Do, 15:43 Uhr
11.02.2016
Optimale Lernbedingungen für unsere Schüler sind das Ziel
Zum Thema Kyffhäusergymnasium
Unter dieser Überschrift meldet sich der Vorsitzende des Bildungsausschuss des Kreistags, Uwe Vogt (SPD), in einer Stellungnahme zu den aktuellen Geschehnissen um die Schulneubauten, nicht nur des Kyffhäusergymnasiums, aber auch mit einer klaren Forderung an Kreis uns Stadt Bad Frankenhausen...
Der Bereich Bildung ist in der laufenden Legislaturperiode das Herzstück der Verwaltungsarbeit des Landratsamtes des Kyffhäuserkreises. Mit großen Kraftanstrengungen wurden in den zurückliegenden Monaten viele Dinge auf den Weg gebracht, sei es die Erfüllung der Brandschutzanforderungen in vielen Schulen oder die zahlreichen aktuell laufenden Baumaßnahmen (z.B. Grundschule Bad Frankenhausen, TGS Oldisleben oder TGS Ebeleben). In Millionenhöhe.
Viel wurde über dieses Thema oft kontrovers diskutiert, nun folgen nach den Worten und der Verabschiedung der Fortschreibung der Schulnetzplanung wichtige Taten. Bei dieser Schulnetzplanung gibt es bekannterweise drei ganz große Maßnahmen: die TGS Greußen, die Franzbergschule Sondershausen und das Kyffhäusergymnasium Bad Frankenhausen. Hier geht es um Schulneubauten, die insgesamt einen größeren zweistelligen Millionenbetrag kosten, die man nicht so einfach aus der Portokasse bezahlen kann.
Deshalb gibt es seit Monaten zahlreiche Überlegungen und Abwägungen. Wenn man im 2. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts für Schulneubauten sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, kann damit nur ein Ziel verfolgt werden: die optimalen Lernbedingungen für unsere Schüler. Dafür setzt sich die Kreisverwaltung sowie die zuständigen Gremien wie der Bildungsausschuss mit aller Kraft ein.
Oberste Priorität hat die TGS Greußen. Mit dem förderunschädlichen Maßnahmebeginn hat das Land ein deutliches Signal gesetzt, die Zusage des Ministerpräsidenten aus dem vergangenen Jahr ist uns bekannt, die Eigenmittel kann der Kreis zur Verfügung stellen. Nun warten wir auf den Fördermittelbescheid des Landes. Mit der Schaffung der TGS ist u.a. das Hauptanliegen der Greußener aufgenommen worden, das langfristige Etablieren der Klassen 1 bis 12 und das Anbieten aller drei Schulabschlüsse.
In Sondershausen ist die Franzbergschule unter wahrhaftig nicht optimalen Bedingungen ausgelagert, vertragliche Bedingungen regeln, dass ein neues Schulgebäude zum Schuljahr 2018/19 fertig sein muss. Dafür sind entsprechende Fördermittel beim Bund beantragt, auch hier steht der Eigenanteil. Da es diesbezüglich aber derzeit keine Verlässlichkeit zu den beantragten Fördermitteln gibt, werden auch andere Finanzierungsvarianten seitens des Kreises geprüft, damit die Schüler des Einzugsbereiches der Franzbergschule wieder vernünftigere Lernbedingungen in absehbarer Zukunft bekommen.
In Bad Frankenhausen ist die Diskussion über den langfristigen Standort des Gymnasiums im vollen Gange. Es könnte dabei der Eindruck entstehen, als sei hier die Fördermittelzusage erteilt, das ist aber genauso wie in den beiden anderen Fällen nicht so. Es gelten die gleichen Finanzierungsbedingungen wie in Sondershausen, der Antrag über ein Bundesprogramm wurde fristgerecht gestellt.
