Betrachtet:
Meinungs-Wirrwarr im Fall Özil
Als ob es nichts anderes als den Fall Mesut Özil gebe. Sämtliche Medien – ob Rundfunk, Fernsehen oder Zeitungen – überbieten sich gegenwärtig mit Kommentaren und Betrachtungen über einen Fußballspieler, der seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärte...
Özil sparte in seiner Begründung nicht mit Kritik. Er wetterte gegen den DFB, gegen Verbandschef Reinhard Gründel, gegen Medien. In der Erklärung des Fußballers waren sogar Rassismusvorwürfe herauszulesen.
In dem Wirrwarr der Meinungsvielfalt fällt es schwer, herauszufinden, wer da mit seiner Ansicht recht hat und wer nicht. Im Fall Özil habe ich eine eigene Meinung. Die von Uli Hoeneß, Präsident des FC Bayern München, teile ich nicht. Nur der Satz Ich bin froh, dass der Spuk vorbei ist… ist mir gewogen.
Hoeneß ist als Abteilung Attacke bekannt. Er sagt, was er denkt. Hält die Zunge nur ungern hinter den Zähnen. Im Fall des Fußballers Ö. denkt er so: Der hat seit Jahren einen Dreck gespielt. Den letzten Zweikampf hat er vor der WM 2014 gewonnen. Jetzt verstecke er seine Mist-Leistung hinter diesem Foto.
Der Bayern-Präsident setzt noch einen drauf: Zuletzt in Russland, als die Nationalmannschaft in der Vorrunde scheiterte, habe niemand hinterfragt, was der bei der WM für einen Mist gespielt hat. Seine 35 Millionen Fallower-Boys, die es natürlich in der wirklichen Welt nicht gibt, kümmern sich darum, dass er überragend gespielt hat, wenn er einen Querpass an den Mann bringt. Sportlich, meint Hoeneß, habe Özil seit Jahren nichts in der Nationalmannschaft verloren.
Während die bekannte Schauspielerin Sophia Thomalla Özils Begründung, aus der Nationalmannschaft auszutreten, für stockenblöde hält, ist Theo Zwanziger, der frühere Präsident des Deutschen Fußballbundes, tief traurig über Özils Entscheidung. Der habe doch gut gespielt. Außerdem: Migranten dürften sich nicht als Deutsche zweiter Klasse sehen. Bundeskanzlerin Merkel schätzt den Fußballer ebenfalls. Er habe, ließ sie über eine Regierungssprecherin erklären, viel für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft getan.
In der Türkei wird Mesut als Held gefeiert. Justizminister Abdulhami Gül meint, Özil habe mit seinem Rücktritt das schönste Tor gegen den faschistischen Virus geschossen. Wir erinnern uns der Faschismusvorwürfe des Präsidenten Erdogan, der den Fußballer ebenfalls überschwänglich lobt, gegen die Bundesregierung.
Für mich ist und bleibt das Foto Özils mit Erdogan ein Fehler. Ihm und Gündogan hätte bewusst sein müssen, dass sie damit einem Autokraten huldigen. Was Mesut Özils Begründung anbelangt, nähert sich meine Meinung der von Sophia Thomalla an. Was allgemein an Äußerungen zum Fall des M. Ö. zu lesen und zu hören ist, hängt davon ab, ob sie in einem liberalen oder konservativen Blatt verbreitet wird und die des jeweiligen Chefredakteurs entspricht. Von einem schweren Schlag gegen die Integrationsbemühungen bis hin, die Spieler sollten schleunigst zu ihrem verehrten Präsidenten gehen, ist da die Rede.
Mir ist von allen Meinungsäußerungen die von Außenminister Heiko Mass, ganz Diplomat, sehr gefällig: Ich glaube, alle Beteiligten in der Causa sollten einmal in sich gehen. Ich sehe wenige, die nach meiner Wahrnehmung sich da einigermaßen richtig verhalten haben. Rückschlüsse vom Fall Özil zum Stand der Integration in Deutschland möchte Maas nicht ziehen. Ich glaube nicht, dass der Fall eines in England lebenden und arbeitenden Multimillionärs Auskunft gibt über die Integrationsfähigkeit in Deutschland.
Kurt Frank
Autor: red
Kommentare
Nörgler
23.07.2018, 17:40 Uhr
Der Herr Özil
Mir ist es eigentlich völlig egal, ob der Herr Ö. ein in Deutschland geborener Türe, ein Iraker, Inder oder Eskimo ist. Er ist einfach nur Fußballer, der auf Grund seiner Leistungen, die er einst brachte, es bis in die deutsche Nationalmannschaft brachte. Aufgeregt hat mich, weil er oft als einziger die Nationalhymne des Landes nicht mitsingt, dessen Trikot erträgt und dessen Pass er hat. Und dann lässt er sich mit Erdogan als "meinen Präsidenten" ablichten. Das geht überhaupt nicht.
