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Fr, 21:27 Uhr
30.12.2016
Thüringer HC

Mit Sieg ins neue Jahr

Der Thüringer HC gewann sein letztes Spiel in diesem Kalenderjahr gegen FA Göppingen mit 30:27 (15:12). Beste Werferin für den Thüringer HC war Iveta Luzumova mit 7/1-Treffern. Für Göppingen erzielte Michaela Hrbkova 8/4-Tore. Auch zum letzten Spiel des Jahres liefen die THC-Damen nach den Klängen des Status Qou-Hits "Whatever qou want" ein, gewannen die Wahl und damit die erste Chance zum Torerfolg...


Doch nach dem No-Look-Pass von Iveta Luzumova scheiterte Crina Pintea an Kristy Zimmermann im FAG Tor. Im zweiten Versuch hob Lydia Jakubisova den Ball über die Torlatte. Göppingen machte es besser, erzielte durch Michaela Hrbkova zwei schöne Treffer und führte nach fünf Minuten mit 2:1. Beim THC hatte aus sechs Versuchen lediglich Anika Niederwieser einen Treffer landen können.

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Wie schon am Mittwoch haderte der Gastgeber mit seiner schlechten Chancenverwertung und warf Kristy Zimmermann ein ums andere Mal auf Betriebstemperatur, was deren Selbstbewußtsein und Körpersprache sichtlich steigerte. So stand die Partie nach zwölf Minuten 4:4 - was Erinnerungen an die ersten 30 Minuten gegen Buxtehude wachrief. Lediglich Iveta Luzumova setzte sich mit vollem Tempo ein und wurde mit Treffern belohnt - sie hielt den THC im Spiel, bis auch Katrin Engel und Crina Pintea sich einbrachten. 7:4 - so der Spielstand nach 15 Minuten. Dinah Eckerle, heute zuerst im THC-Gehäuse, steigerte sich und brachte Sicherheit ins Spiel.

Herbert Müller hatte jetzt Maria Kiedrowski für die glücklose Manon Houette gebracht, auf Rückraum links kam Beate Scheffknecht, die sich mit zwei blitzsauberen Fernwürfen einführte. Auch Kerstin Wohlbold erhielt eine Verschnaufpause - für sie führte Macarena Aguilar Regie. Nach 20 Minuten, beim 10:7, war der Angriff auf Kurs, doch in der Abwehr gab es immer wieder Schaltpausen, die vor allem von Anja Brugger zu zwei Treffern von der Rechtsaußenposition genutzt wurde. Die Gastgeberinnen konnten sich nicht absetzen - was sie sich im Angriff erarbeiteten gaben sie in der Abwehr wieder leichtfertig her.

Fünf Minuten vor der Pause hatten dann Maria Kiedrowski mit schönem Dreher und Katrin Engel mit enrgischem Durchbruch auf der linken Kreisposition für die Drei-Tore-Führung gesorgt. Sofort konterten die Gäste - Gegentor und Zeitstrafe für Kerstin Wohlbold. Kurz vor Ende der Unterzahl erzielte Claudia Pielesz den Göppinger Anschlusstreffer zum 12:13. Im Gegenzug dann das Gleiche mit umgekehrtem Vorzeichen - Macarena Aguilar traf zum 14:12 - für das Foul musste nun Claudia Pielesz auf die "Strafbank". Jana Krause, jetzt im THC-Tor, parierte einen Strafwurf von Michaela Hrbkova und der Thüringer HC konnte in der Überzahl noch zum Pausenstand von 15:12 erhöhen.

Gleich nach Wiederbeginn verkürzte Göppingen durch Prudence Kinlend - postwendend stellte Lydia Jakubisova im Tempogegenstoß den alten Abstand wieder her. Im rechten Rückraum der Thüringerinnen spielte jetzt Szimonetta Planeta, auf die gut herausgetreten wurde. Die freigewordenen Räume nutzte jetzt Anika Niederwieser zu zwei schönen Treffern, doch Göppingen ließ den THC nicht weiter enteilen. Lina Krhlikar war nicht fair zu halten - Strafwurf und wieder konnte der Göppingen verkürzen - 17:19 - 38.Minute.

Im Angriff lief es jetzt nicht rund - Ballverlust und im Gegenzug glänzte Johanna Schindler mit einer tollen 1-1 Aktion. Der Anschluss war geschafft. Noch einmal Johanna Schindler schaffte durch Strafwurf auch den erneuten Anschluss zum 19:20. Nach 40 Minuten brachte eine schöne Einlaufaktion von Kerstin Wohlbold das 22:20 und ein Tempogegenstoß von Maria Kiedrowski das 23:20. Aber die Freude darüber war nur kurz - wieder waren es Anja Brugger und dann Lina Krhilkar, die auf 22:23 verkürzen konnten. Göppingen spielte weiter druckvoll und sehr ballsicher - doch Jana Krause rettete zweimal spektakulär mit den Fingerspitzen. Jetzt brachten zwei schöne Einzelaktionen von Iveta Luzumova die erneute 25:22 Führung.

Doch Hrbkova und Schindler schafften wieder den 24:25 Anschluss. Noch zehn Minuten und die Gastgeberinnen verschafften sich durch Luzumova und Scheffknecht etwas Luft (27:24) doch der Elan der Gäste ließ nicht nach. Bei angezeigtem Zeitspiel schaffte buchstäblich in letzter Sekunde vor dem Pfiff Prudence Kinlend das 25:27 aus Gästesicht.

Fünf Minuten vor dem Ende ist Göppingen heran - 28:27 zeigte die Anzeigetafel - mit einem energischen Fernwurf schaffte Beate Scheffknecht das 29:27 und Jana Krause parierte den nächsten Fernwurf. Zwei Minuten noch zu spielen - Macarena Aguilar mit No-Look-Pass auf Maike Schmelzer, die verwandelt mit wuchtigem Einsatz. Die Entscheidung war mit dem 30:27 gefallen - auch wenn 15 Sekunden vor dem Schlusspfiff Crina Pintea eine Zeitstrafe kassierte - es passierte nichts mehr - der THC hat im zweiten Spiel in drei Tagen einen hochwichtigen Arbeitssieg errungen und bleibt über den Jahreswechsel auf Tabellenplatz 2.
Roman Knabe

Stimmen zum Spiel:

Aleksandar Knezevic (FAG): Es war ein Spitzenspiel - beide Mannschaften haben einen super Handball gespielt. Wir haben in der ersten Halbzeit nur fünf schwache Minuten gehabt. Ich bin mit dem Spiel meiner Mannschaft sehr zufrieden.

Herbert Müller (THC): Ich bin froh, dass wir beide schweren Spiele gewonnen haben. Das heutige Spiel hat uns alles abverlangt, wir mussten bis zum Ende fighten, um die Punkte in der Salzahalle zu behalten. Die Abwehr war heute unser Schwachpunkt - wir haben glücklos agiert und immer zu spät zugegriffen. Ein großes Lob hat sich heute Beate Scheffknecht verdient.
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