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Di, 06:30 Uhr
06.06.2017
nnz-Interview

Erst Schmidt, dann Schröder, jetzt Schulz

Im Herbst stehen die Bundestagswahlen ins Haus. Nach drei verlorenen Landtagswahlen ist der Hoffnungsträger der Sozialdemokratie, Martin Schulz, angeschlagen. Der Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme gibt sich dennoch kämpferisch. Man werde nicht „auf Platz“ spielen, man wolle gewinnen. Mit welchen Themen der Wahlsieg errungen werden soll und welche Herausforderungen auf das Land warten, darüber hat die nnz mit dem Abgeordneten gesprochen…

Wir wollen gewinnen - Steffen-Claudio Lemme im nnz-Interview (Foto: Angelo Glashagel) Wir wollen gewinnen - Steffen-Claudio Lemme im nnz-Interview (Foto: Angelo Glashagel)

nnz: Herr Lemme, die SPD ist mit der Wahl in Nordrhein-Westfalen zum dritten Mal in Folge enttäuscht worden. Was ist da schief gelaufen und wo ist der Elan des Frühjahrs hin?

Steffen-Claudio Lemme: Die Euphorie, die Martin Schulz in vielen Menschen im Land entfacht hat, ist ein wenig der Normalität gewichen. Es war abzusehen, dass der Aufwärtstrend nicht in einem solchen Tempo weitergehen wird und dass es auch mal Rückschritte geben wird. Die verlorenen Landtagswahlen schmerzen natürlich, hier gilt es jetzt genau zu analysieren, wo Fehler gemacht worden sind. Ich habe Hochachtung vor Hannelore Kraft, die am Wahlabend schon die Konsequenzen gezogen hat und die Verantwortung für die verlorene Wahl übernommen hat. Das ist nicht immer selbstverständlich, wie die Vergangenheit zeigt.

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nnz: Herr Schulz schien bis jetzt medial kaum wahrnehmbar. Wenn die SPD im Fokus stand, dann nach den Stimmenauszählungen der Landtagswahlen. Hat man den Start des Wahlkampfes "verschlafen"? Wird man jetzt früher mit umfangreicheren Ansätzen rechnen können?

Lehme: Martin Schulz war im Wahlkampf in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen aktiv unterwegs. Es gab dabei eine Absprache, dass das bundespolitische Wahlprogramm erst nach der Wahl in NRW veröffentlicht werden soll. Das Hauptaugenmerk sollte auf landespolitischen Themen liegen und nicht durch bundespolitische Themen überdeckt werden. Diese Strategie ist nicht erfolgreich gewesen. Ob frühere bundespolitische Themensetzungen im Landtagswahlkampf in NRW zu einem besseren Ergebnis für die SPD geführt hätten, kann ich nicht sagen. Die Diskussionen zum Wahlprogramm sind auf jeden Fall voll im Gange und werden in den nächsten Tagen intensiv diskutiert. Damit gehen wir in Vorleistung. Leider scheint niemand diese konkreten Ansätze von der Union zu erfragen, oder haben Sie schon konkrete Vorhaben der CDU zur Rente, zur Gesundheit oder zum Arbeitsmarkt gelesen?

nnz:Eine der vergleichsweise präsenteren Ankündigungen von Martin Schulz waren mögliche Änderungen an der Agenda 2010, dem Kernstück der SPD-Politik unter Gerhard Schröder.

Lemme: Ich bin von Haus aus Gewerkschafter und Sozialdemokrat. Und ich muss sagen, ich habe schon meine Probleme gehabt mit der Agenda. Vor allem im Bereich der niedrig bezahlten Arbeit hat das eine Verschlechterung mit sich gebracht und das empfinde ich nach wie vor als einen der Kardinalfehler der Agenda 2010. Es war uns nicht gelungen, auch einen Mindestlohn zu etablieren. Den haben wir inzwischen zwar, aber auch der gesetzliche Mindestlohn ist ein Niedriglohn. Mit 8,84 Euro kann man über sein Leben hinweg keine Planung vollziehen ohne nicht Abhängigkeit im Alter fürchten zu müssen. Altersarmut ist mit dem jetzigen Mindestlohn vorprogrammiert. Da muss es schon noch einen Schluck aus der Flasche geben, dass es nach oben geht.

nnz: Bedient man sich da nicht bei den Positionen der Linken, die den Mindestlohn als ihre Idee reklamiert?

Lemme: Das stimmt so nicht. Der Mindestlohn war eine Überlegung der Sozialdemokraten und der Gewerkschaften. Aber eben nicht aller Gewerkschaften. Einige der gut organisierten Gewerkschaften haben sich damals gefragt, warum man den einen Mindestlohn bräuchte, wenn man doch Tarifverträge hat, die Löhne selbst aushandelt und eine eigene Hoheit in dem Bereich hat.

nnz: Aber letztlich ist das doch eine politische Entscheidung.

Lemme: Sicher. Deswegen haben die Sozialdemokraten, die Gewerkschaften und letztlich auch die Linken elf Jahre lang für eine Umsetzung gekämpft um Mehrheiten zu finden. Und wer hat es umgesetzt? Die SPD.

nnz: Die SPD-Kandidaten der letzten Wahljahre haben die Agendapolitik immer verteidigt. Woher kommt der plötzliche Sinneswandel?

Lemme: Es gibt keinen plötzlichen Sinneswandel. Die Agenda 2010 ist noch unter Rot-Grün auf die Beine gestellt worden und im Lager der Grünen gab es damals keine Bereitschaft sich auf einen Mindestlohn zu verständigen.

nnz: Die Vorschläge des Herrn Schulz hatten mehr mit Änderungen am Hartz IV System zu tun. Die SPD war über Jahre an der Regierung beteiligt. Warum hat man diese Aufgabe nicht da schon angepackt?

Lemme: Weil Sie innerhalb einer Regierung auch Mehrheiten brauchen. Zur Zeit haben wir im Bundestag 193 Abgeordnete der Sozialdemokratie aber über 300 Abgeordnete der CDU/CSU. Das setzt sich in den Fraktionen und den Ausschüssen fort, sodass es immer eine Mehrheit des konservativen Flügels gibt. Dagegen muss man sich als kleinerer Koalitionspartner durchsetzen.

nnz: Wenn man sich die Umfragewerte der SPD ansieht, dann hat ihnen die große Koalition doch nicht wirklich gut getan.

