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So, 18:35 Uhr
15.09.2019
Landespolitiker äußern sich

Von fliegenden Traktoren bis zur Lötlampe

Das 7. Allmenhäuser Landmaschinentreffen zog Tausende Besucher an. Dabei war Dr. Iris Martin-Gehl Landtagsabgeordnete DIE LINKE...

Traktoren können auch fliegen. Das belegte das 7. Landmaschinentreffen in Allmenhausen am vergangenen Wochenende. Hoch über dem Platz schwebte die „Pink Lady“ an einem Autokran, während sich unter ihr Hunderte Traktoren zum Korso durch den Ort und die Umgebung formierten.


Der Allmenhäuser Traktorenverein erzählte eine eigene Geschichte über das rosarote Gefährt, wonach ein Bauer seiner Frau ein besonderes Geburtstagsgeschenk machen wollte. Nur war er sich der Farbe nicht sicher. Weswegen sich sein Bruder einschaltete und aus seinem Friseurladen Haarfarben holte, die er im Dunkeln mischte und damit den Traktor anstrich - schließlich sollte die Jubilarin nichts vorher bemerken. Am nächsten Morgen allerdings war auf allen Seiten die Überraschung groß, und die Feldsperlinge konnten vor Lachen nicht mehr abheben.

Am Kran allerdings übertraf nunmehr der rosarote MTS-5 alle Vögel auf den Äckern und winkte schon von weitem die Gäste heran, die zu Tausenden zu dem Ereignis zusammenströmten. Gekommen war auch die Sondershäuser Landtagskandidatin von DIE LINKE, Dr. Iris Martin-Gehl, die sich bei dieser Gelegenheit mit den Bürgermeistern von Allmenhausen, Lothar Lippmann, und von Ebeleben, Steffen Gröbel, austauschte.

Zu sehen gab es fast alle Oldtimer der Landwirtschaft, in Reih und Glied stellten sich Brockenhexe, Maulwurf, Famulus und Lanz-Bulldog auf. Übergeordnetes Thema bildete die Maisernte, und einige alte Maschinen zeigten auch, was noch immer in ihnen steckt, als sie zu einem Maisfeld in der Nähe ausrückten.


Natürlich wurde viel gefachsimpelt, denn bei den alten Maschinen wird auch ein wenig getrickst. So verriet ein Fahrer, dass seine herrlichen verchromten Radmuttern in Wirklichkeit von einem Lkw stammten und einfach über die weniger schönen alten Muttern gestülpt wurden, oder man schwelgte, wie man über die Jahre gute Beziehungen zu TÜV-Mitarbeitern pflegt, um die alten Maschinen durch alle Prüfungen zu bekommen.


Wer Lust hatte konnte sich auch noch weit über die „Pink Lady“ erheben und Hubschrauberrundflüge buchen. Der Allmenhäuser Traktorenverein hatte einiges auf die Beine gestellt, wie zum Beispiel den Flohmarkt mit passenden Erzeugnissen zum Landmaschinentreffen. Allein der Stand der Lötlampen bot ein weithin einzigartiges Sortiment an.

Dr. Iris Martin-Gehl
Landtagsabgeordnete DIE LINKE
Von fliegenden Traktoren bis zur Lötlampe (Foto: Dr. Iris Martin-Gehl)
Von fliegenden Traktoren bis zur Lötlampe (Foto: Dr. Iris Martin-Gehl)
Von fliegenden Traktoren bis zur Lötlampe (Foto: Dr. Iris Martin-Gehl)
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Kommentare

15.09.2019, 19.39 Uhr
Luke Skywodka | Schön das bald Wahl ist
denn dann sieht man unsere hiesigen Volksvertreter mal aus der Nähe sonst ist das platte Land egal. Dies ist keine Kritik nur an der Linken sondern ein generelles Phänomen. Unsere Landrätin kam auch just im Wahljahr unverhofft zum Traktorentreffen nach Topfstedt, in diesem Jahr Kandidat Schard. Ich finde es nur verwunderlich das die Politiker solche klimaschädlichen Veranstaltungen aufsuchen, nach deren Besuch schon der ein oder andere Gast mit schwarzen Nasenlöchern zu Hause ankam. Naja sei es drum vor der Wahl redet man dem Volke schön nach dem Mund und wird man gewählt wird man sich, um politisch nicht abseits zu stehen bald für ein Verbot von derlei Umweltverschmutzung einsetzen. Aber das muss man ja dann nicht einem potentiellen Wähler direkt ins Gesicht sagen. Bestimmt wurde der Besuch auch noch wie üblich mit einem Scheck von 100 Euro versüßt, frage mich nur aus welchem Topf die Geldgeschenke bezahlt werden?

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15.09.2019, 20.20 Uhr
tannhäuser | @ Luke Skywodka
Sollte sich das nicht geändert haben, stand früher vor Wahlen in den Printmedien immer "Spendenscheck aus Lottomitteln übergeben".

Das heisst, spielen Sie Lotto, sind Sie Spender ;)

Wobei ich das explizit nur von CDU- und SPD-Wahlkämpfern kenne. Vielleicht haben die Linken einen Extra-Topf für Wahlgeschenke, in den sie das Geld werfen, wenn sie Diätenerhöhungen nicht aufs eigene Konto haben wollen.

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15.09.2019, 22.01 Uhr
Luke Skywodka | @Tannhäuser
von Lottomitteln steht da nix drauf, nur die Linke. Meinst die verteilen ihre eigne Kohle? Ich weiss von mehreren solchen Schecks. Egal die kommen schon nicht zu kurz. Geld ist ein pauschales Argument das jeder Dussel versteht.

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15.09.2019, 22.49 Uhr
M. Kuester | Alternative 54 heißt das Zauberwort...
Während die einen immer nur reden, werden hier schon seit 1995 alle automatischen Diätenerhöhungen abgelehnt, das Geld gesammelt und für soziale und kulturelle Vereine sowie Jugendprojekte zur Verfügung gestellt.

Hier gibt es auch keine Gießkanne und das passiert auch nicht nur vor Wahlen. Jeder der dafür infrage kommt, kann sich jederzeit bewerben. 228 Zuwendungen gab es z.B. 2018 in ganz Thüringen.

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15.09.2019, 23.05 Uhr
tannhäuser | Ich habe nichts Gegenteiliges behauptet.
M. Küster, die genauen Verteilungsregeln bei den Linken kenne ich nicht, dass sie gegen Diätenerhöhungen sind und mit dem Geld Gutes tun, war mir bekannt.

@ Luke Skywodka. Glauben Sie mir, CDU- und SPD-Kandidaten haben Überschüsse aus Lottomitteln verteilt.

Immerhin hatte auch Thüringen mal eine GroKo. Da arrangiert man sich miteinander, wenns nicht das eigene Geld verteilt werden soll.

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