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Do, 09:59 Uhr
29.11.2018
Arbeitsmarkt November 2018

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 1990

Erstmals seit 28 Jahren sinkt die Zahl der Arbeitslosen im November auf unter 7.800 Personen. Gegenüber Oktober gab es allerdings nur einen leichten Rückgang. Karsten Froböse, Chef der Nordhäuser Arbeitsagentur: „Wir hatten noch nie so wenig Arbeitslose.“ Doch die Medaille habe zwei Seiten...

Grafik (Foto: Arbeitsagentur) Grafik (Foto: Arbeitsagentur)
„Einerseits geht die Arbeitslosigkeit weiter zurück. Auf der anderen Seite wird der Rückgang zum Vorjahr deutlich schwächer. Wir haben knapp drei Prozent Arbeitslose weniger. Vor einem Jahr waren es noch fast dreizehn Prozent.“

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Man habe Entlassungen in Zeitarbeitsfirmen, die bei Automobilzulieferern tätig sind, in einem Logistikbereich und einem Unternehmen der erneuerbaren Energien.

Die Personalnachfrage und das Angebot freier Stellen sei mit dem Vorjahr vergleichbar. Aktuell sind 1.600 Arbeitsangebote im Agenturbezirk Nordhausen gemeldet, fast die Hälfte im verarbeitenden Gewerbe.
7.755 Personen waren Ende November ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,7 Prozent, 0,2 Prozentpunkte weniger als 2017.

Aber wie sieh es bei der sogenannten Unterbeschäftigung aus? Rechnet man die Frauen und Männer hinzu, die sich zum Beispiel in einer beruflichen Eingliederung oder in einer Weiterbildung befinden, dann erhöht sich die Gesamtzahl aller drei Landkreise auf 11.507, was einer Unterbeschäftigungsquote von 8,4 Prozent entspricht.

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat Ende November mit 2.878 Personen einen neuen Tiefststand erreicht. „Das sind immer noch zu viele Menschen“, so Froböse. Mit dem neuen Teilhabechancengesetz könne man aber im kommenden Jahr weitere Unterstützung bieten und den Zusammenhalt in der Gesellschaft fördern.

Arbeitslosigkeit in den drei Landkreisen

Im Landkreis Nordhausen hat sich die Arbeitslosigkeit am positivsten entwickelt. Die Zahl sank zum Vorjahr um über sechs Prozent. 2.822 Personen sind hier auf Jobsuche, rund 200 weniger als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 6,6 Prozent und liegt auf dem Niveau von Düsseldorf. Im November 2017 betrug die Quote noch 7,0 Prozent.

Im Kyffhäuserkreis waren im November 2.943 Menschen ohne Arbeit. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um rund 100 Personen rückläufig. Die Quote liegt bei 7,6 Prozent. Im Jahr zuvor betrug sie noch 7,8 Prozent.

Der Landkreis Eichsfeld hat mit 3,7 Prozent die niedrigste Quote und liegt über dem Vorjahreswert von 3,5 Prozent. Etwa 2.000 Jobsuchende wurden registriert, knapp 70 Personen mehr als im vergangenen Jahr.

Investition in Qualifizierung weiter wichtig

Die Weiterbildung von arbeitslosen Menschen ist ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit. „Mit der Digitalisierung gibt es weitere Veränderungen von Berufen“, so Karsten Froböse. Knapp 550 Männer und Frauen sind derzeit in einer beruflichen Weiterbildung. „Qualifizierung bringt weiter und sichert die berufliche Zukunft“, unterstreicht der Agenturchef. Das beziehe sich zudem auch auf Beschäftigte in den Unternehmen. Das Thema Weiterbildung und Anpassung von Wissen sei auch hier unumgänglich. Man verstärke derzeit die Beratungen hinsichtlich der Unterstützungsmöglichkeiten.

Was bringt das Jahresende?

Ende des Jahres sei bekanntermaßen mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. „Wie die letzten Jahre gezeigt haben, halten Saisonunternehmen in den Wintermonaten aber häufiger ihr Personal“, bestätigt Karsten Froböse. „Das hat sich bewährt. So waren Arbeitskräfte im Frühjahr sofort einsatzfähig.“ Pressesprecherin Andrea Springer verweist auf die finanziellen Fördermöglichkeiten: „Wir können Unternehmen bei Kurzarbeit in den Wintermonaten mit Saisonkurarbeitergeld (KUG) unterstützen. Arbeitsausfälle können so besser kompensiert werden.“
Autor: red

Kommentare
N. Baxter
29.11.2018, 10.52 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Knaecke2
29.11.2018, 21.24 Uhr
Die Unfähigen feiern sich.....
Ohne die massive Abwanderung der Jugend, rausfallen vieler Ausnahmeregelungen über das AA und Jobcenter, wäre es viel mehr ein trauriger Punkt. Der Mob von Politik, möchte dies trotzdem als Erfolg verkaufen, um die eigene Hundlungsunfähigkeit zu überspielen. Hätte dieser Mob wirklich etwas bewirkt, müssten die Zahlen heute deutlich anders aussehen.....
Paulinchen
30.11.2018, 11.47 Uhr
Na das ist doch mal...
...eine Erfolgsmeldung, so kurz vor Weihnachten. Nur frage ich mich, sind die 4 Millionen AG II-Empfänger keine Arbeitslosen? Wenn ich die Diskiússionen des Herrn Spahn gestern Abend im TV, bei "Illner" so höre, fällt mir immer wieder auf, diese Leute glauben an die Statistiken, welche sie gefälscht haben. Die Zahl 4 Millionen hat er ganz kleinlaut erwähnt, so dass ich sie erst heute in der Mediathek nochmal nachgeschaut habe.

In mir reift der Eindruck, in der CDU passiert gegenwärtig nicht viel. Alle gegen Merz und seine Einkünfte, dabei ziehen die Medien am gleichen Strang. Seine Rede in Böblingen wurde genau an der Stelle unterbrochen, als er sich mit der Partei "die Grünen" beschäftigte. Bei Frau Annegret Kramp-Karrenbauer hingegen, übertragen die Medien die ganze Rede. Herr Spahn wurde ebenfalls gekürtzt. Angeblich liegt die Frau "AKK" in den Meinungsumfragen ganz weit vorn, gegenüber ihren Mitbewerbern. Somit können wir davon ausgehen, die Dame wird in den "Königsstuhl" gehoben und wir haben dann A lten, K alten, K affee, wie gehabt.
Na dann Fröhliche Weihnachten und immer das Gleiche in 2019.......
tannhäuser
30.11.2018, 12.55 Uhr
Das wird so bleiben...
...wie neulich erwähnt, hat schon vor Jahren ein Kabarettist auf den riesigen Abstand zwischen offiziell verkündeten Zahlen und bitterer Realität hingewiesen, deren Ergebnis weiter steigende Kinder-, Jugend-, Erwachsenen- und Familienarmut sein werden.

Aber Herr Froböse sowie Kolleginnen und Kollegen in ähnlichen oder höheren Positionen werden weiterhin fröhlich und mit stolz geschwellter Brust ihren monatlichen Erfolgsreport abliefern.
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