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Do, 20:23 Uhr
11.08.2016
Neues aus Sondershausen

Keine Geschwindigkeitsbegrenzungen!

Für einige Straßen von Sondershausen war vorgeschlagen worden, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen. Wie es ausging, erfahren Sie hier...

In einer der letzten Sitzungen des Hauptausschusses der Stadt Sondershausen hatte Tobias Schneegans (Fraktion Volkssolidarität) vorgeschlagen, in den Straßen von Sondershausen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuführen, bei denen der Unstrut-Werra-Radweg (UWR) die Straßen kreuzt, so zum Beispiel auch in der Possenallee (Foto) in Sondershausen, oder die Hans-Schrader-Straße oder den Steingraben.

Keine Geschwindigkeitsbegrenzungen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann) Keine Geschwindigkeitsbegrenzungen! (Foto: Karl-Heinz Herrmann)

In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses gab Bürgermeister Joachim Kreyer (CDU) bekannt, dass man diesem Vorschlag nicht folgen werde. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung sei nicht zwingend erforderlich. Dabei gab er mehrere Gründe an:

- Zählungen hätten ergeben, dass nicht genügend Fahrzeuge und auch Personen und Radfahrer diese Kreuzungspunkte überfahren.

- Auch das Sicherheitskonzept des UWR sieht keine Geschwindigkeitsbegrenzungen vor.

- Auch die Polizei sehe in einer Stellungnahme keine Veranlassung für eine Geschwindigkeitsbegrenzung.

Kommentar kn

Als sehr aktiver Radfahrer kann kn an einigen Positionen diese Entscheidung nicht nachvollziehen!
Bei der Auffahrt vom UWR auf die Hans-Schrader-Straße kann ein Radfahrer in beiden Richtungen die Straße und auch bei Tempo 50 gut reagieren.
Selbst die Querung der Possenallee ist für Radfahrer und Fußgänger relativ gut zu meistern, weil auch ausreichend in die Possenallee in beiden Richtungen einsehbar ist.

Sehr kritisch muss man die Verhältnisse am Steingraben von Sondershausen sehen. Radfahrer die aus Richtungen Bad Frankenhausen und in Richtung Stadt den Steingraben queren wollen haben nach links in Richtung Steingraben nur ein sehr begrenzte Sicht von wenigen Metern! Der Spielgel ist zwar hilfreich, aber Fahrzeuge die mit 50 km/h angerauscht kommen sind kaum auszumachen. Hier ist eine weitere Verbesserung angeraten.
Hier mit Zahlen hantieren, es würden nicht viele Radfahrer und Fußgänger passieren ist wenig aussagekräftig, denn selbst bei wenigen Radfahrern wird die Gefahr nicht kleiner. Offensichtlich muss wohl erst etwas passieren. Bei einem Vororttermin sollte das mit erfahrenen Radfahrern nochmals diskutiert werden.

Kreuzgefährlich ist auch die Querung der L 2290 (Berka - Hachelbich), wenn man aus Richtung Berka kommend die Straße überqueren will. Man muss schon den Kopf sehr verdrehen, wenn man von links die Fahrzeuge erkennen will. Besonders kritisch, wenn nicht rechtzeitig das teils hohe Gras entlang der L2290 gemäht ist. Hier hatte kn das Landratsamt intern aufgefordert, endlich für Abhilfe zu sorgen.

Sehr kritisch ist auch die Querung der L2203 in Rottleben. Wer aus Sondershausen kommend die Straße quert, kann nur sehr schlecht durch die Kurve erkennen, ob sich ein Fahrzeug von links aus der Bahnhofstraße nähert.

Es gibt also noch genügend Diskussionsstoff zur Sicherheit. An all den Gefahrenpunkten gibt es keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und auch die Autofahrer werden nicht über den querenden Radweg informiert, soweit es kn in Erinnerung hat.
Autor: khh

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