Lemme: Die Sozialdemokratie hat die jetzige Koalition überwiegend geprägt. Die politischen Umsetzungsschritte die wir gegangen sind, tragen die Handschrift der Sozialdemokratie. Als kleinerer Partner ist es schwierig für die eigenen Leistung auch die Anerkennung in der Bevölkerung zu bekommen. Wir haben im Koalitionsvertrag auf den Mindestlohn gedrungen, haben gesagt wir wollen bei 8,50 Euro anfangen. Die Kanzlerin musste nur vor die Kameras treten und sagen sie sei nach reiflicher Überlegung zu dem Schluss gekommen, dass Deutschland einen Mindestlohn brauche.

nnz: Wie hoch müsste der Mindestlohn ihrer Meinung nach denn sein?

Lemme: Um einen auskömmlichen Anspruch auf Rente zu haben, müsste der deutlich über zehn Euro liegen. Das ist auch kein Hirngespinst. Wir würden uns damit unseren Nachbarn annähern.

nnz: Nach der letzten Landtagswahl wurde an einigen Stellen schon laut eine Wiederbelebung der schwarz-gelben Koalition in den Raum gestellt. Haben sich die Koalitionsoptionen für die SPD in der zwischenzeit verändert?

Wir wollen gewinnen - Steffen-Claudio Lemme im nnz-Interview (Foto: Angelo Glashagel) Wir wollen gewinnen - Steffen-Claudio Lemme im nnz-Interview (Foto: Angelo Glashagel)
Lemme: Koalitionen kann und sollte man erst dann anstreben, wenn das Wahlergebnis fest steht. Alles andere wäre unseriöse Kaffeesatzleserei. Die letzten Wahlen und die Umfragen vor den Wahlen haben gezeigt, dass in den meisten Fällen vor der Wahl kaum eine realistische Prognose abgegeben werden kann, welche Koalitionsoptionen am Ende wirklich möglich sind. Wir werden für unsere Themen streiten und am Ende schauen müssen, mit wem wir die meisten unserer Punkte durchsetzen können. Ich glaube nicht, dass dies in einer weiteren großen Koalition der Fall sein wird.

nnz: Vor den jüngsten Landtagswahlen hatte man das Kanzleramt fest im Auge. Mit welchen Ziel geht die SPD jetzt in den Bundestagswahlkampf?

Lehme: Stärkste Kraft zu werden. Wir werden nicht auf Platz spielen, wir wollen gewinnen. Wer schon jetzt nur auf Platz zwei schielt, der wird auch dort landen. Wir werden mit sinnvollen und zukunftsfähigen Themen in den Wahlkampf ziehen und alles dafür tun, dass wir diese Versprechen dann am Ende auch umsetzen können.

nnz: Eine zentrale Zukunftsfrage stellt sich im Bereich Rente. Welche Wege kann man denn hier in Zukunft konkret gehen?

Lemme: Wir müssen dafür sorgen, dass mehr in die Rentenkasse eingezahlt wird. Da haben wir in Deutschland die Situation, dass das Rentenaufkommen nicht reichen wird. Also hat man zwei weitere Wege aufgetan: die betriebliche Rente und die private Vorsorge, sprich die Riesterrente. Die breitere Aufstellung ist nicht verkehrt. Ob dass aber die einzigen Möglichkeiten für unser System sind, darüber kann man diskutieren. In Deutschland haben wir über die Riesterrente den Weg der paritätischen Finanzierung verlassen. Österreich zum Beispiel hat sein System so aufgestellt, dass alle Erwerbstätigen in die Rentenkasse einzahlen. Der Arbeitgeber rund 12% und die Arbeitnehmer und Beamten rund 10%. Das gestattet es den Österreichern heute eine Durchschnittsrente von 1600 Euro im Monat zu zahlen. Bei uns sind es 800 Euro im Schnitt. Man kann durchaus zu höheren Renten kommen, ohne jemanden deutlichst mehr zu belasten. Ob man auch Beamte und Abgeordnete mit in das Rentensystem einbeziehen ist strukturell hier noch gar nicht nachgedacht worden. Das wäre eine Revolution des Rentensystems.

nnz: Was werden denn aus ihrer Sicht die Herausforderungen der nächsten vier Jahre sein?

Lemme: Das Verhältnis zu den USA wird uns beschäftigen. Seit dem Amtsantritt Trumps ist für die Deutschen und die Europäer völlig unklar, welche Richtung das nehmen wird. In den Gesprächen die geführt werden müssen, täten wir gut daran zu erinnern, dass das Verhältnis zwischen den USA und Europa schon etwas besonderes ist. Auf der anderen Seite muss auch das deutsche Verhältnis zu Russland wieder verbessert werden. Wenn hier Sanktionen greifen schadet das insbesondere der ostdeutschen Wirtschaft. Das kann nicht in unserem Interesse sein.

nnz: Das ist die deutsche Position. In der europäischen Union gibt es sehr unterschiedliche Ansichten zu diesen Themen. Wie bewegt man sich innerhalb dieses Kontextes?

Lemme: Das kommt stark darauf an, wie sich der andere Teil der EU positioniert. Stichwort Flüchtlingskrise. Als fast eine Million Menschen 2015 in unser Land gekommen sind, war die europäische Solidarität in diesem Bereich einfach zu vermissen. Das sind weltpolitische Herausforderungen. Und da sind die Verhältnisse innerhalb der EU nicht ausreichend geklärt. Die nationalen Wege nehmen überhand und die übergreifende Sicht der Dinge kann man nicht erkennen.
Ich hätte nicht gedacht, dass wir so auseinandergehen, wenn es um eine im Kern humanistische Frage geht.

nnz: War es richtig, 2015 die Grenzen zu öffnen?

Lemme: Ich bin Humanist und Menschenfreund. Ich kann vor meiner Haustür keinen verhungern sehen oder verletzt liegen lassen. Insofern war es richtig zu helfen. Ob unsere Verwaltung darauf eingestellt war und es da nicht zu ziemlich vielen Irritationen kam, das will ich nicht in Frage stellen. Wir waren überfordert mit der Situation, aber es war eine menschliche Reaktion.

nnz: Was hat Deutschland an der EU?

