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Fr, 16:19 Uhr
09.11.2018
Neues aus Sondershausen

Gedenken an Pogromnacht

Mit Kranzniederlegungen wurde heute auch im Kyffhäuserkreis an die Pogromnacht im Jahre 1938 gedacht. In Sondershausen war kn dabei...


In der Pogromnacht vom 09. November zum 10. November waren vor 80 Jahren zahlreiche Synagogen und Geschäfte jüdischer Händler zerstört worden. Auch in Sondershausen gab es solche Zerstörungen.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Auf dem jüdischen Friedhof in Sondershausen gedachten zahlreiche Sonderhäuser an dieses beschämende Datum in der deutschen Geschichte, so auch Landrätin Antje Hochwind (SPD), Bürgermeister Steffen Grimm, Stadträte der Stadt Sondershausen sowie Vertreter von Parteien und Vereinigungen, sowie zwei Schulklassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Sondershausen.

An der Kranzniederlegung hatten Sondershäuser aus allen gesellschaftlichen Bereichen teilgenommen, so Michael Bornschein Superintendent im Ruhestand und Superintendent Kristóf Bálint.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Bürgermeister Steffen Grimm (pl) übernahm die Gedenkworte. Grimm erinnerte, dass in der Reichskristallnacht viele Tote zu beklagen waren und viele Synagogen zerstört wurden und zahlreiche Geschäfte in Flammen aufgingen. Auch in Sondershausen gab es Zerstörungen.
Grimm erinnerte an die sechs Millionen Opfer. Die Synagoge nahe der Bebrastraße wurde damals zerstört, so Grimm.

Auch jüdische Familien aus Sondershausen waren unter den Opfern. Er schilderte den Fall von May Simon der im ersten Weltkrieg für Volk und Vaterland schwer verwundet wurde, was seiner Familie auch nicht half, die deportiert wurde.


Politisch und logistisch geplant war der Einzug von Vermögen jüdischer Familien, um die Finanzierung der Kriegsvorbereitung voran zutreiben.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Anschließend legte Grimm ein Gebinde im Namen der Stadt Sondershausen nieder. Auch Landrätin Hochwind und eine Abordnung der Linke Kyffhäuserkreis legten Blumen nieder.

Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Der Schulleiter Ingo Woythe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums legte mit Schülerinnen und Schülern der elften Klasse ein Gebinde nieder.

Das es im Vorfeld Schmierereien an der Mikwe und auf dm jüdischen Friedhof gab, zeigt, es gibt politische immer noch einiges aufzuarbeiten.
Schmierereien mit braunem Hintergrund?
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Gedenken an Pogromnacht (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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