflücken, nehme aber beispielhaft nur einen Absatz.

Zitat CZ: "Die menschenwürdige Unterbringung und Versorgung dieser Menschen in Deutschland wird viel kosten. Und welche Konsequenzen dies alles für „unser Land“ haben wird, ist nicht absehbar. Aber: ich bin mir sicher, dass es keinem hier in diesem Land Geborenen schlechter gehen wird, als bisher."

Ich weiß, Deutsche gibt es in Ihrem Vokabular nicht mehr. Bei Ihnen heißen wir entweder "Bevölkerung" oder einfach "in diesen Land Geborene". Und schön auch dass Sie "unser Land" in Anführungsstriche setzen. Da weiß man doch gleich, welche Gesinnung hier am Werke ist - das aber nur am Rande.

Haben Sie diesen Absatz auch nur im Ansatz durchdacht? Wie passen folgende Gedanken zusammen?
-> wird viel kosten -> die Konsequenzen sind nicht absehbar -> keinen wird es schlechter gehen ?!?!?

Bitte klären Sie mich auf, wie Sie es bewerkstelligen wollen, die hohen Kosten zu finanzieren, ohne dass es einem anderen schlechter gehen wird. Das hört sich nach einem feuchten sozialistischen Traum an. Jedem sollte klar sein, dass alles, was ich einem zukommen lasse als Staat, ich vorher einem anderen weggenommen haben muss. Jeder andere Erklärungsversuch wird ins Leere laufen.

Ich gehe davon aus, dass wir zum Ende des Jahres 1000 Asylanten im Kyffhäuserkreis haben werden (das ist eine eher vorsichtige Schätzung). Gehen wir weiter davon aus, dass jeder dieser Asylanten 2.000 Euro im Monat kostet (Taschengeld, Unterkunft, Heizung, Strom, Wasser, medizinische Versorgung, Polizei, Wachdienst, Schule, Sprachkurse, Verwaltung, Infrastruktur, Reinigung usw.). Macht dann in Summe 2.000.000 Euro im Monat, aufs Jahr gerechnet 24.000.000 Euro.
Wo genau wollen Sie diese Summe herzaubern? Der gesunde Menschenverstand sollte Ihnen sagen, dass Sie diesen Betrag jemand anderes wegnehmen müssen - und demjenigen sollen 24.000.000 Euro nicht auffallen? Da bin ich aber gespannt.

Was mich aber wirklich auf die Palme bringt, ist Ihre Aussage: "die Konsequenzen sind nicht absehbar". Ich weiß, dass Sie die Konsequenzen nicht absehen können. Aber warum verurteilen Sie diejenigen, die sich offensichtlich ein paar Gedanken mehr gemacht haben und zu dem Ergebnis gekommen sind: "Ich kann die Konsequenzen absehen und sie gefallen mir nicht! Deshalb werde ich mich dagegen wehren."?
C.Zyber
24.09.2015, 12:11 Uhr
Unser Land... (Antwort auf "Denken Sie eigentlich, ehe Sie schreiben?")
Sehr geehrte/r Frau/Herr Müller,

ich habe kein Problem mit dem Wort „Deutsche“. Womit ich aber sehr wohl ein Problem habe, ist mit den Worten „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“

Ich selbst habe das Glück, in Deutschland geboren zu sein und in diesem Land zu leben. Ob ich mich deshalb „deutsch“ fühle, darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Aber das passt ja zu Ihrer Frage “Denken Sie eigentlich, ehe Sie schreiben“.

Ich lebe allerdings gern hier und bin dankbar, dass wir in einer friedlichen Region in dieser Welt leben, in der es seit 70 Jahren keinen Krieg gibt; wir weitestgehend von verheerenden Naturkatastrophen verschont bleiben; wir genug Wasser in unserem Land haben; es eine sehr gute Infrastruktur und ein solches soziales Netz und Sicherungssystem gibt, das allen Menschen, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, die Erfüllung der Grundbedürfnisse ermöglicht; ich keine Angst haben muss, dass ein willkürliches Terrorregime mich oder einen Angehörigen meiner Familie mal eben so verhaftet, mein Bruder nicht zum Militärdienst gezwungen wird, meine Patenkinder nicht jeden Tag der Gefahr ausgesetzt sind, einem Bombenanschlag zum Opfer zu fallen und niemand Angst haben muss, seine Meinung zu sagen!
Micha123
24.09.2015, 12:33 Uhr
„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“
Frau Zyber...

Sie erwähnen, dass Sie damit ein Problem haben:

„Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“

Solche Äußerungen hat in den Kommentaren keiner von sich gegeben. Und darum geht es gar nicht. Sie selbst schieben doch durch solche Aussagen jeden Gegner eines Asylheimes in die rechte Ecke.
Sie pauschalisieren die Meinungen derer, die nicht Ihrer Meinung sind.

Die Schernberger sagen "Wir sind keine Nazis" - und so ist es auch. Finden sie sich einmal damit ab, dass man nun nicht einfach auf jeden so die "Nazikeule" schwingen kann und er so verstummt.

Und wie Sie richtig erkennen - es ist gut, dass wir Meinungsfreiheit haben. Ich hoffe, dass Sie das genau erkennen.
Mueller13
24.09.2015, 14:21 Uhr
@ CZ: Antwort?
Was hält Sie eigentlich davon ab, auf meine Frage zu antworten? Wie sollen die Bürger des Kyffhäuserkreises die 24.000.000 Euro für die Asylanten aufbringen? Wem wollen Sie diesen Betrag wegnehmen?

Alles was Sie vortragen kommt aus einem typischen Satzbaukastensystem. Was in aller Welt wollen Sie uns damit sagen, dass wir seit 70Jahren keinen Krieg hatten? Keine Naturkatastrophe? Ja, wir haben (noch) eine gute Infrastruktur. Ja, wir haben (noch) ein Sozialsystem. Und es wird Sie überraschen, dafür müssen jeden Tag sehr viele Leute sehr hart arbeiten. Aber warum sollte mich das in irgendeiner Weise verpflichten Menschen aus allen möglichen Ländern aufzunehmen und zu versorgen?
snooker2404
24.09.2015, 17:14 Uhr
Was geht in diesen Köpfen vor.
Hat jemand von den Leuten die solche Angst vor den Asylanten haben schon mal Kontakt mit diesen Menschen gehabt.Dann könnte man sicherlich nicht solche Aussagen machen.Ich habe öfter mal Kontakt mit unseren neuen Mitbewohnern.Welch ein Wunder, ich wurde noch nicht aufgefressen.Natürlich haben wir im Osten nie viel Kontakt mit Einwanderern gehabt.Aber wollten wir nicht alle die grosse freie Welt.Also aufhören mit Jammern und Angstmacherei und die Flüchtlinge herzlich empfangen.
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