Lemme: Die Reisefreiheit ist ein hohes Gut. Und die wirtschaftliche Kraft, die hinter der Union steht darf nicht unterschätzt werden. Als Deutschland sind wir im Vergleich zu anderen Ländern, etwa den USA, nur ein kleiner Appendix. Aber die europäische Union ist eine Wirtschafts- und Handelsmacht, die von Bedeutung ist. Und sie ist einer der Garanten dafür, dass es hier Frieden gibt.

nnz: Großbritannien ist auf dem Weg aus der Tür, in anderen Ländern formieren sich Kräfte, die gegen die EU sind. Die EU, so wie sie ist, hat Zentrifugalkräfte geschaffen, die an ihr ziehen. Müsste man nicht den Status Quo ändern, der das hervorgebracht hat?

Lemme: Die nationalistischen Tendenzen sind erkennbar. Aber ob sie es schaffen ihre eigenen Ländern zu einer besseren Entwicklung zu führen, der Beweis ist noch nicht angetreten. Das Modellbeispiel wird Großbritannien sein. Die Lösung kann das meiner Meinung nach aber nicht sein.

nnz: Das betrifft nicht nur die EU. Was macht man gegen Politik- und Parteienverdrossenheit? Braucht es nicht grundsätzliche Veränderungen?

Lemme: Veränderungen braucht es immer, weil es immer neue Herausforderungen geben wird, die nicht mit alten Rezepten zu regeln sind. Die alten, die einfachen Ansätze, die bestimmte Gruppierungen da anbieten, sind keine echten Lösungen. Mein Herangehen war immer das: du bist für Menschen da, geh auf sie zu, sprich mit ihnen, versuche zu überzeugen von deinen Überlegungen. Das ist meiner Meinung nach der beste Weg, den man gehen kann. Das nicht alles gut ist in Europa würde ich auch sagen. Es ist nicht die Aufgabe eines Europapolitikers sich mit der Krümmung der Gurke zu befassen. Es gab Verschiebungen, die unglücklich gelaufen sind.

nnz: In Berlin werden neue Steuerrekorde verkündet, vor Ort tun sich die Kommunen schwer überhaupt einen Haushalt aufzustellen. Wie bekommt man das Geld nach unten in die Städte und Gemeinden?

Lemme: Der Bund weiß, dass ein großer Investitionsbedarf besteht. Wir haben uns in der Koalition dafür stark gemacht, dass das Geld, das der Bund zur Verfügung hat, auch den Kommunen zu Gute kommt. Wir müssen aber wegen des föderalen Aufbaus über die Länder gehen. Der Bund weiß nie, ob das Geld auch „unten“ ankommt.

nnz: Steht uns der Föderalismus da nicht im Weg?

Lemme: Die große Aussage, dass über den Föderalismus der Wettbewerb gefördert würde und es am Ende allen besser geht, das trifft meiner Meinung nach nicht zu. In der Bildung nicht und in der inneren Sicherheit nicht. Der Bund plant 6000 neue Bundespolizisten einzustellen, in Thüringen streiten wir uns mit dem Innenminister, ob 200 neue Absolventen eingestellt werden können. Das kann eigentlich nicht sein.

Der Föderalismus hat das Problem, dass es unter den Ländern keine übergreifende Solidarität mehr gibt. Die hatten wir nach der Wende zumindest noch im Osten, das ist leider auch weg. Jeder ist für sich unterwegs. Solidarität gibt es dann, wenn man vom Bund etwas bekommen kann. Wir sind gerade dabei, die Bund-Länder Finanzierung neu aufzustellen. Da geht es immerhin um 9,8 Milliarden Euro, keine kleine Summe. Da ist man sich einig, die Länder kostet es ja nichts. Der Bund bezahlt. Dass wir in dieser großen Koalition schon Milliarden an die Länder gegeben haben, dass wir Sonderprojekte aufgelegt haben, dass wir das Kooperationsgebot gelockert haben, um auch in der Bildung investieren zu können: das wird alles nicht mehr gesehen. Abgerungen haben wir den Ländern größere Verantwortung bei Bundesstraßen und dem Autobahnbau. Das wiederum ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass wir zwar Geld zur Verfügung haben, um Straßen zu bauen und zu sanieren, das die Verwaltungen in den Ländern aber so unterschiedlich aufgestellt sind, das sie gar nicht in der Lage sind das Geld abzufassen. Deswegen wollen wir eher eine Bundesverwaltung, die mit mehr Kompetenz schneller Planungsvorgaben umsetzen kann. Da reagiert der Bund, auch im Sinne der Kommunen und für die Länder. Das ist das Ergebnis eines großen Austarierungsprozesses.

nnz: Herr Lemme, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Das Gespräch führte Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
kein
06.06.2017, 07:24 Uhr
Volksvertreter sollt ihr sein und keine "Parasiten"
Stattdessen geht es euch nur um den Erhalt eurer gut von unserem Geld bezahlten Posten. Wir finanzieren eure fetten Pensionen und ihr zahlt keinen müden Cent in unser Rentensystem ein. Nein, wir werden nicht nur um unseren Lohn betrogen, sondern auch um unsere erwirtschaftete Rente. Ich brauche euch "Parasiten" nicht.
kein
06.06.2017, 07:49 Uhr
Wählen gehen bringt auch nichts.
Nach einem Übel kommt das nächste Übel. Wir einfachen Leute sind nur die Melkkuh der herrschenden/ regierenden Klasse. Unser System ist halt falsch. Wir sind eine Familie und in einer funktionierenden Familie wird auch keiner besser gestellt. Wenn jeder das gleiche bekommt,bekommt auch keiner zuviel. Wenn keiner zuviel bekommt, hat auch keiner das Gefühl weniger zu bekommen als der andere.
5020EF
06.06.2017, 07:49 Uhr
Selten so viel Müll ...
...auf einmal gelesen!

Wenn Hr. Lemme glaubt was er da von sich gibt sollte er dringend einen Arzt aufsuchen!

