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Fr, 18:12 Uhr
12.08.2016
kn-Forum

Das Anliegen von Vätern in Thüringen

Die Ferien sind vorbei. Und ein Leser hat sich so seinen Gedanken zur politischen Stimmung gemacht und Fragen wurden gestellt. Ob es auch Antworten gibt?...

Manch Vater konnte seinem Sohn nichts weiter bieten. Es blieb nur ein kleines Ferienspiel auf der nächsten Nebenstraße. Nicht mal die Ostsee war in Reichweite des Geldbeutels. Er hätte sich beim Bildungsministerium beschweren können, ob er seinen Sohn denn auch auf eine freie (bessere) Schule schicken könne. Neuseeland wäre auch wichtig für ein Alter, in dem noch geprägt wird.

Überhaupt. Wir wissen nun, dass sich unsere Ministerien so richtig kümmern um Vätersorgen. Man muss nur als Vater mal energisch durchklingeln lassen in Erfurt, dann klappt das auch. Am Ende gibt sogar der Staatssekretär noch seinen Segen.

Ein besorgter Vater ruft mal im Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz an, um zu klären, ob er im Garten sein altes Tomaten- und Kartoffelkraut verbrennen darf. Er hat schon 2 Komposthaufen und möchte das belastete Zeugs nicht kompostieren. Das hat er auch seinem Sohn gesagt.

Ein besorgter Vater ruft mal im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft an, um zu klären, warum das Land Thüringen immer noch an Jenoptik beteiligt ist. Erst kürzlich habe er gelesen, dass dieses Unternehmen ordentlich verdient als Zulieferer für Patriot-Raketen. Er möchte aber keine Rüstungsproduktion in Thüringen. Das hat er auch seinem Sohn gesagt.

Ein besorgter Vater ruft mal im Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft an, um zu klären, ob denn nun jeder seine Umgehungsstraße bekommt. Hier werden doch immer mehr Flächen versiegelt und Grünflächen um unsere Städte und Dörfer zerstört. Das hat er auch seinem Sohn gesagt.

Ein besorgter Vater ruft mal im Ministerium für Inneres und Kommunales an, um zu klären, ob seine Anrufe bei der Polizei denn auch mitgeschnitten wurden. Er wundert sich, dass hier scheinbar Geräte betrieben werden, die keinerlei Kosten verursachen. Denn hier hätte man ja schon Jahre eher feststellen können, dass da was nicht stimmt. Das hat er auch seinem Sohn gesagt.

Alle Väter laden dann zur Pressekonferenz ins Lokal „Ausgeträumt“. Hier teilen sie dann mit, dass sie einigen Ministerien in Erfurt die (besondere) Leistungsfeststellung erlassen.

Andreas Zeidler
Bad Frankenhausen
Autor: khh

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Kommentare
tannhäuser
14.08.2016, 20.46 Uhr
Zynisch daran ist...
LauInger Jr. (darauf zielt wohl Ihr Beitrag ab) verzichtet mal ganz locker auf die Prüfung und den Realschulabschluss, der ihm eventuell eine anständige Lehrstelle bringen würde.

Da frage ich mich schon, wie sicher diese Familie ist, dass der Filius die nicht einfachen Abiturprüfungen bestehen wird. Und der Sohn eines Ministers wird sicherlich studieren wollen und die Eltern haben auch berufliche und intellektuelle Ansprüche an den Stammhalter.

Es stinkt nach Einflussnahme. Würde mich nicht wundern, wenn die Abiturprüfungen 2018 in Thüringen die leichtesten seit vielen Jahren sein werden.
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