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Do, 20:21 Uhr
29.11.2018
Das Wetter im November

Warm, trocken und sonnenscheinreich

Der November reihte sich nahtlos in die im April begonnene Serie zu warmer, erheblich zu trockener und ungewöhnlich sonnenscheinreicher Monate ein. Ursache dafür war der meist vorherrschende Hochdruckeinfluss, wodurch sich Tiefdruckgebieten nur selten die Gelegenheit bot, nach Mitteleuropa vorzudringen. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen...

Milder und trockener Herbst (Foto: Larisa-K/pixabay.com)
Mit 5,3 Grad Celsius (°C) lag im November der Temperaturdurchschnitt um 1,3 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die Abweichung nach oben 0,9 Grad. Im Jahr 2018 trumpfte sogar der November in seiner ersten Hälfte nochmals mit fast sommerlicher Witterung auf: Eine südliche Strömung sorgte besonders im Lee der Alpen und einiger Mittelgebirge verbreitet für Temperaturen über 20 °C.

Diese Marke wurde in Bad Kohlgrub-Rosshof, nördlich von Garmisch-Partenkirchen, gleich viermal erreicht bzw. überschritten. Die höchste Temperatur des Monats wurde in Rosenheim am 6. mit 24,2 °C erreicht. Selbst am 12. November zeigte das Thermometer an einigen Stationen im Süden und in der Mitte Deutschlands noch einmal 20 bis 21 °C.

Olbersleben, nördlich von Weimar, war dabei mit 21,3 °C der wärmste Ort. Somit zählt dieser Tag zu den spätesten Terminen mit mehr als 20 °C in Deutschland. Durch die Verlagerung hohen Luftdrucks von Ost- nach Nordeuropa konnte im letzten Monatsdrittel deutlich kältere Luft einfließen. Für einen richtigen Wintereinbruch reichte dies in den meisten Gebieten jedoch nicht. Die tiefste Temperatur
wurde am 28. in Dippoldiswalde-Reinberg, südlich von Dresden, mit -10,3 °C erreicht.

Fortdauer der Dürre - in der zweiten Monatshälfte gebietsweise Schnee
Auch im November blieben die von vielen erhofften, stärkeren und flächendeckenden Niederschläge aus. Stattdessen erreichte der Monat mit gut 20 Litern pro Quadratmeter (l/m²) nur ein Drittel seines Solls von 66 l/m² und war damit deutschlandweit bereits der zehnte zu trockene Monat in Folge. Die Dürre verschärfte sich besonders in der Altmark im Norden Sachsen-Anhalts, in einem breiten Streifen nördlich des Erzgebirges und gebietsweise in Franken, wo weniger als 10 l/m² zustande kamen. Im äußersten Westen, vom Saarland bis zur Eifel, fielen dagegen bis zu 80 l/m². Doch auch dort blieben fast alle Stationen unter ihrem Soll. Ab dem 18. zeigte sich der November an manchen Tagen auch schneebedeckt. Dies beschränkte sich jedoch meist auf das Alpenvorland und wenige Landstriche im Mittelgebirgsraum. Immerhin lagen am 27. in Schöfweg im Bayerischen Wald 20 cm Schnee.

November 2018 unter den vier sonnenscheinreichsten seit Messbeginn 1951
Der November erreichte mit rund 75 Stunden 141 Prozent seines Solls und gehört damit zu den vier sonnigsten seit Messbeginn 1951. Am längsten zeigte sich die Sonne im Bayerischen Wald mit bis zu 125 Stunden. Entlang der Donau und ihren Nebenflüssen schien die Sonne wegen häufigen Nebels örtlich weniger als 50 Stunden.

Der Blick nach Thüringen
Thüringen: Thüringen zeigte sich im November mit 4,6 °C (3,3 °C) als zweitkältestes Bundesland. Der Niederschlag summierte sich auf etwa 15 l/m² (56 l/m²) und die Sonnenscheindauer auf über 65 Stunden (49 Stunden). In Olbersleben, nördlich von Weimar, wurde der alte Stationsrekord für den November, gemessen am 7.11.1955 mit 19,6 °C, überboten: Am Nachmittag des 12. konnte man dort 21,3 °C ablesen. Erfurt meldete 20 °C und nur sechs Tage später am 18. bereits Dauerfrost.

Das November-Wetter in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt verzeichnete 5,4 °C (4,5 °C) und war
mit 15 l/m² (43 l/m²) das zweittrockenste Bundesland. Die Sonne schien etwa 75 Stunden (51 Stunden). In Gardelegen in der Altmark, nördlich von Magdeburg, herrschten am 7. für die Jahreszeit sehr große Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht: Nach einem Minimum von 0,6 °C stieg die Temperatur bis zum Nachmittag auf 17,7 °C.

In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der internationalen Referenzperiode
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