Wegen mir kann er Millionen und mehr verdienen, ist mir sowas von Rille, nur er hat sich bei Arsenal nicht mehr die Qualität gehabt.
Wie ein kleiner garstiger Junge holt er nun noch die Rassismus-Keule raus - schlimmer gehts nimmer. Und dann liebe Medien, treibt bitte morgen die nächste Sau durchs Dorf in diesem heißen sommerloch.
Tamara Jagellovsk
23.07.2018, 18:30 Uhr
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Leser X
23.07.2018, 18:49 Uhr
Hochachtung
Özils Begründung für seinen Austritt aus der spielfaulen Millionärstruppe nötigt mir Respekt ab. Auch seine Argumentation kann ich gut nachvollziehen: Als Sieger ein Deutscher, als Verlierer ein Migrant.
geloescht.20250302
23.07.2018, 19:10 Uhr
Bitte ein Ende mit Schrecken...
Leistungsmäßig gehörte er seit Jahren nicht mehr in Löw-Bierhoffs Priviliganten-Stadl. Hoeness hat dazu alles gesagt.
Man beachte, aus welcher politischen Richtung jetzt das Grindel-Bashing kommt.
Kleine Erläuterung: Der jetzige DFB-Präsident war mal CDU-Bundestagsabgeordner und bekommt jetzt seine damaligen Worte zu unkontrollierten Multikulti-Auswüchsen um die Ohren gehauen. Wahrscheinlich sogar stellvertretend für Seehofer, der sich immer noch renitent gegen Kritik an seinen Plänen zur Asylpolitik zur Wehr setzt.
Übrigens ist Özil ein von Familie und türkischen Beratern gesteuerter Söldner und Legionär. Also damit mitnichten ein Beispiel. Weder für gelungene noch verhunzte Integration.
I.H.
23.07.2018, 19:14 Uhr
Man soll niemals nie sagen!
"Was allgemein an Äußerungen zum Fall des M. Ö. zu lesen und zu hören ist, hängt davon ab, ob sie in einem liberalen oder konservativen Blatt verbreitet wird und DIE des jeweilen Chefredakteurs entspricht."
Mit "Die" meint er vermutlich die Meinung.
Da hat Kurt Frank wohl mal recht und wenn man seinen vorherigen Artikel über den M.Ö gelesen hat, wollte er wohl seinem Chefredakteur gefallen.
Heiko Maas hat recht. Das ist und war niemals ein Problem.
geloescht.20250302
23.07.2018, 20:02 Uhr
Mindestens 1 Detail der Özil-Leaks...
...ist nicht korrekt, Leser X.
Ist "Türke" nach Ihrem Wissen ein Rassenbegriff? Oder doch nicht eher eine Staatsbürgerschaft?
Özil hat das Pamphlet nach meiner Einschätzung nicht mal selbst verfasst. Und dass er die Weltsprache "englisch" benutzt anstatt die seines im Vergleich zu seiner Nr. 1 machtlosen zweiten Lieblingspräsidenten Steinmeier "deutsch"...Geschenkt.
Also anstelle "Rassismus" käme wohl noch "Volksverhetzung" in Betracht. Nur dürfte es schwer werden, Grindel so was unterzujubeln.
Denn dann würde wohl mehr als die halbe deutsche Presselandschaft, die sonst eher unzimperlich mit Pack und Wutbürgern ins Gericht geht, von Erdogan eingelocht werden, sollte man sich dienstlich oder im Urlaub an den Bosporus wagen.
Mein Fazit: Ein bockiger intellektuell kleingebliebener Wohlstandsjüngling hat seine Förmchen verlegt und weigert sich, sie zu suchen, weil er behauptet, Hund und Katze hätten in seinen Sandkasten geschissen.
Crimderöder
23.07.2018, 20:04 Uhr
Özil, ein Opfer!
Özil beklagt Respektlosigkeit und bedenkt dabei nicht, wie respektlos er sich Deutschland gegenüber benimmt.
- Hymne konsequent nicht mitsingen
- Erklärung auf Englisch, anstatt auf Deutsch (oder zumindest parallel)
- Einen Autokraten hofieren, der Deutschland permanent beschimpft
Özil ist beim Länderspiel Deutschland gegen Türkei 2010 im Berliner Olympiastadion von ca. 35.000 Türken bei jedem Ballkontakt schrill ausgepfiffen worden. Die Deutschen haben mit Klatschen dagegen gehalten und ihn unterstützt. Spricht heute keiner mehr drüber.
