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Sa, 09:42 Uhr
01.12.2018
Fehlerhafte Implantate:

Was Patienten tun können

Ein internationaler Rechercheverbund von 59 Medien aus 36 Ländern hat systematisch Unterlagen zu Implantaten ausgewertet. Das Ergebnis der Recherchen ist laut der Berichterstattung besorgniserregend; in der Politik wird mittlerweile darüber diskutiert, wie Patienten in Zukunft besser geschützt werden können...

Was Patienten tun können (Foto: GettyImages-687652586_Tempura)
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland, deren kostenlose Beratungsleistungen von allen Menschen in Deutschland mit Gesundheitsfragen genutzt werden können, nimmt die aktuelle Diskussion um Implantate zum Anlass, um Patienten auf ganz praktische Aspekte hinzuweisen, die vor jedwedem operativen Eingriff bedacht werden sollten. Worauf es dabei besonders ankommt, hat Dr. Johannes Schenkel, Ärztlicher Leiter der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland, in zehn Punkten zusammengefasst.

  • Unabhängig davon, ob ein Implantat eingesetzt werden soll oder nicht, fragen sich viele Menschen, ob eine Operation tatsächlich notwendig ist sprechen Sie darüber mit der Ärztin oder dem Arzt. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor und notieren Sie sich am besten alle Fragen zur Operation vorab.
  • Lassen Sie sich von Ihrem Arzt den individuellen Nutzen und die Risiken erklären bis Sie beides verstanden haben!
  • Bei Implantaten sind Langzeituntersuchungen wichtig fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt danach.
  • Fragen Sie nach Vor- und Nachteilen eventuell vorhandener anderer Operationsverfahren und auch nach konservativen Behandlungsalternativen also ohne Operation.
  • Fragen Sie die Ärztin oder den Arzt, was passiert, wenn nicht operiert wird.
  • Eine Zweitmeinung kann hilfreich sein. Patienten können sich selbst eine Ärztin oder einen Arzt für eine Zweitmeinung suchen alternativ unterstützen auch viele Krankenkassen dabei eine solche zu bekommen.
  • Machen Sie sich selbst schlau; Unterstützung bitten seriöse Internetangebote wie zum Beispiel www.gesundheitsinformation.de oder die persönliche Beratung der UPD.
  • Zu einigen Krankheiten gibt es im Internet oder auf Papier auch Entscheidungshilfen. Diese können dabei helfen, für sich selbst die medizinische Entscheidung zu treffen, die am besten den persönlichen Vorstellungen und Bedürfnissen entspricht.
  • Wenn Sie in der Vergangenheit eine Operation mit einem Implantat hatten und das Fabrikat nicht kennen, können Sie vom Krankenhaus den Entlassbrief oder Operationsbericht anfordern idealerweise bekommt man direkt nach der OP einen Implantatpass.
Egal ob gesetzlich, privat oder nicht krankenversichert Das Team der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD) berät Ratsuchende unter der aus allen Netzen gebührenfreien Telefonnummer 0800 011 77 22 (montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr).
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Kommentare

01.12.2018, 10.22 Uhr
Paulinchen | Das Gleiche ist doch....
...mit unseren Tabletten. Es muss immer billig sein. Nur frage ich mich, wann bemerken die Krankenkassen, dass man sich billig leisten können muss! Wer billig kauf, der kauft bekannlich mindest zwei mal.
Gibt es eigentlich in den Vorständen der Krankenkassen auch MEDIZINER oder nur Bürokraten? Es sollte doch wohl reichen, dass der Minister für Gesundheitswesen schon kein Medizinmann ist.
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