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Di, 11:06 Uhr
14.06.2016
Kommunalpolitik

VS zum Thema Busverkehr Sondershausen

Die Fraktion der Volkssolidarität im Stadtrat der Stadt Sondershausen will eine Vorlage eines Stadtratbeschlusses in Form einer Willensbekundung zum Thema städtischer Nahverkehr einbringen. Der Wortlaut liegt kn vor und wirft Fragen auf...

Hier der Wortlaut:

Beschlussvorlage als Willensbekundung:
Der Stadtrat der Stadt Sonderhausen beschließt im Rahmen einer Willensbekundung, dass der städtische Nahverkehr auch weiterhin zur Versorgung der BürgerInnen erhalten bleibt und dieses durch den Landkreis entsprechend abgesichert wird.

Begründung:
Der städtische Nahverkehr ist elementarer Bestandteil der regionalen Daseinsvorsorge. Durch Eingemeindungen ist unsere Stadt flächentechnisch größer als die Landeshauptstadt. Für viele Bürger, Schüler und Touristen ist der öffentliche Stadtverkehr unabdingbar und wird dringend benötigt.

Im Falle des Wegfalls würde unserer Kreisstadt ein desaströser Mobilitätsschaden für alle Bürger entstehen. Aufgrund der Konsolidierung ist es nicht möglich, die Kosten von über 400 000 Euro selbst zu tragen. Dies muss weiterhin im Rahmen der Kreisumlage von über 8.000.000 Euro geschehen. Den Prüfauftrag zur Überprüfung der Effizienz des Sondershäuser Nahverkehrs halten wir für unnötig, da Daseinsvorsorge nicht kostendeckend sein muss.


Kommentar kn
Die Formulierung in der Begründung:
"Den Prüfauftrag zur Überprüfung der Effizienz des Sondershäuser Nahverkehrs halten wir für unnötig, da Daseinsvorsorge nicht kostendeckend sein muss."
ist etwas verwirrend!

Am Mittwoch den 25.05.2016 hatte der Geschäftsführer der Regionalbus-Gesellschaft Unstrut-Hainich- und Kyffhäuserkreis mbH, Gerd Haßkerl, in einer öffentlichen Veranstaltung des DGB Kyffhäuserkreis verkündet:
"Der Entwurf der Fortschreibung des Nahverkehrsplan des Kyffhäuserkreises für den Zeitraum 2017 – 2021 war sogar durch ein Gutachten eines Berliner Ingenieurbüros abgesichert worden und die Einschätzung lautete, der Stadtbusverkehr Sondershausen ist effizient, so Haßkerl.
Haßkerl ging so weit und sagte, wenn hier weiter abgebaut wird, dann kann der Stadtverkehr ganz eingestellt werden.
Wenn kleinere Städte wie Bad Langensalza oder Hettstedt wegen ihrer Bedingungen auf der gleichen Basis einen Stadtbusverkehr organisieren, muss dass auch in der Kreisstadt Sondershausen möglich sein, so Haßkerl. Es gibt in Deutschland nur einige Großstädte, die mit eigenem Finanzierungsmodell einen Stadtbusverkehr organisieren, so Haßkerl weiter."

Hier der komplette Artikel
Stadtbusverkehr SDH schlägt Wellen.

Da stellt sich kn glatt die Frage, will jemand dieses Gutachten nicht in der Öffentlichkeit und vor allem nicht bei den Stadträten der Stadt Sondershausen wissen?
Autor: khh

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Kommentare
Th. Wurst
14.06.2016, 23:55 Uhr
Nicht nur Stadtlinien sind wichtig.
Ach ja, man will also jetzt doch nicht mehr die Stadt noch unatrakktiver werden lassen in den man als erste Kreisstadt ohne Stadtbus bestehen will. Wahnsinn wie schnell man seine Meinung revidiert und die Busse doch weiter fahren lässt. Da lobe ich mit das vorbild in Nordhausen. Man erreicht dann sogar noch mit der Stadtlinie spät abends noch die Bahnen die einen als einzigste möglichkeit nach Sondershausen bringen.

Wärend man selbst in der Woche schon vergeblich am bahnhof Sondershausen ebenfalls dann noch ein Bus erwarten darf. Ist schon schlimm genug das der sog. "Krankenhausbus" von frühert am Wochenende nicht mehr fährt und viele ältere Leute auf den Dörfern die kein Auto besitzen ein Wochenend Ausflug in die Stadt verwehrt bleibt,weil sie auf den Dörfern fest sitzen ohne öffentliche Verkehrsmittel.. Denn was fahren Samstags und Sonntags für Busse auf die Dörfer und kleinen Gemeinden? So gut wie gar keine. Darüber sollte auch einmal nach gedacht werden.
geloescht.20250302
15.06.2016, 08:25 Uhr
Eingemeindung der Dörfer
Das war eine rein finanzpolitische Entscheidung, garniert mit etwas Geographie, Folklore und Traditionspflege.

Es war nie geplant, die Dorfbewohner zu gleichberechtigten Stadtbewohnern zu machen. Sonst hätte nämlich tatsächlich der Krankenhausbus, den mein Vorredner so trefflich nostalgisch beschrieb, niemals abgeschafft werden dürfen, sondern wenigstens in einem ähnlichen Turnus wie die Stadtbuslinie 6 fahren müssen.

Und was das Ersarzbeförderungsmittel Taxi betrifft, könnte es auch bald noch dünner aussehen. Nämlich wenn der Mindestlohn wieder erhöht wird. Dann werden die Preise wieder hochschiessen und/oder es drohen Entlassungen und damit weniger Angebote. Dann gute Nacht, du tolle Kreisstadt und Tourismusperle des Thüringer Nordens.

Hsuptsache, Strecj hat seinen schiefen Turm, die Landrätin ihren Ferienpark und der restliche Osten seinen Geolift.

Rücksichtnahme auf Ältere und Benachteiligte? Vielleicht in der sozialen Markwirtschaft, aber wir steuern wieder in Richtung von Marx und Engels beschriebenem Manchester-Kapitalismus.

Wie gestern jemand zum Rententhema schrieb. Wenn man seine Arbeitskraft nicht mehr zum Steuerzahlen und zur Selbsterhaltung zur Verfügung stellen kann, ist man hierzulande überflüssig und hat gefälligst keine Forderungen zu stellen oder Ansprüche zu formulieren.
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