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Sa, 00:30 Uhr
07.09.2019
Kulturszene aktuell

Veranstaltungen im Panorama Museum

Rückblick: Beide Mals-Kurse sind gestartet und erfreuen sich großer Nachfrage. Dazu diese Meldung, die kn erreichte...

Der Kinderkurs mit seinen 15 Mitstreitern malt momentan mit Acryl- und Ölfarben Landschaften, quasi eine kleine Vorübung für das Malen auf Leinwand. Am vergangenen Montagnachmittag hatte ich kaum Zeit, die Werke der Kinder in Augenschein zu nehmen, dauernd gab es logistische Probleme. Jemand rief: „Wo ist das Blau?“, das nächste Kind bekam eine Tube nicht auf, jemand fragte: „Was er nun tun solle?“, dazwischen lautes Gekicher, weil es in der Schule mal wieder so lustig zugegangen sei. Also habe ich für die nächste Veranstaltung jedem Kind einen Zettel mit Vorschlägen für die Weiterarbeit an sein Bild geheftet, dieses Mal aber mit dem Computer geschrieben, weil meine handschriftlichen Anmerkungen vom letzten Mal nur dazu führten, das ein Kind nach dem anderen zu mir kam und erklärte, es könne meine Anmerkungen nicht lesen. Die ersten Versuche sind noch nicht besonders eigenständig, nehmen aber mit vielen Hilfestellungen langsam Kontur an. Selbst das Mischen der Farben will gelernt sein, trage ich die Farbe sehr verdünnt oder reibe ich sie mit trockenem Pinsel in kleinen Portiönchen auf den Bildgrund auf. Die Matscherei mit den Acrylfarben ganz am Anfang hat den meisten Spaß gemacht, auch wenn ihre Bilder erst oft nur große Orientierungslosigkeit ausstrahlten.

Auch der Erwachsenenkurs ist völlig ausgebucht und kann derzeitig keine weiteren Teilnehmer aufnehmen. Hier werden Stillleben mit Malspachtel und breitem Pinsel gemalt, umso erstaunlicher ist, dass die Kursteilnehmer zum Teil ziemlich kompliziert geformte Gegenstände dafür mitgebracht haben. Eine Grubenlampe mag mit diesen Malmaterialien bereits eine Herausforderung sein, aber was sagt man zu einer Trompete mit ihren Ventilen, Mundstück und ihrem metallischem Glanz? Man darf auf die Resultate gespannt sein. Zeichnerisch war es bisher unproblematisch, die Arrangements zu erfassen, auch wenn an der Komposition der Stillleben noch erheblich gearbeitet werden müsste.

Am vergangenen Freitagabend startete auch wieder das StuKi-Programm mit dem Film „Der Hauptmann“, der mit zirka 30 Besuchern recht gut besucht war. Der Film war harter Stoff gewesen, erzählte er doch die Wandlungsgeschichte eines Gefreiten, der als Deserteur erst selbst gejagt wurde und dann in einer zufällig gefundenen Hauptmannsuniform selbst zum brutalen Massenmörder mutierte. So ambitioniert und engagiert diese ungewöhnliche Geschichte aus den letzten Kriegstagen war, überzeugte sie in manchen Passagen auch darstellerisch nicht so ganz und entließ so manchen der Kinobesucher mit ambivalenten Gefühlen. Weniger düster geht es im nächsten Film „Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes“ zu.

Fred Böhme
Panprama Museum
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