Wenn Özil heute über Rassismus spricht, so spielt er nicht nur schlecht Fussball, sondern hat auch ein extrem kurzes Gedächtnis.
PS: Hätte Özil mitfahren dürfe, wenn er sich mit Gauland abgelichtet hätte?
bimibü
23.07.2018, 22:50 Uhr
@Nörgler & @Crimderöder
Ich stimme beiden Kommentaren o.g. User vollständig zu!
Jemand, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat, sollte Sie auch mit Würde und Überzeugung vertreten, diesem Land anzugehören! Und das nicht, weil er hier beim DFB seine Brötchen verdient und mehr nicht!
Es ist eine Schande, über 90 Pflichtspiele im Trikot der Bundesrepublik Deutschland auf dem Platz zu stehen und stumm die Nationalhymne vorbei gehen zu lassen!
Wir DEUTSCHE fühlen uns genauso angegriffen, wenn uns so jemand entgegensteht!
Zudem wissen wir alle, dass die letzten Jahre das Staatsoberhaupt der Türkei nicht gerade zimperlich mit Deutschland umgegangen ist. Es ist einfach respektlos gegenüber dem Land, dem man auf dem Papier angehört, diese Art der Provokation anzutun! Es wäre aus Toleranz gerechtfertigt gewesen, ihn aus diesem Grund schon gar nicht mit zur WM mitfahren zu lassen, mal ganz abgesehen von seinen ach so tollen Spielkünsten!
Und das hat überhaupt nichts, aber auch ÜBERHAUPT NICHTS mit Rassismus zu tun! Sondern einfach mit seinem persönlichen Verhalten! Das hätte sich ein anderer mal erlauben sollen, der nicht im Rampenlicht steht!
----4
23.07.2018, 23:03 Uhr
Herr Özil
Ein deutscher Nationalspieler mit türkischen Wurzeln lässt an einem Sonntag im Juli seine Meinung zu Vorgängen im Mai/Juni während seiner Abwesenheit in Europa auf Englisch in öffentlichen Medien erklären. Respektloser gegenüber Fans und allen von ihm Kritisierten geht´s kaum noch.
Dazu noch die Erklärung: Ich würde alles wieder so machen.
Arrogante Einstellung der Marke Alle doof, außer mich!
Herr Özil hat ein Talent. Dadurch konnte er sein Hobby zum Beruf machen. Was wäre Herr Özil ohne dieses Talent? Ja, was eigentlich??
Reisende soll man nicht aufhalten.
Auch dann nicht, wenn sie vergessen, wer sie wo ausgebildet hat, wo sie hingegangen sind, um noch mehr Millionen zu scheffeln und wem sie diese verdanken: Ihren Fans. Es dürften nicht nur in Deutschland etwas weniger geworden sein.
Und das ist wirklich gut so.
H.Freidenker
23.07.2018, 23:10 Uhr
in welcher Liga spielt Özil
und in welcher Liga spielen all die Menschen, die sich an dem Thema Özil abarbeiten.
Da werden in Özil's Liga Millionen kassiert (und nicht verdient),
und das "Fußvolk" diskutiert, nur eben auf einem anderen materiellem Niveau.
Letzendlich geht es nur um Geld, Medien sind Konzerne, Konzerne arbeiten gewinnorientiert, und von Özil bis zu den Medien sind hier alle nur Gewinner.
Was wäre, wenn man aus dem Foto, eine geniale Inszenierung gemacht hat!
Spiele nur in der Liga, in der du auch trainierst !
geloescht.20250302
23.07.2018, 23:33 Uhr
Interessieren Sie sich für Fussball, I.H ?
Herr Frank braucht für seine Meinung keine chefredakteursgerechte Zustimmung.
Es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen liberalen und konservativen Blättern.
Print ist tot. Leserzuschriften, je nach Ihrem politischen Gusto, finden Sie im Internet.
Warten wir mal die zukünftige persönliche und sportliche Zukunft von Özil nach seinem Abschied bei Arsenal ab.
Ich wette, dass ich nicht Millionär werde, wenn ich darauf setze, dass sie nicht in Deutschland stattfindet.
Herr Schröder
24.07.2018, 08:06 Uhr
So So!
Nun hat es dieser Özil sogar bis hier ins Provinzblatt nnz geschafft. Na ja, wen wundert`s!
Ich bin da voll bei Uli Hoeneß. Özil hat seine katastrophalen Leistungen der letzten Jahre (nicht erst bei dieser WM!) jetzt schön hinter der Erdogan Geschichte versteckt. Das traurige daran ist, dass diese Tweets gar nicht aus seiner Feder stammen, sondern durch sein Management = Familienclan verfasst und vertrieben werden. Und wenn sich ein in Deutschland geborener wie ein Türke verhält, muss er sich nicht wundern, wenn er als Migrant gesehen wird. Warum verfasst er seine Tweets an die deutschen Fans nicht auch in Deutsch, sondern in Englisch?!
