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So, 18:23 Uhr
18.10.2020
Spielbericht

Kantersieg in der Wiedigsburghalle

Das erste Heimspiel in der EHF European League entschied der Thüringer HC mit 42:21 (19:12) gegen WAT Atzgersdorf für sich. Mit hohem Tempo im Angriff und sehenswerten Torhüterleistungen ziehen die Thüringerinnen in die nächste Runde um den Einzug in die Gruppenphase ein...

Nach guter Mannschaftsleistung trugen sich alle Feldspielerinnen des THC in die Torschützenliste ein. Mit acht Toren erzielte Meike Schmelzer die meisten Treffer für die Gastgeberinnen. Johanna Reichert traf sieben Mal für die Gäste.

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Nach dem deutlichen 39:24-Sieg in der vergangenen Woche stand der Thüringer HC bereits mit einem Bein in der Tür zur 3. Qualifikationsrunde zur EHF European League der Frauen. In der Wiedigsburghalle sollte gegen WAT Atzgersdorf endgültig alles klar gemacht werden.

Anika Zlabinger überwand Petra Blazek im Tor zum 0:1 und brachte so die Gäste in Führung. Den ersten Strafwurf verwandelte Beate Scheffknecht nach drei Minuten zum 2:2, Johanna Reichert musste auf die Bank.

Beiden Teams unterliefen zu Beginn einige technische Fehler oder man scheiterte an den Torfrauen. Ina Grossmann stellte nach schönem Tempogegenstoß den ersten drei Tore Vorsprung zum 6:3 her. Die Gäste blieben in Schlagdistanz und beschäftigten die Abwehr der Thüringerinnen mit ihrem schnellen Spiel. Lydia Jakubisova erhöhte in der 15. Minute mit einem Kontertor auf 9:5. Petra Blazek zeigte mehrere schöne Paraden. Das verschaffte dem THC-Angriff Luft und der Vorsprung konnte ausgebaut werden. Mitte der ersten Halbzeit bekam Laura Kuske ihre Chance zwischen den Pfosten.

Die Thüringerinnen hatten sich inzwischen auf die Gäste eingestellt und erhöhten ihrerseits das Tempo. In der Abwehr wurden die Wienerinnen deutlich mehr gefordert und so taten sich Räume für den Abschluss auf, die der THC für einfache Treffer nutzte. Nach 20 Minuten erzielte Kerstin Kündig ihren vierten Treffer und baute die Führung zum 15:6 aus. Zwei Minuten später zog Helfried Müller seine Karte zum Team-Timeout. Das Spiel bot dem Thüringer HC Möglichkeiten, verschiedene Spielvariationen zu testen, darauf musste die Mannschaft vorbereitet werden. Aufseiten der Gäste netzte Johanna Reichert mehrfach mit einfachen Toren ein, darauf musste reagiert werden. Bis zur Halbzeitpause verlief das Spiel ruhiger. In die Kabinen ging es mit einer 19:12 Führung für die Gastgeberinnen.

Den ersten Treffer der zweiten Halbzeit erzielte Nina Neidhart, nachdem Laura Kuske den ersten Wurf der Wienerinnen pariert hatte. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff bekamen die Gäste einen Strafwurf zugesprochen, den Sandra Mahr sicher verwandelte.

Das Anspiel an den Kreis, was in der ersten Hälfte gut gelang, wurde nun von den Gästen unterbunden. Dem THC gelang in den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit kein Treffer und selbst Beate Scheffknecht scheiterte von der Strafwurflinie. Lautstark verlangte Helfried Müller von der Seite mehr Tempo und Druck im Umkehrspiel. Seine Frauen reagierten und setzten es sofort um. In der 38. Minute stand mit dem 25:15 der erste zehn Torevorsprung auf der Anzeigetafel. Das zwang das Trainergespann der Gäste Norbert Wernert und Oliver Haunold zur Auszeit. Die Thüringerinnen agierten mit ungewohnter Abwehrvariante, einer dreifachen Manndeckung. Das brachte den Spielfluss der Gäste komplett ins Stocken. Laura Kuske brachte die Gästeschützinnen zudem mit ihren Paraden mehrfach zum Verzweifeln. Selbst beim Strafwurf wehrte sie zwei von fünf Würfen ihrer Gegenspielerinnen ab.
Helfried Müller setzte die siebte Feldspielerin ein, was nicht den gewünschten Erfolg brachte.

Die Gäste erhöhten durch Treffer von Johanna Reichert ihr Torekonto. Sie erzielte in der 51. Minute ihren siebten Treffer zum 36:20. Durch die starke Abwehrarbeit und Balleroberungen fiel nun fast jeder Treffer durch Tempogegenstoß des THC. Vier Minuten vor dem Ende nahmen die Gäste noch mal eine Auszeit. Die Wienerinnen wollte in den die letzten Minuten weiter Gegenwehr zeigen. Den 40. Treffer und den 20 Torevorsprung erzielte Mariana Ferreira Lopes nach einem weiteren Tempogegenstoß (40:20). Der THC überrollte die Gäste förmlich. Mit dem Schlusspfiff stand ein verdienter 42:21-Sieg auf der Anzeigetafel. Der THC zieht in die 3. Qualifikationsrunde der EHF European League ein.
Martin Holzheier/Bernd Hohnstein
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