Ich finde es gut, wenn eine breite Bevölkerungsschicht sich in die Diskussion um den Schulstandort des Gymnasiums einbringt. Dabei sollte genau wie in den beiden anderen Fällen eines im Mittelpunkt stehen: die bestmöglichen Lernbedingungen für alle Schüler in Bad Frankenhausen.
Die Stadt hat eine schöne Regelschule, für die Grundschüler wird aktuell in der Feldstraße mit erheblichen Kreismitteln die Grundschule umgebaut, in Udersleben wurde in den Brandschutz investiert. Fast man das in den letzten knapp vier Jahren vom Kreis investierte Geld für die Schulen der Kurstadt zusammen, ist das immerhin eine Summe von ca. 2,5 Millionen Euro.
Bleibt das Gymnasium. Aus städtebaulicher und traditioneller Sicht verstehe ich, dass der denkmalgeschützte Altbau des Gymnasiums dabei eine große Rolle in der Diskussion spielt. Allein die Tatsache, dass mittlerweile elf Varianten zu Papier gebracht wurden, zeigt, dass der Kreis sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Wenn es weitere Varianten jetzt in der Diskussion gibt, sollen diese selbstverständlich geprüft werden.
Aber insbesondere bei einer Weiterverwendung des denkmalgeschützten Altbaus muss dieser auch an zeitgemäße Schulbedingungen (Raumgröße) angepasst werden. Wenn das machbar wäre und zum Beispiel mit einem Ergänzungsbau in unmittelbarer Nähe ein optimales Lernen in dieser Schulform ermöglicht werden kann, wird sich kein vernünftiger Entscheidungsträger diesem Standpunkt verwehren.
Letztendlich muss dann ein Kostenvergleich mit dem diskutierten Neubau am Standort der Regelschule gemacht werden. Die Bereitschaft der Stadt Bad Frankenhausen, bei all diesen Dingen mit Rat und Tat zu helfen, finde ich ehrenwert. Eines dürfte aber auch im Fall Bad Frankenhausen klar sein: eine finanzielle Mehrbelastung im Vergleich zu einem kompletten Schulneubau kann nicht über die Kreisumlage zu Kosten aller Kommunen gehen, dafür ist die Haushaltslage vieler Kommunen einfach zu prekär.
Uwe Vogt
Vorsitzender des Bildungsausschusses
Autor: khhDer Bereich Bildung ist in der laufenden Legislaturperiode das Herzstück der Verwaltungsarbeit des Landratsamtes des Kyffhäuserkreises. Mit großen Kraftanstrengungen wurden in den zurückliegenden Monaten viele Dinge auf den Weg gebracht, sei es die Erfüllung der Brandschutzanforderungen in vielen Schulen oder die zahlreichen aktuell laufenden Baumaßnahmen (z.B. Grundschule Bad Frankenhausen, TGS Oldisleben oder TGS Ebeleben). In Millionenhöhe.
Viel wurde über dieses Thema oft kontrovers diskutiert, nun folgen nach den Worten und der Verabschiedung der Fortschreibung der Schulnetzplanung wichtige Taten. Bei dieser Schulnetzplanung gibt es bekannterweise drei ganz große Maßnahmen: die TGS Greußen, die Franzbergschule Sondershausen und das Kyffhäusergymnasium Bad Frankenhausen. Hier geht es um Schulneubauten, die insgesamt einen größeren zweistelligen Millionenbetrag kosten, die man nicht so einfach aus der Portokasse bezahlen kann.
Deshalb gibt es seit Monaten zahlreiche Überlegungen und Abwägungen. Wenn man im 2. Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts für Schulneubauten sehr viel Geld in die Hand nehmen muss, kann damit nur ein Ziel verfolgt werden: die optimalen Lernbedingungen für unsere Schüler. Dafür setzt sich die Kreisverwaltung sowie die zuständigen Gremien wie der Bildungsausschuss mit aller Kraft ein.