Wird Zeit, dass die Fußballligen wieder startet und keiner mehr über den … in England lebenden und arbeitenden Multimillionär… spricht.
Ich habe fertig!
Blueman
24.07.2018, 09:37 Uhr
Verlogene Debatte
Das ist eine verlogene Debatte hier. Außerdem werden hier wieder Äpfel mit Birnen vergleichen.
1. Mesut Özil ist Deutscher! Ilkay Gündogan übrigens auch. Ob Muslim, mit türkischen Wurzeln oder was weiß ich, spielt dabei alles keine Rolle. Dem Oberhaupt eines Ausländischen Staates das Kinderschänder deckt, wird die deutsche Staatsangehörigeit ja auch nicht abgesprochen.
2. Das Foto mit Erdogan kann sicher diskutiert werden. Sport hat eben nur dann nichts mit Politik zu tun, wenn er als reines Geschäft betrachtet wird. Als Person des öffentlichen Lebens kann man mehr Fingerspitzengefühl erwarten. Das "mein Präsident" stammt übrigens nicht von Özil, sondern von Gündogan. Aber auch das ist vollkommen egal.
Das verlogene an dieser Debatte ist, dass keiner auf die Idee kommt, z.b. einem verkappten Reichsbürger, der offensichtlich das Grundgesetz ablehnt, die deutsche Staatsbürgerschaft abzusprechen. Im Fall der hier geführten verlogenen Debatte wäre wohl eher die Zugehörigkeit zur "Volksgemeinschaft" die treffendere Argumentation. Denn genau darum geht es den Diskutanten hier und anderswo, wenn darüber diskutiert wird. Und das ist nichts anderes als Rassismus und absolut widerlich. Also von daher hat Herr Özil vollkommen recht.
3. Beispielsweise 1974 hat keiner die Nationalhymne gesungen (die konnten sie sich wahrscheinlich nicht merken). Und wenn man bei einem Gelöbnis der Bundeswehr genau hinschaut, dann wird man feststellen, dass auch nur maximal die Hälfte der Rekruten mitsingt. Alles keine Deutschen? Wo steht eigentlich geschrieben, dass man die Nationalhymne singen muss um deutscher zu sein? Schwachsinn!
4. Wenn Herr Özil die sportliche Flasche ist, wie der Steuerhinterzieher Hoeneß meint, dann wäre er schon längst von der Weltbühne Fußball verschwunden. Herrn Hoeneß seine Eignung als Staatsbürger hinterfragt im übrigen auch keiner. Achso ist ja Christ!?
5. Der Multimillionär und Auslandsbotschafter (z.B. Ungarn und Serbien, alles lupenreine Demokratien) Lothar Matthäus wird auch nicht hinterfragt wenn er im Ausland lebt und Geld verdient. Wenn der mit Orban auf der Tribüne kuschelt, ist das ja auch egal. Ist ja "Blutsdeutscher".
Also entweder man diskutiert darüber, ob Sportler im allgemeinen Distanz zur Politik waren sollen, und darüber wie diese Personen des öffentlichen Lebens mit Despoten umgehen sollen, oder man verhält sich einfach mal ruhig. Eine WM Teilnahme im lupenrein demokratischen Russland hat ja auch keiner in Frage gestellt. Wird in Katar auch nicht passieren, denn da hat schließlich der Kaiser auch keine Sklavenarbeiter gesehen. Aber der hatte ja immer sportlichen Erfolg.
Ach und für all diejenigen, deren Nationalmannschaft die Mannschaft sowieso nicht mehr ist, stellt sich die Frage warum sie das überhaupt interessiert.
Mueller13
24.07.2018, 10:00 Uhr
Die Rassismusdebatte nervt!
Liebe Migranten, Ihr geht in die selben Schulen, in die selben Unis, Ihr arbeitet in den selben Firmen, Ihr geht in die selben Geschäfte, Ihr geht zu den selben Ärzten, Ihr treibt in den selben Vereinen Sport, Ihr sitzt in den Bussen neben uns.
Gut, mitunter hockt Ihr nicht in der Kirche neben uns, aber das liegt dann eher an Euch.
Gleicher geht nicht. Werdet Teil dieser Gesellschaft oder pflegt weiter die Opferrolle. Es liegt an Euch!
Eckenblitz
24.07.2018, 10:08 Uhr
Was wäre wenn??