Völlig an der Realität vorbei und wissentlich Tatsachen verdrehen ist bestimmt ein Fall für Psychologie-Studien...
Leser X
06.06.2017, 10:43 Uhr
Weit ab jeder Realität
"Die Euphorie, die Martin Schulz in vielen Menschen im Land entfacht hat, ist ein wenig der Normalität gewichen."

Glauben Sie diesen Satz wirklich, Herr Lemme? So realitätsfern kann man doch gar nicht sein. Meine Einschätzung jedenfalls ist nicht, dass Herr Schulz eine Euphorie entfacht hat, sondern die SPD im Namen und für Herrn Schulz. Und weil dieser Hype nicht echt war, hat er beim gemeinen Volk auch nicht gefruchtet.

Sie können es drehen und wenden wie immer sie wollen: Ihre Partei wird immer weiter Seit' an Seit' den Weg in die Bedeutungslosigkeit marschieren, wenn sie sich nicht von Schröters desaströser Politik der Massenarmut zum Wohle der Arbeitslosenstatistik distanzieren. Machen Sie eine ordentliche Politik oder gehen Sie für immer!
free Gigi
06.06.2017, 11:27 Uhr
drägende Fragen
ich hab nicht alles gelesen, da ich hier eh viel heiße Luft erwarte, aber ich hab mal die Suchhilfe nach folgenden Begriffen drüber laufen lassen: "Flüchtlinge" und "Sicherheit".
Aber das Ergebnis war ehr ernüchternd. Also liebe SPD, wie steht ihr denn zu diesen Themen (6000 neue Stellen ist für mich kein wirkliches Konzept / Antwort)???
geloescht.20250302
06.06.2017, 13:30 Uhr
Wenn es nicht so traurig wäre...
...könnte man darüber lachen. Und für eine Büttenrede ist es die falsche Jahreszeit.

Egal, was Herr Lemme auf seiner Abschiedsreise aus dem Bundestag noch an Bonmots und Schmankerln von sich gibt. Er wird weder in guter noch schlechter, sondern wie jeder hinterbänklerische Mitläufer und strammer disziplinierter Parteisoldat bei seinen (Nicht)"Wählern" in gar keiner Erinnerung bleiben.

Danke für wenig bis nichts.
Real Human
06.06.2017, 14:32 Uhr
„Der Weg ist das Ziel!“
… das soll auf den weisen Staatsdiener Konfuzius zurückgehen. Von der weit überwiegenden Zahl der Bundestagskandidaten haben die einfachen Bürger aber den Eindruck, dass sie es ausschließlich so meinen:

„DER WEG IN DEN BUNDESTAG IST MEIN ZIEL!“

Einigem, was Herr Lemme in diesem Interview geäußert hat, kann ich durchaus zustimmen. Es ist aber alles nur Stückwerk. Mal hier, mal da etwas an der Agenda 2010 herumschrauben, aber sich nur ja nicht zu weit dabei aus dem Fenster lehnen – schon gar nicht in Wahlkampfzeiten!

Chefköchin Angela Merkel braucht nur noch aufzupassen, dass nichts überkocht. NOCH nichts überkocht! Irgendwann, wenn die ganze Küche in Flammen steht, wird „Lieschen Müller“ noch von den „Goldenen Merkel-Jahren“ schwärmen. Angie wird sich dann noch rechtzeitig aufs Altenteil zurückgezogen haben.

Die SPD wird aber weiterhin – nicht mal in der Opposition – etwas hinzugelernt haben. Die schöne kleine Narrenwelt des Homo „sapiens“ wird aber trotz der vielen Trumpeltiere noch ein paar Runden um die Sonne drehen, ohne dass die „Krone von Gottes Schöpfung“ in einem nuklearen Winter erfroren und verhungert sein wird.

Das was Denny Zager und Rick Evans in ihrem Song von 1969 für das Jahr 2525 voraussagten scheint schon bis allerspätestens 2100 einzutreten. Die „Industrie 4.0“ kündigt sich an. Was sagt die SPD in ihrem Positionspapier von 2015 dazu?

„Die ‚Smart Factories‘ der Zukunft werden keine menschenleeren Produktionsstätten sein – im Gegenteil: Der Mensch bleibt im Zentrum unternehmerischen Handelns. […] Auch in den ‚Smart Factories‘ der Zukunft werden Menschen arbeiten. Aber nur wenn wir die Entwicklung richtig gestalten, entstehen sowohl für die Unternehmen als auch für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zusätzliche Entwicklungschancen und rückt menschliche Arbeit noch stärker in den Mittelpunkt der digital vernetzten und intelligenten Produktionsprozesse. Auch in der Industrie 4.0 bleibt es unser Ziel, aktive Teilhabe und Entwicklungsmöglichkeiten für alle Beschäftigten, insbesondere auch für gering Qualifizierte, zu ermöglichen.“

Also, einen solchen nichtssagenden Schwulst, ein solches Geschwafel über „Entwicklungschancen“ hätte ich auch ins Keyboard hacken können.

Zu einem eventuellen „Grundeinkommen“ (BGE) – NICHTS! „No matches were found“, sagt mein pdf-Browser.

Wann hält die SPD endlich ihren finalen Sonderparteitag ab? Einziges Thema: Auflösung der Partei und Verteilung des Vermögens!

