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Di, 08:25 Uhr
01.01.2019
Aus dem Vereinsleben

Für gutes Wasser

Im Oktober 2018 gründeten interessierte Bürger die Initiative "Lebensqualität und sauberes Wasser e.V." in Artern. Zur Vorsitzenden wurde Frau Kirstin Cotta gewählt. Inzwischen ist unser Verein eingetragen und wir arbeiten daran, als gemeinnützig anerkannt zu werden. Dazu diese Meldung des Vereins...

,,Der Mensch benötigt sauberes Wasser zum Trinken, zur persönlichen Hygiene, zur Zubereitung von Speisen, zum Reinigen der Wäsche und von Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, was in dem Begriff Wasser für den menschlichen Gebrauch" seinen Ausdruck findet", soweit ein Teilauszug aus dem Trinkwasserbericht der Bundesregierung. Die EG-Trinkwasserrichtlinie verpflichtet alle Mitgliedstaaten dazu, alle drei Jahre einen Trinkwasserbericht vorzulegen, der letzte für Deutschland stammt aus dem Jahr 2016.

Weiter führt dieser Bericht aus, dass die Qualität des Wassers in Deutschland regional sehr unterschiedlich ist und dass die vorgegebenen Belastungsgrenzwerte in der Regel eingehalten werden. Allerdings werden sie in manchen Regionen überschritten oder die Grenzwerte werden nur knapp eingehalten. An der Verbesserung der Qualität sei jedoch generell zu arbeiten. Insbesondere die Belastung mit Schadstoffen sei zu reduzieren, auch wenn die Grenzwerte nicht überschritten werden.

Das EU Parlament hat auf Drängen der Bürgerinitiative Right2Water erkannt, dass die Richtlinie aus dem Jahr 1998 nachgebessert werden muss und die Erkenntnisse der jüngsten Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu berücksichtigen sind. Die neuen Grenzwerte sollen an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse angepasst werden.

Wir wollen nicht warten und uns schon jetzt für die Umsetzung dieser Ziele einsetzen. Das Trinkwasser im Bereich Artern ist innerhalb der Grenzwerte belastet. Aber warum sollen sich die Bürger mit diesem Wasser abfinden, wenn Trinkwasser zur Verfügung steht, welches weniger oder in einzelnen Parametern gar nicht belastet ist.

Sömmerda und Sangerhausen machen es vor, Sömmerda schon lange, Sangerhausen seit September 2018 - sie beziehen Fernwasser aus Talsperren. Auch wir setzen uns für die Versorgung mit Fernwasser ein.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand, fast kein Kalk im Wasser, viel weniger Nitrat, viel weniger von allen anderen Schadstoffen. Andere Regionen verfügen über beste Trinkwasserqualität und das wollen wir auch. Warum, so fragen wir uns, sollen wir uns mit weniger als mit bester Qualität zufriedengeben?

Darüber wollen wir reden, reden mit den verantwortlichen Kommunalpolitikern und den lokalen Versorgern. Das Land Sachsen-Anhalt förderte den Fernwasseranschluss für den Bereich Sangerhausen erheblich. Wir fragen uns warum das nicht auch in Thüringen möglich sein soll.

Mit der neusten EU Trinkwasserrichtlinie aus 2018 sind wir Bürger aufgefordert mitzuwirken und genau aus diesem Grund haben wir uns zusammengefunden, um die genannten Ziele zu erreichen. Wir bitten alle Interessierten um Unterstützung als Vereinsmitglied, Fördermitglied oder Förderer ohne Mitgliedschaft.

Kontakt: BI-LSW@online.de

Kirstin Cotta
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