Nehmen wir einmal an, ein deutscher Nationalspieler hätte sich mit einen Herrn Gauland abgelichtet. Es wäre sehr Interessant zu wissen, wie die politische Elite und ihre Handlanger dann reagiert hätten?
Zukunft
24.07.2018, 10:11 Uhr
Fußball-Kenner
Eigentlich lange vermisst - die Blaue Truppe. Wahrscheinlich sind bei den Welterklärern jetzt Semesterferien angesagt oder die Hitze macht zu schaffen.
Aber was wieder durchblickt, dass ist die ungeheure Wucht der geballten Intelligenz des blauen Schwarms. Und alle, die nicht folgen können, sind die Doofen, wie die deutschen Fußball-Weltmeister von 1974, die sich nicht mal den Text merken konnten. Echt geil, was ihr da von Euch gebt. Und die Rekruten der Bundeswehr sind auch dumm, können sich die Strophe auch nicht merken.
Und der Bayern-Präsi, ja, der hat Steuern hinterzogen. Aber der hat vermutlich vom Fußball-Geschäft und von der Einschätzung sportlicher Leistungen auf dem grünen Rasen 100 mal mehr Ahnung als die Blaue Truppe. Also zieht Euch wieder zurück, geht irgendwohin baden, kühlt Euch ab. Wenn das neue Semester wieder beginnt, dann ist die Welt für Euch immer noch so fruchtbar - oder furchtbarer und wartet selbstredend auf die geistreichen Erklärungen ihrerselbst. Und nun husch ab zu Mutti!!!!!!
Blueman
24.07.2018, 10:50 Uhr
Und was wäre wenn ...
...in China ein Sack Reis umgefallen ist.
Psychoanalytiker
24.07.2018, 11:00 Uhr
Alles nur eine Frage der Definition ...
... wenn man tiefgründiger nachdenkt. "Deutscher mit türkischen Wurzeln" nennt sich Özil selbst und hat sich trotz der Möglichkeit zwei Staatsbürgerschaften haben zu dürfen, alleine für die deutsche entschieden.
Noch vor wenigen Jahren war man nur dann "Deutscher", wenn man das Blut in den Adern von anderen "Deutschen" vererbt bekam. Seit wenigen Jahren kann man auch "Deutscher" werden, wenn man hier geboren wurde, aber zudem bestimmte Bedingungen erfüllt. So muss man z.B. 6, 7 oder 8 Jahre eine Aufenthaltserlaubnis nachweisen. Geht man heutzutage den Rechtsweg, sind diese Jahre schnell erreicht, und wenn die anderen Voraussetzungen auch noch passen, ist man schon "Deutscher".
Ich erinnere mich zwar nicht mehr an konkrete Personen, aber Deutschland hat schon mehrmals "genehme" Sportler in kürzeren Fristen zu "Deutschen" gemacht, nur damit sie das Nationaltrikot überstreifen durften. Ob bei Özil so verfahren wurde, weiß ich nicht, aber es gab Sportler, bei denen so verfahren wurde.
Das für mich Erschütternde ist, dass sich hier ein "Vorzeigemigrant" als nicht wirklich integrierbar erwies. Generell hat Özil natürlich jederzeit das Recht, sich politisch zu äußern, aber es war mehr als unklug, sich mit Erdogan so zu zeigen. Erdogans derzeitige Politik funktioniert nur, weil ihn auch "Auslandstürken" mehrheitlich wählen. Da wirbt man als integrierter "Deutscher" nicht für diesen Mann, selbst wenn man türkische Wurzeln hat. Ich möchte, dass in meinem Land die Würde des Menschen unantastbar ist, da kann man als Sportler ersten Ranges nicht für Politik werben, die dem entgegensteht.
Wer noch vor kurzem "Lügenpresse" rief, war schnell Nazi, Pegidaanhänger, Rechter oder was weiß ich noch. Sind die Attacken deutscher Medien gegen Özil jetzt auch dahingehend einzuordnen? Er scheint es so zu sehen. Es ist eben alles nur eine Frage der Definition, heute so, morgen so ......
Wir sind mit Mesut vor 4 Jahren Weltmeister geworden
Daran war hat er maßgeblich mitgewirkt. Wenn man sich hier mal auf den Fußball konzentriert, dann hätte man gemerkt, daß die Truppe schon seit dem Herbst schlecht spielt. Ich hätte Mesut zu Hause gelassen-der Leistung wegen. Aber auch Manuel Neuer. Ich hätte auch Leroy Sane nominiert. Nicht weil oder obwohl Migrationshintergrund hat, sonder weil er es sportlichverdient hätte. Meine Meinung als einer von Millionen Möchtegerntrainern.