(Einen Kommentar vermisse ich noch – den vom Roten Riesen;–)
Realist 1.0
06.06.2017, 14:48 Uhr
Die SPD steht für alles, aber schon lang nicht mehr für Sozilademokratie
Die SPD glaubt doch nicht wirklich, das sie das Vertrauen der Wähler das seit Einführung der Agenda 2010 verspielt haben mit ein paar dummen Wahlsprüchen und Wahlversprechen die sie nicht einhalten wieder gewinnen wird. Ich hoffe das der Deutsche Michel endlich mal aus seinen Entäuschungen der letzten Wahlen gelernt hat.Der Herr Lemme hat meiner Meinung nach ein sehr schlechtes Gedächtnis was den Mindestlohn angeht. Es war nähmlich nicht die SPD die den Mindestlohn als erstes ins Gespräch gebracht hat sondern die Links Partei. Wen ich mich so erinnere war die SPD und die CDU damals noch gegen den Mindestlohn, wil es ja ein ein Vorschlag der Links Partei war. Wen man sieht was sie in Thüringen zusammen mit Links Partei und Grünen anrichten(Bsp.Poppenhägers Gebietsreform nach Gutsherren Art), da graut es mich schon davor das sie die Bundestagswahl gewinnen.
Mueller13
06.06.2017, 18:09 Uhr
Keine Kompetenz
Herr Lemme ist noch NIE in seinem Leben einer gewerblichen Tätigkeit nachgegangen. Herr Lemme hat noch nie Angestellte gehabt, für deren Lohn er am Ende des Monats verantwortlich war.
Er ist ein Berufspolitiker mit keinerlei Kompetenz für Wirtschaft und Finanzen insofern sind sämtliche diesbezüglichen Aussagen von ihm für die Katz. Er kann maximal das nachbeten, was er in den "Briefings" der Parteizentrale erhalten hat.
Schickt ihn in die Arbeitslosigkeit, im September gibt es die nächste Chance.
Joerg Esser
07.06.2017, 08:55 Uhr
@Mueller13
Woher nehmen Sie diese vielen Weisheiten?
Ein ganz kurzer Blick auf die Webseite von Herrn Lemme zeigt, dass keine einzige Ihrer Aussagen der Wahrheit entspricht. Sie entspricht wohl eher ihrem Wunschbild. Und auch als Abgeordneter ist er verantwortlich für seine 4 Angestellte. Aber gut, dass sie was dazu gesagt haben..
Leser X
07.06.2017, 10:00 Uhr
Man muss nicht persönlich werden...
... eine Analyse der Politik dieser Partei ist völlig ausreichend.
RaWu
07.06.2017, 11:38 Uhr
Von 4 Angestellten wird kein Unternehmer draus.
Als MdB braucht er die Mittel nicht zu erwirtschaften.

Im Gegensatz zu Herrn Lemme hört man von anderen MdB auch zwischen den Wahlen.
Mueller13
07.06.2017, 12:08 Uhr
@ Joerg Esser - auch negative Werbung ist eine Werbung ;-)
Ich schieß mich weg! Was wollen Sie mit diesem Kommentar erreichen? Sollen wir uns näher mit dem Lebenslauf des Herrn Lemme beschäftigen?
Bitte:

02/06 - 01/10 DGB
01/06 - 11/09 DGB
09/05 - 01/06 DGB
05/04 - 09/05 DGB
11/01 - 04/04 DGB
06/98 - 10/01 DGB
01/91 - 05/98 DGB
11/90 - 12/90 Suche nach einer Tätigkeit
08/90 - 10/90 Schlosser
01/90 - 07/90 Rettungsschwimmer
09/87 - 12/89 Gewerkschaftshochschule
09/86 - 08/87 Tätigkeit zur Betreuung von Betriebs- und Personalräten sowie Delegationen aus Gewerkschaften, Parteien und Verbänden
09/85 - 08/86 Bezirksgewerkschaftsschule
09/84 - 08/85 FDGB

Herr Lemme hat 1990 ZWEI Monate nach eigener Aussage in der freien Wirtschaft gearbeitet. Der Rest ist doch ein wildes Sammelsurium von FDGB, Gewerkschaft(schule), DGB und Co. Kurz ein Berufspolitiker/gewerkschafter in totaler Abhängigkeit von seinem Mandat.

UND Nein, als Abgeordneter ist nicht ER verantwortlich für die Bezahlung seiner 4 Angestellten sondern der STEUERZAHLER. Oder wollen Sie mir ernsthaft erklären, dass er bei seiner Tätigkeit als Abgeordneter Erträge erwirtschaftet, mit denen er SEINE Angestellten bezahlt?
Mit diesem Kommentar beweisen Sie doch nur, dass Sie in einem Paralleluniversum leben.
Sehr geehrter Herr Esser, haben Sie schon mal auf Ihren Kontoauszug geschaut, wo ein Lohneingang aufgeführt ist? Taucht da die Bankverbindung eines Herrn Lemme auf?
Gerne kläre ich Sie auf, wo Ihr Lohn herkommt ;-)

Mitarbeiter
Abgeordnete können ihre Mandatsaufgaben nicht allein bewältigen. Deshalb stehen ihnen derzeit (Stand 01.02.2017) für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sie bei der Erledigung ihrer parlamentarischen Arbeit unterstützen, monatlich 20.870,- Euro zur Verfügung. Diese Summe erhalten die Abgeordneten nicht selbst, sondern die Abrechnung der Gehälter für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt durch die Bundestagsverwaltung. Die Auszahlung erfolgt direkt an die Empfänger

Quelle: http://www.bundestag.de

Mir ist schon klar, was Sie antreibt... "Gelingt einem Parlamentarier nicht die Wiederwahl, gibt er sein Mandat vorzeitig zurück oder verstirbt, dann verlieren auch seine Mitarbeiter ihren Job." (http://www.bundestag.de)

Und wenn Sie meinen Beitrag lesen, werden Sie sehen, dass ich ihm keine generelle Unfähigkeit unterstelle, sondern nur fehlende Kompetenz in Sachen Finanzen und Wirtschaft. Man muss schon ein paar Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet haben und bestenfalls ein paar Semester Wirtschaftswissenschaften studiert haben, um die theoretische Seite auch abbilden zu können.

Ein kleines Beispiel: SCL: "Österreich zum Beispiel hat sein System so aufgestellt, dass alle Erwerbstätigen in die Rentenkasse einzahlen. Der Arbeitgeber rund 12% und die Arbeitnehmer und Beamten rund 10%. Das gestattet es den Österreichern heute eine Durchschnittsrente von 1600 Euro im Monat zu zahlen. Bei uns sind es 800 Euro im Schnitt."
->Grundsätzlich ähnliche wie in Deutschland. Und was ist seine Schlußfolgerung? SCL: "Wir müssen mehr in die Rentenkasse einzahlen!"
-> Bei ähnlichen Einzahlungen und unterschiedliche Auszahlungen haben wir KEIN Problem der Höhe der Einzahlungen! sondern ein Aus(gaben)zahlungsproblem!

