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Do, 18:12 Uhr
19.11.2020
Thüringer HC

Nun in Blomberg eine letzte Karte ausspielen

Mit viel Pech in der Crunchtime verliert eine recht gut aufgelegte THC-Mannschaft in den Schlussminuten, die sonst die Stärke des Thüringer HC sind, das letzte Bundesligaspiel vor der Europameisterschaftspause. Nun bleibt wenig Zeit, darüber zu lamentieren...

Während die anderen Spitzenklubs und unser nächster Gegner in Quarantäne-Spielpause waren, muss die Mannschaft zum alles entscheidenden EHF European League Rückspiel am Samstag (16:30 Uhr) in Blomberg-Lippe antreten.

Rückblick:
Es ist wie verhext, die Mannschaft zeigte wirklich ein anderes Gesicht, erspielte sich phasenweise klare Vorteile gegen die Tussies in Metzingen, sah nach Höhen und Tiefen fünf Minuten vor Schluss beim 29:31 aus Sicht der Heimmannschaft wie der sichere Sieger aus, und doch verlor man am Ende durch Fehler, wie sie nicht passieren dürfen, noch das Spiel. Nach einer kurzen Nacht mit einer bitteren Niederlage im Gepäck stellte sich Helfried Müller dem Pressegespräch.

Selbst für Helfried Müller hat die Mannschaft am gestrigen Abend durchaus ein anderes Gesicht gezeigt als zuletzt bei den Niederlagen gegen Leverkusen und Blomberg-Lippe. „Die fehlende Konstanz über die gesamte Spielzeit hat uns den Sieg gekostet“, analysiert der Co-Trainer. „Dabei war man gut ins Spiel gekommen, führte gar mit plus fünf Toren, aber wir haben eben durch so ein Tief unmittelbar vor der Halbzeit ein besseres Ergebnis und einen deutlicheren Vorsprung verpasst.“ Zweiter Knackpunkt für ihn war das Anschlusstor von Metzingen, die einen letzten Pass in einem Zeitspiel von der Ecke her spielen müssen. Der erreicht dann eine völlig frei stehende Kreisläuferin, indem der Pass durch unseren Kreis geht, ohne dass wir das verhindern.

Die erste Halbzeit ging nach Helfried Müller dennoch „unter dem Druck und den Strapazen der englischen Wochen in Ordnung. Dann aber verschlafen wir den Start in Halbzeit zwei und bleiben fast fünf Minuten ohne eigenes Tor. 21 Gegentore in den zweiten 30 Minuten waren zu viel, nie gelang es, die schnelle Mitte von Metzingen mit Bo van Wetering zu unterbinden, obwohl wir sie gerade so erwartet haben.“, sagte Helfried Müller und zeigt sich enttäuscht, „dass sich die Mädels nicht belohnt, sondern durch individuelle Fehler am Ende selbst alles zunichte gemacht haben.“. Das Glück auch ein wenig erzwingen, fordert Helfried und erwartet in Blomberg, dass dort das Team eine letzte Karte ausspielt.

Zum Spiel:
Noch hat der THC 60 Minuten Zeit, das verlorene Hinspiel in der 3. Qualifikationsrunde zur EHF European League durch einen Sieg in gegnerischer Halle zu korrigieren. Die Mannschaft kann das, davon ist Helfried Müller überzeugt. Ob es aber gelingt? Blomberg ist sicher auf einem guten Weg und das Team ist bis in die Haarspitzen motiviert, um jetzt in die Gruppenphase einzuziehen und mit dem Thüringer HC, den in den letzten zehn Jahren international in der EHF Champions League, Cup Winners Cup und EHF Cup erfolgreichsten deutschen Frauenhandballklub zu schlagen. Dass sie gestern kein Spiel hatten und nicht reisen mussten, bringt ihnen einen zusätzlichen Vorteil. Das will Helfried Müller gar nicht ins Spiel bringen. „Wir sind zuallererst glücklich, dass wir gesund sind, dass wir spielen dürfen und bisher gut über die Pandemie-Hürden gekommen sind. Die Aufgabe am Samstag ist schwierig, aber die Mannschaft will die Situation annehmen. Am Ende ist das Ziel, mit einem Sieg mental aus der Krise herauszukommen. Da müssen wir raus, daran müssen wir arbeiten, viel arbeiten; aber die Mannschaft ist dennoch auf dem richtigen Weg.“, motiviert Helfried Müller.

Zum Kader:
Neben der zuletzt wegen Verletzung nicht einsatzbereiten Meike Schmelzer und Ines Khouildi, plagte sich Lydia Jakubisova mit Kniebeschwerden und konnte in Metzingen nicht spielen. Ansonsten ist der Kader aber gesund und wird wie zuletzt in Blomberg antreten.
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