Mesut hat sich unprofessionell benommen. Jede Person, die im Scheinwerferlicht steht, sollte sich zu politischen oder weltanschaulichen Fragen nicht äußern. Ein Foto mit dem Dalai Lama hätte auch Streit ausgelöst. Oder Putin. Oder Trump. Oder. Oder. Natürlich ist das alles seine Privatsache, aber er muß dann auch mit den Diskussionen leben. Und nicht die beleidigte Leberwurst spielen. Daß er sich in englisch äußert ist nicht daß Problem. Er spielt im UK und jeder Hauptschüler kann englisch. aber die beleidigte Leberwurst spiele und Rassismus rufen...nee. Wir hatten auch schon deutsche beleidigte Leberwürste (Effenberg). Den würde ich auch nicht hinterherlaufen.
Und wenn man den Bogen denn unbedingt zu den sogenannten Deutschtürken und ihrer Einstellung zu Deutschland schlagen will, dann finde ich, sie sollten sich entscheiden müssen. Also weg mit der doppelten Staatsbürgerschaft.
Aber bitte nicht den Fußball für Debatten vorschieben, die anderswo viel früher hätten geführt werden müssen.
geloescht.20250302
24.07.2018, 11:24 Uhr
Make my day @ Zukunft!
Ja, die Blauen Zeit-Piraten würden sich sogar für die Asphaltkegelmeisterschaften im "Senioren-Gulag Leni Riefenstahl" (Das ist ein Zitat vom leider inzwischen auch blaugefärbten Oliver Kalkofe) interessieren, sobald da ein ehemaliger Stasi- oder Bin-Laden-Mitarbeiter "Rassismus" quäkt, weil er nicht mit jeden Wurf alle Neune umlegt.
Ich bin überhaupt kein Bayern-Fan und die ehemalige deutsche Nationalmannschaft, jetzt neutral auf multikulturelle und politisch korrekte Muttimanier zu "Die Mannschaft" kastriert, unterstütze ich seit den Zeiten nicht mehr, als das Singen der Hymne in Mode kam.
Aber Hoeness hat Recht und ich brauche keinen Mimimi-Möchtegern-Integrierten, um zu sehen, dass diese Generation nicht mehr aus denselben Gründen aufläuft, wie es die Belgier, Franzosen, Kroaten, Isländer oder Engländer bei der WM oder EM vor 2 Jahren Taten.
Und Blueman, Ihre Grosszügkeit bei Straftaten bezieht sich natürlich nicht auf deutsche Steuerhinterzieher. Die würden Sie wahrscheinlich sippenhaftmässig bis in die 10. Generation komplett enteignen.
Barmherziger sind Sie nur bei denen, die mit den Gepflogenheiten in ihrer "neuen Heimat" noch nicht so klarkommen, stimmt's?
Und wo ist denn nun der Rassismus, wenn keine Rasse beleidigt wird? Oder steht ein Türke oder Syrer etc. per se über allem und wenn er ein Knöllchen bekommt, weil er unberechtigt einen Behindertenparkplatz belegt, wird er auch nur aus rassistischen Gründen zur Kasse gebeten?
Leser X
24.07.2018, 13:02 Uhr
Psychoanalytiker
Zitat: "Ich möchte, dass in meinem Land die Würde des Menschen unantastbar ist..."
Das ehrt Sie sehr.
Doch nur etwas später: "Generell hat Özil natürlich jederzeit das Recht, sich politisch zu äußern, aber es war mehr als unklug, sich mit Erdogan so zu zeigen..."
Das widerspricht sich irgendwie. Nach dem Motto: frei äußern ja, aber bitte nicht so... Außerdem sollten Sie vielleicht doch mal hinterfragen, ob Erdogan wirklich das abgrundtief Böse verkörpert, wie uns alltäglich suggeriert wird.
Wenn ich - trotz tendenziöser Berichterstattung der Staatsmedien - richtig informiert bin, hat er Wahlergebnisse eingefahren, von denen die Regierenden hierzulande schon nicht mal mehr träumen. Und ich gehe nicht davon aus, dass in jeder Wahlkabine ein Büttel Erdogans stand. Also irgendwie ist die ganze Informationspolitik hierzulande schon lange nicht mehr stimmig. Ich hoffe, es hat sich bald ausgehetzt...
dicker
24.07.2018, 13:19 Uhr
Marionette Özil
Das ganze Theater ist mir zuwider. Es geht doch gar nicht um Fußball. Der bringt das Thema nur emotional auf Hochtouren. Sarrazin hat es vor Jahren in seinem Buch vorhergesagt und wurde wie eine Sau durchs Dorf getrieben. Die ganze Kampagne ist politisches Kalkül.