Was sagt er zu den Herausforderungen der nächsten 4 Jahre? Trump! Also mir fallen da 10 andere Themen ein. Das Verhältnis zu Russland soll sich verbessern? War es nicht die SPD, die die Isolation mit wehenden Fahnen betrieben hat?
Das Thema Flüchtlinge behandelt er mit der Wort "verhungert"! Realitätsfremder Schmarrn! Oder haben Sie schon jemand Unterernährtes unter den Flüchtlingen gesehen?
Was hat Deutschland an der EU? SCL: "Reisefreiheit"! Genau, das würde mir auch als erstes einfallen. Klappen Sie das Buch zu!

Wo sind die Pläne/Vorschläge zu den derzeit dringendsten (selbstgeschaffenen) Problemen Flüchtlinge und Sicherheit? Lieber nicht auf heikle Themen eingehen, der Bürger könnte ja irritiert werden...
Real Human
07.06.2017, 12:47 Uhr
Auf zur Burg!
Heute findet planmäßig von 19:30 bis 21:00 Uhr auf Burg Bodenstein eine Diskussionsveranstaltung zum Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung statt, die von der Friedrich-Ebert-Stiftung Thüringen veranstaltet wird. Außer Herrn Lemme nimmt auch Frau Dr. Valerie Moser von der Volkssolidarität Bundesverband e.V. im Podium daran teil. (Siehe auch http://www.eichsfelder-nachrichten.de/news/news_lang.php?ArtNr=213818 !)

Die Mistgabeln lasst vorerst bitte noch zu Hause! Dabei gibt es durchaus Parallelen zur Reformation und der Zeit der Bauernkriege. Ich behaupte mal, dass an der damaligen „Frühbürgerlichen Revolution“ ein gewisser Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg, mindestens den gleichen Anteil hatte wie der spätere Reformator Martin Luther, der bekanntlich nicht der einzige Kirchenreformator war!

Die heutigen „Reformatoren“ sind – ob sie es selbst wollen oder nicht – eigentlich SUPER-Revolutionäre – vielleicht sogar „die letzten ihrer Art“? Sie heißen u.a. Elon Musk, Mark Zuckerberg, Steve Jobs, Bill Gates usw.. Nicht vergessen sollte man die Visionäre Hans Moravec, Raymond Kurzweil und den zur Zeit berühmtesten Technikphilosophen Nick Bostrom.

Ging es im 16. Jahrhundert noch um die Restauration des eigentlich schon zum Absterben Verurteilten, so steht heute viel mehr auf dem Spiel:

„Machine intelligence is the last invention that humanity will ever need to make.“ (http://www.azquotes.com/author/44436-Nick_Bostrom) Und der große Bill Gates meint: „Ich verstehe nicht, warum nicht mehr Menschen beunruhigt sind.“

Und was hält die einst so stolze revolutionäre Partei, die SPD, überhaupt von Visionen?

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen,” sagte Helmut Schmidt einst über Willy Brandts Visionen im Bundestagswahlkampf. Das Ergebnis haben wir vor Augen. Statt für ihre natürliche Klientel über ein wirklich zukunftsfähiges soziales Netz wenigstens nachzudenken, kann man z.B. im „vorwärts“ vom 25. April 2016 folgendes lesen:

„Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens klingt gut. Für Sozialdemokraten kann es jedoch kein erstrebenswertes Konzept sein. Die SPD sollte stattdessen auf starke Tarifverträge setzen.
Ein steuerfinanziertes, bedingungsloses Grundeinkommen wäre auch für mich, als Sozialdemokrat, auf den ersten Blick attraktiv und erstrebenswert. Würde es doch die vermeintlich große Frage der sozialen Gerechtigkeit mit einem Gesetz beantworten. Bei genauer Betrachtung aber muss auffallen, dass genau das zu einer tiefgreifenden Spaltung der Gesellschaft führen kann. Einer Spaltung, die sich zwischen denen, die arbeiten – also produktiv sind – und denen, die das Grundeinkommen bekommen ohne zu arbeiten, auftun wird.“ (https://www.vorwaerts.de/artikel/grundeinkommen-spd-weiterhilft)

Das ist die Philosophie eines Hühnerhaufens: Nur ja keinem anderen Federvieh ein Körnchen gönnen – bis der Fuchs kommt! Was nützen „starke Tarifverträge“, wenn künftige Unternehmer neben Robotern vor allem Freiberufler anheuern und feuern?

Wer ist eigentlich für die tiefgreifende Spaltung der arbeitenden Gesellschaft in festangestellte Tarifarbeiter, Zeitarbeiter, Leiharbeiter, Praktikanten und Ein-Euro-Jobber verantwortlich, wenn nicht die Schröder-SPD mit ihrer Agenda 2010? Mindestlöhne sind zwar ein Fortschritt, können aber sehr leicht unterlaufen werden – ganz im Gegensatz zu einem BGE, das im Gegensatz zu allen destruktiven Gerüchten durchaus finanzierbar ist!

Besonders darüber sollte heute mit Herrn Lemme diskutiert werden!
Mueller13
07.06.2017, 12:48 Uhr
@ Leser X: Doch müssen wir
Der Politiker XY ist mittlerweile kein von der Partei losgelöstes Individuum - er vertritt die Partei. Das war zwar nicht so geplant (der Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verbunden), hat sich aber so entwickelt. Wie viele Personen im Bundestag fallen Ihnen ein, die sich noch mit dieser Eigenschaft in Verbindung bringen lassen und im Zweifel für ihr Gewissen stimmen und gegen die Parteilinie? Bosbach!? Steinbach!? Wagenknecht!? Früher vielleicht noch Gauweiler und Schäffler. Damit hat es sich aber schon fast.

