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Di, 15:34 Uhr
05.07.2016
Pilotprojekt „Landesprogramm Start Deutsch“

Sprachprogramm erfolgreich gestartet

„Der Spracherwerb ist die erste Voraussetzung für eine gelingende Integration und muss allen offen stehen“, sagt der Thüringer Migrationsminister Dieter Lauinger (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)...


„Wer die Sprache beherrscht, kann eine Arbeit aufnehmen und sich am sozialen Leben beteiligen. Daher freue ich mich sehr, dass unser Pilotprojekt gestartet ist."

Mit Projektfördermitteln des Thüringer Ministeriums für Migration, Justiz und Verbraucherschutz führt der Thüringer Volkshochschulverband seit Juni das Pilotprojekt an acht Standorten in Thüringen durch. In Meiningen, Sondershausen, Erfurt, Pößneck, Mühlhausen, Eisenach, Ilmenau und Heiligenstadt wird Zugewanderten, die keinen Zugang zu Integrationskursen des BAMF haben und nicht schulpflichtig sind, die Möglichkeit geboten, einen Kurs zu besuchen.

Bildungsministerin Birgit Klaubert (LINKE): „In die Planung des vom TMMJV initiierten Pilotprojekts Landesprogramm `Start Deutsch´ wurde das TMBJS intensiv einbezogen. Ich bin sehr froh darüber, dass dieses Landesprogramm auch für nicht mehr schulpflichtige minderjährige Flüchtlinge genutzt werden kann, um auch für diese – besonders schutzbedürftige – Zielgruppe Zugangsmöglichkeiten für eine berufliche Ausbildung zu schaffen, somit können wichtige Ressourcen für den Arbeitsmarkt zukunftsorientiert genutzt werden.“

Deutschkenntnisse werden in den Kursen bis zum Niveau A1 vermittelt. Entscheidend ist, dass durch dieses Angebot der Zugang zu weiterführenden Maßnahmen der berufsbezogenen Qualifizierung (z.B. ESF-BAMF-Sprachkurse) eröffnet wird. Theoretisch könnten diese Personen an berufsbezogenen Maßnahmen teilnehmen, jedoch fehlt ihnen die Zugangsvoraussetzung in Form des Mindest-Sprachniveaus von A1.

Im Rahmen des Pilotprojektes findet zunächst bis Ende des Jahres ein Kurs je Standort statt, der jeweils etwa 15 Teilnehmenden Platz bietet. Neben dem Sprachkurs, der täglich fünf Unterrichtsstunden umfasst, wird den Teilnehmenden an jedem Wochentag zusätzlich im Umfang von zwei Stunden eine Lernbegleitung angeboten.
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Kommentare

05.07.2016, 23.10 Uhr
Paulinchen | Lohnt sich denn der Aufwand?
Wie lange sind denn die überhaupt Flüchtlinge noch hier? Dürfen die denn nie wieder in ihre Heimat zurück??

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06.07.2016, 11.21 Uhr
Joerg Esser | Sprache ist Grundlage von Integration
Sehr geehrtes paulinchen,
Sprache bildet die Grundlage der Integration. Dabei ist es völlig unerheblich, ob oder wie lange die Flüchtlinge "hier" bleiben. Verständigungsprobleme mit unseren deutschen Mitbürgern werden ausgeräumt, die Zukunftschancen der Flüchtlinge steigen durch den Spracherwerb. Auch bei einer Rückkehr in ihr Heimatland werden die Chancen der Flüchtlinge mit Kenntnisse anderer Sprachen besser sein, als ohne. Das trägt auch zur Bekämpfung von Fluchtursachen bei.

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06.07.2016, 16.39 Uhr
Günther Hetzer | Hallo Jörg Esser
Sehr geehrter Herr Esser,

„Sprache bildet die Grundlage der Integration“ bitte versuchen Sie doch diese Behauptung zu untermauern. Ich halte eine solche Aussage für romantischen Schwachsinn. Denn Sprache bildet die Grundlage von einem großen Haufen… Nichts…! Die Grundlage der Integration ist schlicht der „WILLE“ sich zu integrieren. Die Sprache zu erlernen ist nur ein Bestandteil der Integration, in keinem Fall aber die Grundlage.
Ihre Aufgeführten Beispiele sprechen auch nicht dafür.