Deutschland zeigen wie schwach es ist, in die Rolle des Gegängelten Immigranten schlüpfen und dem Deutschen die Geschichte von vorherigen Generationen unter die Nase reiben das der auch schon empört ist. Als Nationalspieler ist er Angestellter des DFB und Vertreter der Bundesrepublik Deutschland. Das Verhalten von Özil war und ist unredlich, falsch und gefährlich. Für das Versagen bei der WM sind dennoch andere verantwortlich. Hier wurde Merkels Prinzip des Aussitzens zum Verhängnis. Als Repräsentant der deutschen Republik hätten DFB und Politik energisch intervenieren müssen. Wir lassen uns immer wieder als Rassisten beleidigen und uns klein machen. Das muss aufhören. Wir sind weltoffen, seit Jahrzehnten multikulturell und die Welt war 2006 zu Gast bei Freunden. Ein gesundes Maß an Patriotismus stünde uns in Zukunft besser zu Gesicht.
Mueller13
24.07.2018, 13:33 Uhr
Realitätsverweigerung
Fragt doch mal einfach diejenigen, die Ihr da integrieren wollt. Vielleicht wollen die ja gar nichts mit uns zu tun haben.
In der jüngsten repräsentativen Befragung gaben 61 Prozent an, sich sehr stark der Türkei zugehörig zu fühlen, nur 38 Prozent sagten das über Deutschland.
Zwangsintegration? Damit manche weiter ihr Multi-Kulti leben können?
Betrachten wir es doch nüchtern: die Türken sind hier her gekommen, weil es besser war, hier Dreckarbeiten zu machen, als in Anatolien zu hungern. Wer will es ihnen verdenken? Sie jetzt aber gleich zu einem Bestandteil des deutschen Volkes machen zu wollen, ist ein krudes Vorhaben. Offenbar wollen sie das selbst nicht. Und natürlich gibt es hervorragend Integrierte, die sich am Ende selbst als "deutsch" betrachten und die auch ich als Mitglied unserer Gesellschaft sehe.
Tja, die andere Seite können wir aber nicht ausblenden. Die sind dann halt deutsch, weil es hier ein gutes Sozialsystem gibt.
Im Moment wächst eben der Anteil derer, die nichts mit unserer Lebensweise anfangen können. Das kann man hinnehmen, muss man aber nicht.
Alanin
24.07.2018, 14:06 Uhr
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Psychoanalytiker
24.07.2018, 14:13 Uhr
@ Leser X
Sie möchten von mir eine Antwort? Hier der Versuch. Özil hat sich irgendwann für die deutsche Staatsbürgerschaft entschieden, nur für die deutsche Staatsbürgerschaft. Er hat sich somit auch für das Grundgesetz entschieden. Nun kann man durchaus darüber streiten, ob die Medien neutral und objektiv berichten, tun sie es nicht, sind sie genau das, was beispielsweise die" ..gidas" in Deutschland anmahnen.
Da alle Medien beteuern, dass sie der "Lügenpresse" nicht angehören, muss ich logischer Weise daraus ableiten, dass sie objektiv berichten. Das wiederum bedeutet, dass der Sieg bei der ersten Wahl Erdogans (Änderung zum Präsidialsystem) nur dadurch möglich war, weil "Auslandstürken" (Deutschland, Österreich, ???) für ihn stimmten. Nur auf die Türkei bezogen, hätte er wohl "verloren". Das berichten zumindest die Zeitungen Österreichs und Deutschlands übereinstimmend. Die in Deutschland gezeigten wehenden Fahnen türkischer Wähler sagen mir: Die wollen Erdogans und nicht deutsche Politik. Das zumindest ist meine Logik aus den gezeigten Bildern unserer "Wahrheitspresse".
Und - es tut mir leid, wenn Sie auf andere logische Ergebnisse kommen, Erdogan ist für mich kein Anhänger unserer demokratischen Werte a'la Grundgesetz (Das hat er nicht nur bei der Pressefreiheit bewiesen). Damit sind für mich alle damaligen "Fahnenträger" Erdogan-Fans und sollten durchaus überlegen, ob und warum sie hier und nicht in der Türkei leben wollen. (Das heißt aber nicht, dass sie zurückfliegen sollen)
Ja, die Würde des Menschen ist unantastbar, aber es gibt noch andere Werte in Deutschland. Was das für Werte sind, steht auch in unseren Gesetzen, Verordnungen und Satzungen. Daher finde ich es auch falsch, wenn immer und immer wieder, bei jedem Pups, die "Volksverhetzungs-Keule" geschwungen wird, wir aber (ungestraft) zu Nazis oder Rassisten abgestempelt werden (dürfen). Ich möchte durchaus "multikulti", aber keine "Parallelgesellschaften" und keine Bevormundungen, wie sie derzeit von türkischen Interessenvertretern gegenüber dem DFB geäußert werden. So wird Migration nicht funktionieren. Das ist nämlich keine Einbahnstraße ...