Oberste Priorität hat die TGS Greußen. Mit dem förderunschädlichen Maßnahmebeginn hat das Land ein deutliches Signal gesetzt, die Zusage des Ministerpräsidenten aus dem vergangenen Jahr ist uns bekannt, die Eigenmittel kann der Kreis zur Verfügung stellen. Nun warten wir auf den Fördermittelbescheid des Landes. Mit der Schaffung der TGS ist u.a. das Hauptanliegen der Greußener aufgenommen worden, das langfristige Etablieren der Klassen 1 bis 12 und das Anbieten aller drei Schulabschlüsse.
In Sondershausen ist die Franzbergschule unter wahrhaftig nicht optimalen Bedingungen ausgelagert, vertragliche Bedingungen regeln, dass ein neues Schulgebäude zum Schuljahr 2018/19 fertig sein muss. Dafür sind entsprechende Fördermittel beim Bund beantragt, auch hier steht der Eigenanteil. Da es diesbezüglich aber derzeit keine Verlässlichkeit zu den beantragten Fördermitteln gibt, werden auch andere Finanzierungsvarianten seitens des Kreises geprüft, damit die Schüler des Einzugsbereiches der Franzbergschule wieder vernünftigere Lernbedingungen in absehbarer Zukunft bekommen.
In Bad Frankenhausen ist die Diskussion über den langfristigen Standort des Gymnasiums im vollen Gange. Es könnte dabei der Eindruck entstehen, als sei hier die Fördermittelzusage erteilt, das ist aber genauso wie in den beiden anderen Fällen nicht so. Es gelten die gleichen Finanzierungsbedingungen wie in Sondershausen, der Antrag über ein Bundesprogramm wurde fristgerecht gestellt.
Ich finde es gut, wenn eine breite Bevölkerungsschicht sich in die Diskussion um den Schulstandort des Gymnasiums einbringt. Dabei sollte genau wie in den beiden anderen Fällen eines im Mittelpunkt stehen: die bestmöglichen Lernbedingungen für alle Schüler in Bad Frankenhausen.
Die Stadt hat eine schöne Regelschule, für die Grundschüler wird aktuell in der Feldstraße mit erheblichen Kreismitteln die Grundschule umgebaut, in Udersleben wurde in den Brandschutz investiert. Fast man das in den letzten knapp vier Jahren vom Kreis investierte Geld für die Schulen der Kurstadt zusammen, ist das immerhin eine Summe von ca. 2,5 Millionen Euro.
Bleibt das Gymnasium. Aus städtebaulicher und traditioneller Sicht verstehe ich, dass der denkmalgeschützte Altbau des Gymnasiums dabei eine große Rolle in der Diskussion spielt. Allein die Tatsache, dass mittlerweile elf Varianten zu Papier gebracht wurden, zeigt, dass der Kreis sich intensiv mit der Thematik beschäftigt. Wenn es weitere Varianten jetzt in der Diskussion gibt, sollen diese selbstverständlich geprüft werden.
Aber insbesondere bei einer Weiterverwendung des denkmalgeschützten Altbaus muss dieser auch an zeitgemäße Schulbedingungen (Raumgröße) angepasst werden. Wenn das machbar wäre und zum Beispiel mit einem Ergänzungsbau in unmittelbarer Nähe ein optimales Lernen in dieser Schulform ermöglicht werden kann, wird sich kein vernünftiger Entscheidungsträger diesem Standpunkt verwehren.
Letztendlich muss dann ein Kostenvergleich mit dem diskutierten Neubau am Standort der Regelschule gemacht werden. Die Bereitschaft der Stadt Bad Frankenhausen, bei all diesen Dingen mit Rat und Tat zu helfen, finde ich ehrenwert. Eines dürfte aber auch im Fall Bad Frankenhausen klar sein: eine finanzielle Mehrbelastung im Vergleich zu einem kompletten Schulneubau kann nicht über die Kreisumlage zu Kosten aller Kommunen gehen, dafür ist die Haushaltslage vieler Kommunen einfach zu prekär.
Uwe Vogt
Vorsitzender des Bildungsausschusses
