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Mi, 00:16 Uhr
28.08.2019
Aus dem Vereinsleben

Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser

Im Rahmen des Sommerfestes findet am Freitag, kn berichtete bereits, Typisierungsaktion des Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e. V. Hier dazu weitere Einzelheiten...

Typisierungsaktion gegen Blutkrebs bei der Diakonieverbund Kyffhäuser gGmbH

Wenn ein Mensch an Blutkrebs erkrankt, wird „das ganze Leben auf den Kopf gestellt […]“, sagt Karina Krausholz vom Diakonieverbund Kyffhäuser, „mit welchen Gefühlen diese Menschen leben, ist uns sehr bewusst und fordert uns förmlich auf zu helfen“. Diese Solidarität zeigt der Diakonieverbund auch bei seinem Sommerfest in Bad Frankenhausen, das unter dem Motto „Lecker, lachen, gesund“ stattfindet. In ein buntes Programm eingebettet darf der Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden den Tag um einen Typisierungsstand erweitern. Hier können sich Mitarbeiter und Gäste mit 2 Wattestäbchen typisieren lassen und so zu potenziellen Lebensrettern für Blutkrebspatienten werden.

Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein) Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein)

In Deutschland erhält alle 16 Minuten ein Mensch die Diagnose Blutkrebs. Eine Zahl, die schockiert und eine Erkrankung, die jeden treffen kann. Nicht jede Diagnose kann mit einer Chemotherapie behandelt oder gar geheilt werden. Doch nahezu jeder kann helfen. Die großen Hoffnungsträger für viele Betroffene sind Menschen, die sich freiwillig als Stammzellspender registrieren und bei Übereinstimmung mit einem Patienten bereit sind, Teile ihres Blutes (die sogenannten Stammzellen) zu spenden.

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Die Gelegenheit, Gutes zu tun und sich als Lebensretter zu registrieren, ergreifen auch die engagierten Mitarbeitenden des Diakonieverbundes in Bad Frankenhausen. Zum Sommerfest am 30. August, zeigt das Team der Einrichtung wieder einmal, wie die Diakonie für alle Menschen in Notsituationen eintritt. Neben einem Unterhaltungsprogramm auf der Bühne und leckeren Speisen kann man sich als Stammzellspender registrieren lassen. Beweggründe für die Aktion liegen für die Mitarbeitenden des Diakonieverbundes in Schicksalsschlägen in ihrem persönlichen Umfeld und dem Verständnis, dass der Erkrankte auf ein Weiterleben durch einen passenden Spender hofft und auch die Angehörigen des Patienten stark leiden. „Das einzige Ziel ist, gesund zu werden und plötzlich erkennen wir, dass dies unser höchstes Gut ist […]“, sagt Karina Krausholz, Mitarbeiterin des Diakonieverbundes Kyffhäuser.

Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein) Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein)

Jeder, der zwischen 17 und 55 Jahren alt und weitgehend gesund ist, kann sich mithilfe eines Wangenabstrichs als Spender registrieren. Die dabei erfassten spezifischen Gewebemerkmale werden im Labor ausgewertet und mit denen von Leukämiepatienten weltweit abgeglichen. Der Diakonieverbund Bad Frankenhausen und der VKS Dresden hoffen auf eine rege Teilnahme.

Vereint gegen Blutkrebs. Genaue Informationen gibt es auf www.vks-sachsen.de.

Die Aktion zusammengefasst:

Was? Typisierungsaktion beim Sommerfest des Diakonieverbundes Kyffhäuser GmbH

Wann? Freitag, 30.08.2019 | 14-18 Uhr

Wo? Stiftstraße 5, 06567 Bad Frankenhausen

Vereinsportrait

Der Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e. V. wurde 1997 gegründet und engagiert sich für die Aufklärung über Blutkrebs sowie die Suche nach passenden Stammzellspendern für Betroffene. Ziel ist es, neue potenzielle Spender zu gewinnen. Aktuell sind über 110.000 Personen beim Verein registriert. Alle erfassten Gewebemerkmale werden in einem zentralen Register zusammengeführt (Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD)), um global nach einer Passung zwischen Patienten und Spendern suchen zu können. Eine einmalige Typisierung genügt.

Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein) Typisierungsaktion beim Diakonieverbund Kyffhäuser (Foto: Verein)

Der Verein für Knochenmark- und Stammzellspenden e.V. ist Partner des Zentralen Knochenmarkspender-Registers Deutschland (ZKRD) und Mitglied der Stiftung Knochenmark- & Stammzellspende Dresden (SKD).

Stammzellentnahme in den meisten Fällen ohne Operation

Blutkrebs ist der Oberbegriff für bösartige Erkrankungen des Knochenmarks bzw. des blutbildenden Systems, bei denen die normale Blutbildung durch die unkontrollierte Vermehrung von bösartigen Blutzellen – wie z. B. bei Leukämie – gestört ist. Wegen dieser Krebszellen kann das Blut seine lebensnotwendigen Aufgaben nicht mehr ausführen, etwa Infektionen bekämpfen, Sauerstoff transportieren oder Blutungen stoppen. Unbehandelt führen die Erkrankungen fast immer zum Tod.

Ist der genetische Zwilling gefunden, können die Stammzellen entnommen werden. Hierzu gibt es zwei Methoden: In ca. 80 Prozent der Fälle erfolgt die Entnahme aus der Blutbahn, wobei keine Operation notwendig ist. In den restlichen Fällen wird dem Spender unter Vollnarkose Knochenmark (nicht Rückenmark) aus dem Beckenkamm entnommen. Innerhalb von nur etwa zwei Wochen regenerieren sich die Stammzellen beim Spender.

Jede Spende hilft!

Neben der Aufgabe, möglichst viele bereitwillige Spender zu finden, stellen auch die Kosten, die für die Registrierung anfallen, den VKS vor enorme finanzielle Herausforderungen. Eine Typisierung, d. h. die Auswertung der Gewebemerkmale eines Spenders im Labor, kostet den Verein 40 Euro. Die gemeinnützige Organisation ist daher auf Geldspenden angewiesen, um die Typisierungen weiterhin kostenlos anbieten zu können. Befürworter der Vereinsziele können deshalb auch Geld spenden und so die Registrierung neuer Spender unterstützen (Spendenkonto oder online).
Autor: khh

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