Leser X
24.07.2018, 14:57 Uhr
Psychoanalytiker
Vielleicht ist es ja auch so, dass die einseitig-verhetzte Darstellung bzgl. Türkei/Erdogan bei den hier lebenden Türken einen Solidarisierungseffekt auslöst? Schon mal drüber nachgedacht?
----4
24.07.2018, 15:20 Uhr
Zwei Nationalspieler
Die Herren Mesut Ozil und Thomas Müller sind beide DEUTSCHE Nationalspieler, die (alles jetzt mal höflich ausgedrückt) bei der WM nicht ihre gewohnte Leistung gebracht haben. Beide (und bis auf Manuel Neuer alle anderen) sind dafür in den Medien hart kritisiert worden, auch von ausländischen Reportern und Kommentatoren. Thomas Müller hat noch keinen dieser Kritiker als Rassisten bezeichnet.
Jetzt wird’s theoretisch: Hätte Thomas Müller neben Gündogan und Erdogan gestanden, wäre er nicht mit zur WM gefahren, weil er die sofortige Feindschaft seiner Fans zu spüren bekommen hätte.
Man kann es nicht mehr lesen und hören. Wenn einer hier eine politische Dummheit macht, kann er sich immer verteidigen, wenn er den Umgang mit diesen Schlagwörtern beherrscht: Nazi, Rassist, Faschismus, braun, AfD und ganz zur Not Horst Seehofer.
Wolfi65
24.07.2018, 15:25 Uhr
Genau so ist das @Leser X
Hoffentlich kommen dann mal die eingereisten Türken vor lauter Solidarität mit Özil auf die Idee, bei nicht Gefallen von der Reiserücktrittversicherung Gebrauch zu machen. Die provisorischen Papiere sind dann selbstverständlich bei der Ausreise abzugeben, da die Voraussetzungen dann erloschen sind.
geloescht.20250302
24.07.2018, 15:31 Uhr
Leser X
Schon mal darüber nachgedacht, dass hier viele Kurden leben, die nichts mit Erdogan oder seinen Propagandaschranzen wie Özil zu tun haben wollen?
Conner
24.07.2018, 16:34 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Grün
24.07.2018, 17:42 Uhr
Echt jetzt?
Das einzige was ich über diese Debatte denke:6 M. Özil ist doch ein völlig unwichtiges Individuum. Seinesgleichen hat eure Aufmerksamkeit überhaupt nicht verdient. Denkt bei der Hitze an euer Herz und bleibt cool Leute. Liebe nnz: dieses Thema gehört nun wirklich nicht hier her.
Einen angenehmen Abend euch allen.
(Mal schauen, ob der Kommentar freigegeben wird :) )
geloescht.20250302
24.07.2018, 18:08 Uhr
Liebes Röschen!
"Wir ertragen jeden Schmerz, RWE du kommst vom Herz" könnte Ihnen darauf ein Kommentator antworten.
Lassen Sie uns doch im Sommerloch mit Ablenkung durch einen Nebendarsteller der politisch korrekten Deutschlandverdammung suhlen.
In einem Jahr werden wir Thüringer wieder durch Lügen, falschen Versprechen und Lottomittelverteilern belästigt. Es dräuen Wahlen und ein Biosphärenreservat.
Dann lieber erst mal die unwichtigen Themen jetzt exzessiv ausreizen, bis die blaue Netzguerilla wieder zuschlägt.
Eckenblitz
24.07.2018, 20:04 Uhr
Mesut Ozil
Wenn Herr Ozil es richtig ernst meint, würde er seinen deutschen Pass zurück geben.
Paulinchen
25.07.2018, 10:09 Uhr
In einer dtsch. großen...
...Zeitung habe ich in der Kausa Özil folgendes und für mich passendes gelesen: "Özil hat einen Elfmeter zugesprochen bekommen, (Foto mit Erdogan) doch leider hat er das Tor nicht getroffen (er geriet deshalb mehr oder weniger in Verruf) der Ball prallte vom Tor ab und Özil hat nachgetreten, leider hat er aber nicht bemerkt, dass er bereits im Abseits stand. Dadurch hat er sich selbst aus dem Spiel genommen, bzw. disqualifiziert." Das war es wohl dann mit seiner Fußballkarriere. In der Fußballfamilie (z.B.Boateng) wurde mit wenigen Worten darüber gerichtet: " Es war schön mit dir, danke Bruder."
Nun sollten wir es auch gut sein lassen und uns den wichtigen Dingen des Lebens in Deutschland widmen. Unter anderem eben auch ohne Özil. Wir schaffen das... .
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