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Di, 11:37 Uhr
09.10.2018
Neues aus Bad Frankenhausen

Konzert mit RYANNAH und Museumsnacht

Ein paar aufregende Tage liegen hinter uns und jetzt ist erst einmal Zeit durchzuatmen und alles zu überdenken und zu analysieren, wie Fred Böhme vom Panorama Museum Bad Frankenhausen feststellte. Hier seine Zusammenfassung...

Erst das Konzert von RYANNAH am Freitag 28.9., das ganz offensichtlich polarisierte. Einigen Gästen war der Abend zu elektronisch und die Musik viel zu ruhig und einförmig, andere waren überaus fasziniert von ihrem Auftritt.

Ich weiß nur, dass Live-Looping überaus schwer ist und bei dieser Künstlerin konnten die Anwesenden live erleben, was sonst bei der Songproduktion im Studio ganz ohne Publikum passiert und was allerdings auf der Bühne gleich im ersten Take funktionieren sollte. Das Besondere dieses Konzertes war, dass RYANNAH mit ihrer Stimme atmosphärische Sounds und Beats kreierte, die sie mit dem Loopgerät aufnahm und in die Endlosschleife schickte und auf diese nach und nach verdichteten Sounds ihren Gesangspart sang.

Das ist erst einmal sehr elektronisch, sehr technisch, aber man erlebt ganz unmittelbar die Entstehung eines Songs, das ist unmittelbarer als bei einer einstudierten und ewig wiederholten Show, die dem erstmaligen Konzertbesucher vielleicht Unmittelbarkeit vermittelt, jedoch das Resultat dauernder Wiederholungen und schon ziemlich einstudiert ist. Leider verpasste ich dieses Konzert, weil ich am Morgen des Konzertes mit gesundheitlichen Turbulenzen zu kämpfen und mein Doktor mir ein paar Tage Ruhe verordnet hatte. Das wiederum stresste meine Kollegen, die nun die Beschallungstechnik irgendwie aufbauen und kurzfristig einen versierten Techniker für diesen Abend verpflichten mussten.

Am vergangenen Samstag folgte dann sogleich unsere Museumsnacht mit weiteren Aufregungen. Lag es an dem nicht ganz optimal gewählten Termin mitten in den Herbstferien (für viele Familien noch einmal eine Gelegenheit für einen Kurzurlaub), an den vielen anderen zeitgleich stattfindenden Veranstaltungen (Zwiebelmarkt in Artern, Oktoberfeste und Kirmisfeiern) oder an der nicht ausreichenden Werbung für diese Veranstaltung, es kamen dieses Mal spürbar weniger Gäste als in den Vorjahren.

An den musikalischen Angeboten lag das sicher nicht. Das DUO ESPERÄNZEL boten in ungewöhnlicher Besetzung mit Konzertharfe und Saxophon überwiegend Latino- und Jazzklassiker, die instrumental sehr solide und sensibel neuinterpretiert wurden, Alejandro Leon und Ulrich Thiem spielten ihr Virtuosen-Programm „Zwischen Bach und Samba“ vor der ungewöhnlichen Kulisse des Panorama-Gemäldes, was für den fast blinden Alejandro bei den dortigen Lichtverhältnissen eine besondere Herausforderung darstellte.

Gestern gestand er mir am Telefon, dass er dort ziemlich starke Orientierungsprobleme hatte. Und dann folgte noch mit ALUMINE GUERRERO & Les Enfant Perdus die Hauptband des Abends, die mir im Vorfeld bereits wegen der vielen Instrumente auf der Bühne einiges Kopfzerbrechen bereitete. Letztlich ging aber der Umbau und der Soundcheck wider Erwarten reibungslos über die Bühne. Erst während ihres Auftritts wurden die eigentlichen Probleme sichtbar.

Der Hauptverstärker ging mehrfach einfach aus, was vermutlich auch durch die defekten Instrumentenkabel bzw. Steckverbindungen der Akkordeon-Mikrofone und den dadurch verursachten Störgeräuschen lag. Aber ich bin mit meinen diesbezüglichen Fehleranalysen noch nicht ganz fertig. Dessen ungeachtet bot die Band mit ihrer temperamentvollen Frontfrau einen sehr lebendigen mitreißenden Mix aus Andenfolklore-, Gipsy- und Kleszmer-, sowie aus Hip-Hop-Elementen.

Daneben gab es an diesem Abend wie schon in den Vorjahren verschiedene Führungs- und Mitmachangebote und neben dem Rundbild und der derzeitigen Sakulowski-Schau auch eine Präsentation von Werken des Panorama-Kinderzeichenkurses.

Fred Böhme
Panorama Museum Bad Frankenhausen
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