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Mo, 18:59 Uhr
10.12.2018
Ein Gemeinschaftswerk ist entstanden

Ichstedts neue Winterkirche

Zu den Kirchen in Stadt und Land gehören auch Pfarrhäuser. In vielen Dörfern, die heute keinen Pfarrer mehr vor Ort haben, wurden schon verkauft. Doch Ichstedt besitzt noch ein solches und es wird nicht nur von der Kirchgemeinde genutzt, wie kn erfahren hat...

Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer) Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer)

Seit langem ist es schon so eine Art „Bürgerhaus für den Ort. Der Kindergarten nebenan nutzt den großen Garten als Spielplatz. Einige Vereine treffen sich im Gebäude zu ihren Veranstaltungen. Eine „Bürgerbibliothek“ hat sich im hause etabliert. Und natürlich nutzt auch die Kirchgemeinde die Räumlichkeiten. Da die Kirche nicht heizbar ist, hatte man sich im Pfarrhaus einen Raum als Winterkirche eingerichtet. Doch bisher musste man über eine nicht gerade „komfortable“ Treppe in die erste Etage emporsteigen.

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Das war für ältere Menschen nicht gerade einladend und bequem. Schon lange bestand der Wunsch der Gemeindeglieder, im Erdgeschoß einen ungenutzten Raum für diesen Zweck zu nutzen. Aber wie das so bei sehr alten Gebäuden ist, der Zustand war erbärmlich. Das Projekt wurde immer wieder verschoben, auch wegen der zu erwartenden Kosten. Doch nach gründlicher Vorbereitung ging es im Mai dieses Jahres los. Es wurde ein Projekt, an dem das ganze Dorf Ichstedt Anteil nahm, gemeinsam wurden die Arbeiten von Kirchgemeinde und Kommune unter Leitung des Ortsbürgermeisters koordiniert.

Das erstaunlichste an diesem Unternehmen ist die Tatsache, dass nicht ein Cent bzw. Euro aus öffentlichen Geldern in Anspruch genommen wurden. Weder Gelder aus dem Haushalte der Kirchgemeinde, noch Zuschüsse des Kirchenkreises oder andere Quellen wurden beansprucht. Alle Rechnungen konnten durch Spenden aus der Kirchgemeinde bzw. von Bürgern des Dorfes bezahlt werden. Viele freiwillige Helfer haben mit unzählichen Stunden beigetragen, dass Mitte November ein wunderschöner Raum als Winterkirche fertig wurde, der Platz bietet für 25 bis 30 Personen.

Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer) Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer)

Am 18. November konnte die Einweihung gefeiert werden. Als zuständige Pfarrerin würdigte Magdalena Seifert in ihre Ansprache diese besondere Tatsache: „In Zeiten des Sparens, der kleiner werdenden Gemeinden, der Fragen: wie geht es weiter mit unseren Gemeinden, was wird, wenn unsere Kräfte nicht mehr reichen – ist etwas Neues entstanden im Zeichen der Zusammenarbeit zwischen Kirchgemeinde und Kommune. es ist zu wünschen, dass das Pfarrhaus ein Haus fürs Dorf ist und bleibt.

Im Predigtwirt für den heutigen Sonntag aus dem Buch der Offenbarung sagt der Prophet Johannes: „schreibe dem Engel der Gemeinde …“ das ist ein schöner und wichtiger Gedanke: jede Gemeinde hat einen Engel, der sie behütet und ihr eine Orientierung gibt. Wenn in der Bibel Engel auftauchen als Gottes Boten, dann öffnet sich immer ein Stück Himmel und die Verbundenheit zwischen Gott und uns Menschen wird deutlich.“

Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer) Ichstedts neue Winterkirche (Foto: Peter Zimmer)

Am Ende des Gottesdienstes dankte Pfarrerin Seifert mit kleinen Aufmerksamkeiten den zahlreichen Handwerkern und Organisatoren, die immer wieder die Arbeiten „am Gange“ hielten.
Natürlich gehört zu solch einer Einweihung auch ein gemütliches Beisammensein. Man saß noch eine ganze Weile bei Kaffee und Kuchen zusammen und tauschte sich über manche Erlebnisse aus, die sich während des halben Jahres der Arbeiten ergaben.

Text und Fotos: Peter Zimmer
Autor: khh

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