Da sich Partei (und Abgeordnete) vom Volk distanziert haben und nicht mehr den Interessen des eigenen Volkes dienen, ist es zwingend nötig "Persönlichkeit" herzustellen. Wie sonst kann man den Abgeordneten klar machen, wer Ihre Diäten zahlt und wem sie dadurch rechenschaftspflichtig sind. Es ist nicht die Partei!
Andreas Dittmar
07.06.2017, 13:47 Uhr
Die EU und ihre Grenzen
Stichwort Reisefreiheit dank EU... lol wo lebt Herr Lemme denn ? Ich war gerade im bayrischen Teil des Inntals im Urlaub. An jedem Grenzübergang wo ich drüber gefahren bin kontrolliert die Bundespolizei, bzw. ist mit mindestens einem Kleintransporter incl. Besatzung präsent. Das ist gut so, weil es ein gewisses Gefühl an Sicherheit gibt, nervt allerdings ein wenig weil es manchmal auch Zeit kostet. Autobahngrenzübergang A8 Walserberg am Pfingstmontag 13 Uhr : 50 min Wartezeit bei der Einreise nach Deutschland. Inntalautobahn bei Kiefersfelden 15 - 20 min. Bevor Schengen auf der Balkanroute versenkt wurde, durch grenzenlosen Unfug und Unfähigkeit gab es war dort Freie Fahrt auf 3 Spuren in beide Richtungen. Wenn man mal alle südlichen Grenzübergänge von Passau bis Weil am Rhein durchzählt, bekommt man ein kleines Gefühl was hier für Kräfte gebunden werden müssen, die normalerweise überhaupt nicht zur Verfügung stehen.
Frontex "schützt" die EU-Außengrenze im Mittelmeer, während die NGO's mit ihren Schlepperkähnen einen regen Fährbetrieb von Nordafrika nach Italien eingerichtet haben. Wenn diese Probleme nicht gelöst werden rückt die Reisefreiheit in noch weitere Ferne.
Von einer Partei, der ein ehemaliger hochrangiger EU-Parlamentarier vorsteht, erwartet man eigentlich auch auf diesem Gebiet eine gewisse Fachkompetenz und Kenntnis der Realität .
geloescht.20250302
07.06.2017, 20:26 Uhr
Arbeitgeber Herr Lemme?
Er wird doch nicht etwa in der nächsten Verkündigungsorgie über die tolle Arbeitslosenstatistik in einem Atemzug mit WAGO oder sonstigen von Personalleasingfirmen profitierenden regelmäßig ausgezeichneten Vorzeige-Arbeitgebern genannt werden?

Wieviele Promille in der geschönten Realität würden seine 4 (!) entlassenen "Dauerpraktikanten" für Parteipolitik und Arbeitslosenstatistik ausmachen?
5020EF
07.06.2017, 23:07 Uhr
SPD -Idiologie
...und die Realität scheinen irgendwie an Paralleluniversen zu erinnern...

Alle haben mal davon gehört, aber niemand glaubt wirklich daran, ausser Hr.Lemme!

Wir werden hoffentlich sehen, dass die Vernunftbegabten im September die richtige Wahl treffen...

Hoffentlich springt besagter Herr dann nicht wie ein Lemm-ing über die Klippe und lässt seine Mitarbeiter im Stich...
Joerg Esser
07.06.2017, 23:38 Uhr
@Joerg B.
Wo waren Sie denn? War das Sofa doch wieder zu bequem? Nichts als heiße Luft, was sie da bringen.

@Mueller13
Egal, was im Lebenslauf stehen würde, Sie hätten es nicht anerkannt. Für Sie ist Gewerkschaftstätigkeit keine Arbeit, die Arbeit als Schlosser, Schwimmeister oder als Ausbilder auch nicht. Sie machen sich die Welt so, wie sie ihnen gerade in den Kram passt. Und zum Thema Arbeitgeber. Ich habe einen Arbeitsvertrag, da steht der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer oben drin. Raten Sie mal, was da steht. Kein Politiker ist abhängiger von seinem Mandat als jeder einzelne Arbeitnehmer abhängig von seiner Arbeitsstelle ist. Das wird Ihnen wiederum nicht gefallen, aber so ist es nunmal.
Real Human
08.06.2017, 09:58 Uhr
Joerg Birkefeld an „Joerg Esser“
Beziehen Sie sich auf meinen „Heiße-Luft-Kommentar“ „Auf zur Burg!“ vom 07.06.2017, 12.47 Uhr?

Dann haben wir uns wohl verpasst, Herr Esser? Zur Erinnerung: Ich war derjenige, der sich bei der Diskussion als „kritischer Transhumanist“ geoutet hat! Ich saß mit den BGE-Befürwortern am selben Tisch. (Wäre Paranoia bei mir ein überwertiges Thema, könnte ich Ihre Frage auch als Versuch einer Identitäts-Bestätigung durch eine fremde Organisation auffassen;–)

Es sollte aber weniger um den leider viel zu sehr im Mittelpunkt stehenden üblichen personalpolitischen Befindlichkeitszirkus gehen, als vielmehr um die GESELLSCHAFTSPOLITISCHEN INHALTE der „Sozialdemokratischen Partei Deutschlands“.

Ich fand mich an dem gestrigen Abend darin bestätigt, dass sich die SPD nach ihrer wahrscheinlich verlorengehenden Wahl dringend mit Philosophen wie Richard David Precht in Klausur begeben sollte. Oder will sie sich als eventueller Juniorpartner am ausgestreckten Arm der CDU diesmals zu Tode hungern? Obwohl Partei-Tick-Tack nicht mein Ding ist:

Im jetzigen Bundestag hätte die SPD eine Alternative gehabt. In einer Koalition mit der Linken und den Grünen hätte sie nach https://www.bundestag.de/parlament/plenum/sitzverteilung_18wp eine Mehrheit von immerhin 11 Sitzen. Nachdem Donald Trump die NATO für „obsolet“ erklärt hatte, hätte die SPD mit einem Koalitionswechsel einen Paukenschlag landen können. Stattdessen wälzt sich der derzeitige SPD-Außenminister lieber vor Erdogan im Staube. Solange sie sich nicht von den Agenten des Kapitals – dem Seeheimer Kreis – trennen kann, wird sie wohl auf unabsehbare Zeit das Appendix der CDU bleiben.

Dem Median-Deutschland geht es zur Zeit blendend. Man sollte sich dadurch aber nicht blenden lassen. Auch an diesem Abend – auf der Burg Bodenstein – wurde deutlich, dass sich die große große Mehrheit der Anwesenden nicht darüber im Klaren zu sein scheint, dass sie zänkischen Zwergen auf einem Vulkan gleichen, dass POSTHUMANE Zeiten vor der Tür stehen.

