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Fr, 10:16 Uhr
17.01.2020
Thüringer Landesamt für Statistik

Anstieg von Fleisch- und Süßwarenproduktion

Thüringen präsentiert sich in diesem Jahr als „Land der Genießer“ auf der Internationalen Grünen
Woche. In der Mitte Thüringens liegt der Ilm-Kreis, in dem 2018 allein in 5 Industriebetrieben mit 20 und mehr Beschäftigten rund 147 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet wurden...



Dass es sich hierbei um hervorragende Lebensmittel handeln muss, zeigt eine, im Vergleich zum Vorjahr um 11,5 Prozent gestiegene Nachfrage. Etwa ein Drittel dieser Erzeugnisse wurden exportiert.

Betrachtet man Thüringen insgesamt, so waren 8 der 2041) in Deutschland mit der Produktion von Süßwaren und Dauerbackwaren befassten Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in Thüringen ansässig. Von diesen Betrieben produzierten 5 Betriebe Schokoladen sowie Süßwaren mit und ohne Kakaoanteil. Der Umsatz in dieser Sparte stieg von 2017 zu 2018 von 624 Millionen Euro auf 639 Millionen Euro an.

Die Mitarbeiterzahl stieg in Thüringen in der Süßwarenindustrie von durchschnittlich 2 522 Beschäftigten im Jahr 2017 auf 2 701 Beschäftigte im Jahr 2018 (Januar bis November 2019: 2 819 Beschäf- tigte) an. Deutschlandweit1) sank der Umsatz in der Süßwarenindustrie von 2017 zu 2018 (bei 2 Betrieben mehr) um 2,9 Prozent bzw. 391 Millionen Euro, obwohl 1 004 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Diese Tendenz zeigt sich jedoch nicht in Thüringen. Bis November 2019 wurden 127 neue Arbeitsplätze geschaffen. Gleichzeitig stieg der Umsatz zum Vorjahreszeitraum um 37 Millionen Euro auf 626 Millionen Euro an.

Auch die Fleischverarbeitung (ohne Geflügel) stieg in Thüringen seit 2010 fast kontinuierlich an. Im Vergleich zu 2017 gab es im Jahr 2018 in dieser Branche 40 zusätzliche Arbeitsplätze in 25 Industriebetrieben mit mehr als 50 Beschäftigten und es wurde ein um 24 Millionen Euro höherer Umsatz erwirtschaftet (insgesamt 783 Millionen Euro Umsatz). Wie auch in der Süßwarenindustrie wurden bis November 2019 in der Fleischverarbeitung 111 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Umsatz mit insgesamt 705 Millionen Euro blieb jedoch um 10 Millionen Euro hinter dem Ergebnis von Januar bis November 2018 zurück.

Insgesamt wurden von 122 Betrieben der Nahrungs- und Futtermittelbranche im Jahr 2018 rund 203 Millionen Euro, überwiegend in Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- stattung, investiert. Mit einem Zuwachs von 78 Millionen Euro (+ 63 Prozent) gegenüber 2017 erreichten die Investitionen ein neues branchenspezifisches Rekordniveau.
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Kommentare

17.01.2020, 10.49 Uhr
Sonntagsradler 2 | Anstieg von Fleisch -...
Welch eine Horrornachricht für Tierschützer und Vegetarier.
Die können jetzt bestimmt ein paar Nächte nicht ruhig schlafen. :-D

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17.01.2020, 23.56 Uhr
LAGE | erhöhter Fleischpreis
Und weil soviel Fleisch produziert wird erhöht Mann in der Supermarktkette mit dem großem "E... die Preise vom Gehackten (Mett) um mehrere Euro? Wie passt das zusammen?

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18.01.2020, 09.01 Uhr
tannhäuser | Vielleicht bleibt von der Überproduktion...
...für die hiesigen Käufer weniger übrig, weil Fleisch in Länder exportiert wird, die von Schweinepest oder Vogelgrippe geplagt sind?

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18.01.2020, 12.01 Uhr
Andreas Dittmar | Das ist völlig korrekt,
auch wenn es auf den ersten Blick nicht schön ist @LAGE. Mann kann den Umsatz auch steigern, indem man den Preis erhöht. Da muss nicht mehr Fleisch produziert werden. Natürlich muss der Verbraucher dann mit ziehen und den höheren Preis zahlen. Im Gegenzug wird, wie oben erwähnt, in Anlagen und Personal investiert und damit hoffentlich auch in das Tierwohl (das Echte, nicht die Pseudolabels).

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