Danke

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06.07.2016, 20.59 Uhr
Micha123 | Sprache
Der Gedanke ist gut aber was ist mit der Umsetzung? Die Grundlage ist der Wille.
Von den Deutschen verlangt am Offenheit aber was ist mit unseren Besuchern/Gästen/Neubürgern? Besitzen sich wirklich diesen Trieb sich zu integrieren??

Ein Beispiel ist doch das, dass in den westlichen Bundesländern Familien in der 2. oder 3. Generation hier leben aber trotzdem kaum unsere Sprache beherrschen.
Zu Hause wird da eben nur in türkischen Sprache gesprochen.

Soll sich dies hier ändern? Ich glaube kam.. Es wird ähnlich wie im Westen werden.. Gettho-Bildungen und Parallelgesellschaften sind vorprogrammiert.

Das ist alles Schönrederei der Politik.. Sind wir das Sozialamt der Welt?
Wer in Länder wie USA flüchtet oder einwandern will - bekommt er dort einen Sprachkurs serviert - wenn es geht noch kostenlos?
Jeder muss sich dort selbst bemühen - und so sollte es hier auch sein! Wer nicht will - der hat hier auch nichts verloren.

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06.07.2016, 21.55 Uhr
tannhäuser | Warum...
...ist es unerheblich, wielange die Menschen hierbleiben?

Geld für Deutschkenntnisse reinbuttern und dann ab nach Hause, um Syrien wieder aufzubauen?

Wird Deutsch dort Landessprache? Immerhin sind viele von ihnen Analphabeten, was ihre Muttersprache betrifft.

Sie wollen diese Leute gar nicht wieder in ihre Heimat zurückschicken, oder?

Haben die bösen Verschwörungstheoretiker vom Kopp-Verlag doch Recht, was die wahren Gründe der Flüchtlingspolitik betrifft?

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07.07.2016, 10.26 Uhr
Mueller13 | @ Herr Esser
Und jetzt mal wieder was aus der Realität für Politiker:

Meine Ex-Englischlehrerin hat solch eine Klasse. 8 Uhr Unterrichtsbeginn, 10 Uhr erscheinen die ersten Teilnehmer, zwischen 11 und 12 Uhr kommen dann noch 1-2 Personen. 13Uhr sind alle verschwunden obwohl der Kurs wohl bis 15Uhr geht. Mehr als 3-5 sind nie augetaucht, obwohl sie 17Mann auf dem Kurszettel hat. Vom Niveau der Veranstaltung ganz zu schweigen, die meisten können nicht mal die Uhr.

Das Ganze ist eine sinnlose Geldverbrennung, weil diese Menschen nie in Lohn und Arbeit kommen werden und nur eine Belastung für unser Sozialsystem darstellen.

Lebenslauf eines Deutschen:
1-6 Erlernen der deutschen Sprache
6-16 Schreiben, Rechnen usw. lernen
16-20 Ausbildung
20-70 Arbeiten
Bei Studium mit entsprechenden Abweichungen.

Lebenslauf eines Afrikaners der flüchtet:
1-6 Erlernen der xxx Sprache
6-10 Bestenfalls Schule
10-35 irgendwas
35 Flucht nach Deutschland
35-39 Erlernen der Deutschen Sprache
39-42 Ausbildung
42-45 Maßnahme beim Staat/Land/Kommune
45-70 Arbeitslosigkeit

Das wird nicht in allen Fällen so ablaufen, aber in der überwiegenden Mehrheit. Wir tun diesen Menschen keinen Gefallen, wenn wir sie zu uns "flüchten" lassen. Wir stellen für diese Zuwanderer extreme Ressourcen zur Verfügung, die einfach sinnlos verpuffen.

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