Kein „Job“ wird verschont bleiben, selbst der des Politikers nicht. Eine Teilnehmerin von der Partei BÜNDNIS GRUNDEINKOMMEN - BGE hat versucht, es einigen Oberlehrern aus der Guten Alten Zeit schonend beizubringen – mit erwartbarem Ergebnis! Oder ist doch etwas hängengeblieben? Deshalb zur Beunruhigung noch mal etwas Lustiges: https://www.youtube.com/watch?v=FlS8CRWIfZA

Die Quelle ist nebensächlich, auf den Inhalt kommt es an. Hat es sich eigentlich schon herumgesprochen, dass die Welt mittlerweile eine Google ist?

„Alles nur heiße Luft!“
Joerg Esser
08.06.2017, 15:24 Uhr
@Joerg B.
Dann entschuldigen Sie bitte die falsche Vermutung meinerseits. Ich erinnere mich gut, Sie waren derjenige, der von den grünen Männchen geredet hat. Das bleibt mir sicher im Gedächtnis. :)
Mueller13
08.06.2017, 16:33 Uhr
@ Jörg Esser
Entweder wollen Sie nicht verstehen oder...

Nein, eine Arbeit in der Gewerkschaft ist keine gewerbliche Tätigkeit. Ich hoffe, ich muss Ihnen das nicht definieren. Und es ist auch keine Tätigkeit in der freien Wirtschaft. ABER: Niemand hat gesagt, das er nicht gearbeitet hat. Ich mach die Welt nicht wie sie mir gefällt, Sie lesen nur nicht ordentlich.

Und was die Angestellten betrifft, da gibt es ein schönes deutsches Sprichwort: "Wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik". Von wem werden Sie doch gleich bezahlt?

Haben Sie schon mal einen Gedanken daran verschwendet, warum sie einen Arbeitsvertrag beim Abgeordneten haben und nicht beim Bund (der ja ihr Gehalt bezahlt)? Kann es sein, dass dieses System besteht, damit Sie in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Chef stehen? Wäre ja auch blöd, wenn Sie auf die Idee kommen würden, dass Sie vom Steuerzahler entlohnt werden und eigentlich ihm verpflichtet wären...
geloescht.20250302
08.06.2017, 16:57 Uhr
Jetzt muss ich aber...
...Herrn Esser in Schutz nehmen.

Als Angestellter im Wahlkreisbüro muss er doch schon aus rechtlichen Gründen seinen Arbeitgeber (zumindest bezeichnet er Herrn Lemme als solchen, andere Stimmen meinen ja, das wäre eigentlich der Steuerzahler) in Schutz nehmen.

Sie würden sicher auch einen Angestellten feuern, zur Rede stellen oder abmahnen, der Sie öffentlich lächerlich macht, geschätzter müller13?

Dass Herr Lemme bis jetzt nicht wirklich etwas Produktives geleistet hat, kann er natürlich nicht zugeben.

Bald ist Wahlkampf, dann trifft man sich unter dem roten Schirm in der Fussgängerzone zum angeregten Gedankenaustausch...endlich ohne die lästige Anonymität des Internet, stimmts Herr Esser?
BenoLehnerdt
09.06.2017, 09:56 Uhr
Respekt Herr Esser!
Beim Thema hat natürlich jeder eine unterschiedliche Meinung, und davon lebt jede Diskussion.
Aber auffällig ist schon, dass Herr Esser der Einzige in dieser und in anderen kontroversen Diskussionen ist, der mit offenen Visier und seiner wahren Identität kommentiert. Dafür sollte man ihm wahrlich Respekt zollen, auch wenn man seine Meinung nicht teilt.
Ob Andere wirklich den Mut aufbringen..................dann trifft man sich unter dem roten Schirm in der Fußgängerzone zum angeregten Gedankenaustausch ...endlich ohne die lästige Anonymität des Internet, stimmts Herr Esser?...........mag ich stark bezweifeln!
Frank1966
09.06.2017, 12:41 Uhr
@BenoLehnerdt - Ist es klug...
...oder dumm, in einer Gesellschaft wo die linke Hirnhälfte wieder denunzieren soll, seine Identität vorerst zu verschweigen?
Was ändert ein Kommentatorenname am Inhalt einer Meinung? Sollte dann auch jeder öffentlich wählen?
Mein Respekt gilt denen, die sich noch Gedanken um dieses Land machen und eine Meinung dazu haben, auch wenn diese den Freunden der EUdSSR stinkt.

Respekt hätte ich vor Herrn Esser, wenn er und seine Partei endlich fähig wären, wieder sozialdemokratische Politik zu machen und sich endlich von diesem Politikerdeutsch verabschieden. Dinge beim Namen nennen, FEHLER ZUGEBEN und diese ernsthaft korregieren wollen, dann müssten wir nicht um Respekt und Ansehen unserer
Politik(er) diskutieren.

Allen ein schönes und gewaltfreies Wochenende. Auch das war mal selbstverständlich.
----4
09.06.2017, 21:38 Uhr
Ein bisschen Spaß muss sein
2 Kannibalen gelten nach Knast und jahrelangen Resozialisierungsmaßnahmen als geheilt und sollen als Hausmeister im Schichtdienst in einer großen Gewerkschaftszentrale arbeiten. In welchem Land sich das abspielt, ist streng geheim.
Einige Zeit geht alles gut. Dann kommt beim Schichtwechsel Kollege B gerade dazu, wie Kollege A abgeführt werden soll. Entsetzt fragt er, was vorgefallen ist.
Kollege A: „Ich brauchte mal wieder Menschenfleisch und die junge knackige Putzfrau, die wir eingestellt haben......ich konnte einfach nicht widerstehen.“
Kollege B: „Du Idiot....unsere Putzfrau....das muss doch auffallen, wenn sich der Dreck wieder stapelt!! Du bist wirklich das Allerletzte....nicht zu retten – so was. Ich hole mir einmal im Monat einen Vorsitzenden, Instrukteur, egal – irgend einen Sesselpforzer. Die sind butterweich, ohne Rückgrat, ohne Knochen, kein Stehvermögen. Und was das Beste ist: Die vermisst keiner!“
5020EF
10.06.2017, 19:37 Uhr
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