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Mo, 01:11 Uhr
26.08.2019
Neues aus Sondershausen

Wie gefährlich wird unser Wald?

Bei der Fahrt zum gestrigen Blutbuchenfest an der Mutterblutbuche in der Hainleite hatte kn auch einen Blick auf die Bäume geworfen, die da am Wegesrand standen. Und der Anblick verheißt nichts Gutes...

In einem Artikel am 8. August 2019 hatte kn gemahnt, in der Hainleite fehlt die Ausweisung der Gebiete, wo die Waldwildnis beginnt und endet.
Keine Kennzeichnung der Waldwildnis.
Hat sich bisher etwas getan? nicht die Bohne.
An der Possenalle Auffahrtsstraße zum Possen in Richtung Rondell, keine Warnung nichts. Auch wenn man andere Wege in der Hainleite bekommt man nicht mit, ob man in der Waldwildnis ist oder nicht.


Und immer öfter sieht man Bäume schon am Wegesrand die vertrocknen. Auf der Fahrt zur Mutterblutbuche hatte kn den Weg über den Rohrteichrundweg gewählt.
Rohrteich-Rundweg


Und nicht nur einmal war bereits Bäume zu sehen, die auf Grund der Dürreschäden einfach umgefallen sind. Noch haben intakte Bäume den Sturz aufgehalten, aber wann ist das nicht mehr der Fall?


Und dort wo kn lang gefahren ist, mit dem Fahrrad, ist noch ein ausgewiesener Wanderweg.


Sondershausen hat bald einen Pilzberater. Da werden vielleicht bald wieder die Pilzsammler stärker losziehen. Doch wo sind sie sicher?

Immer noch erfolgte keine Ausweisung der Waldwildnisgebiete. Und mit der jetzigen kleinen Hitzewelle ohne Niederschlag, wird sich das Ganze Problem mit der Trockenheit in der Hainleite noch verstärken.

Wer wird denn nun die Kennzeichnung vornehmen? Im Hainich wurde jüngst 50 Hinweisschilder aufgestellt. Und was passiert in der Hainleite? Muss jemanden erst ein Baum auf die Zehe fallen, ehe sich etwas tut?
Man sollte nicht dramatisieren, aber wer mit offenen Augen durch die Hainleite geht, sieht die vielen Schäden. An der Oberholzchaussee in Richtung Frauenberg stehen viele vertrocknete Bäume. Auch wenn dort keine Waldwildnis ist, wer übernimmt die Warnungen.

Und auch die Besucher Blutbuchenfestes waren nicht wirklich sicher, denn die letzten beiden Bilder in der Bildergalerie zeigen Bäume, die sich schon bedenklich geneigt haben. Seltsamer Wuchs oder schon Dürreschaden.

In der Hainleite sollte die Behörden langsam Maßnahmen zu einer besseren Informationspolitik ergreifen. Man will ja in der Region auf Tourismus setzen. Und da muss man als Tourist schon wissen, ob in in welche Bereiche des Waldes man noch seinen Fuß setzen kann.

Und da erhebt sich langsam die Frage, welche Aufgaben hat eigentlich gerade in diesem Punkt die neue Natura2000 Station von Sondershausen? Bestehend seit Januar 2019, erst nach einem halben Jahr offiziell eröffnet (Natura 2000-Stationen erweitert: ), konnte kn von dieser Station noch keine Reaktion verfolgen, von Pressemeldungen über Aktionen ganz zu schweigen.

Nicht mal bei der Anfahrt werden Besucher des Possen informiert, ob es hier in der Hainleite eine Waldwildnis gibt. Hieß es im Vorfeld nicht, durch die Waldwildnis sollen mehr Besucher angelockt werden?
Wie gefährlich wird unser Wald? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wie gefährlich wird unser Wald? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wie gefährlich wird unser Wald? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wie gefährlich wird unser Wald? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
Wie gefährlich wird unser Wald? (Foto: Karl-Heinz Herrmann)
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Kommentare

26.08.2019, 07.38 Uhr
tannhäuser | Die Fans der Waldwildnis...
...kommen sicherlich noch mal für Wahlkampfauftritte nach Sondershausen. Vielleicht äussern sie sich dann, wer die eingebrockte Nicht-Warnschilder-Suppe auslöffeln darf.

Ich hätte einen Vorschlag: Bären und Wölfe im Urwald auswildern und schon herrscht aus Angst und Panik Ruhe vor lästigen Spaziergängern und Naturfreunden.

Wobei Tierschützer Alarm schlagen dürften, da dann die Gefahr besteht, Lupus und Ursus (Für Romantiker: Isegrimm und Meister Petz) könnten vom Baum erschlagen werden.

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