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Di, 11:38 Uhr
19.01.2021
Freistaat und Arbeitsagentur schalten Hotline

Helfende Hände in der Pflege gesucht

Der Freistaat Thüringen und die Arbeitsagenturen haben eine Hotline eingerichtet, um Unterstützer und Unterstützerinnen für die Pflege zu gewinnen. Menschen, die Pflege-Einrichtungen während der Corona-Pandemie unterstützen wollen, können sich bei der Arbeitsagentur unter der Rufnummer 0361 302 2345 melden...

Sie erhalten dort Kontaktdaten von Pflegeeinrichtungen in ihrer Nähe, die dringenden Personalbedarf haben. Die Hotline ist seit dem 18. Januar 2021 montags bis donnerstags von 8.00 bis 16.00 Uhr und freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr erreichbar.

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„Wir öffnen mit diesem Angebot Türen für Menschen, die sich aktiv einbringen möchten“, so Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Nordhäuser Arbeitsagentur. „Das Ziel ist es, Pflegekräfte zu entlasten, damit diese sich stärker auf ihre Kernaufgaben in der Pflege konzentrieren können“, sagt Froböse.

Die Lage in den Einrichtungen und Angeboten der Pflege und Eingliederungshilfe ist angespannt. Immer häufiger erreichen Pflegeeinrichtungen ihre Belastungsgrenzen. In der aktuellen Situation werden daher helfende Hände in den Einrichtungen benötigt. Das Thüringer Gesundheitsministerium und die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit haben sich daher entschlossen, eine Hotline zu schalten. So sollen Pflegeeinrichtungen und besondere Wohnformen der Eingliederungshilfe bei der Suche nach Personal unterstützt werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Hotline verweisen die Interessierten an Einrichtungen weiter, die Bedarfe haben. Die Art der Zusammenarbeit und daraus resultierende Vertragsverhältnisse regeln die Einrichtungen und die Interessierten direkt untereinander.
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Kommentare

19.01.2021, 12.51 Uhr
Sigmund | Michel
Ja so sieht es aus, die Politik sorgt erst dafür das Krankenhäuser geschlossen werden. Pflegekräfte schlecht bezahlt werden. Und nun da man kurz vor einen Kollaps steht, bettelt man bei den dummen Michel, er möge doch aushelfen. Wenn die Pandemie vorbei ist, kann man die Helden der Nation, wie man sie einst nannte,wieder in den A........ treten, nicht wahr?

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19.01.2021, 13.00 Uhr
Echter-Nordhaeuser | "Frage"?
Haben Unterstützer und Unterstützerinnen für die Pflege auch ein Anrecht auf die Corona-Impfung oder ist es nur für das feste Personal?

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19.01.2021, 13.21 Uhr
muendh | Jetzt würde ich gerne wissen ....
Welche Arbeiten dürfen denn solche Aushilfskräfte ausführen bzw. welche Arbeiten darf man ggf. verweigern?

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19.01.2021, 14.40 Uhr
Micha123 | Freiwillige Helfer in der Pflege
Absolut richtig, dass man helfende Hände sucht. Allerdings hätte dieser "Aufruf" auch schon im Herbst 2020 geschehen können und nicht erst jetzt, wo diese Einrichtungen am Anschlag sind.

Allerdings muss ich auch einmal etwas erwähnen, was schon vor "Corona" war... Im Herbst 2019 war ein Bekannter stationär in einem Krankenhaus der Region (nicht SDH).
Aus gesundheitlichen Gründen konnte er das Bett nicht verlassen, auch konnten die Angehörigen nicht sofort in den ersten Tagen dort erscheinen. Da rief man bei den Schwestern auf der Station an und stellte die Bitte, ob man nicht einmal für den Kranken Telefon und Fernsehen anmelden kann.
Mehrmals wurde durch die Schwestern mitgeteilt, "man habe dafür keine Zeit, man ist schon an der Personalgrenze, man ist überlastet, das ist Sache der Angehörigen, usw."
Erst nach 3 Tagen nahm sich eine beherzte Schwester diese 10 Minuten Zeit und meldete die Dinge an.

Jetzt "bettelt" der Staat nach freiwilligen Helfern. Vorher hat man sich schon kaputt-gespart und nicht für ausreichend Personal gesorgt. Das ist traurig!
Nun ist die Zeit, in der mehr Menschen in der Gesellschaft mitbekommen, was alles so schief läuft im Gesundheitswesen. Ich hoffe, dass diese "Lobby" in Zukunft ausreicht, dass es nach "Corona" da Änderungen gibt...

Als Beispiel fehlen auch die vielen Zivildienstleistenden, welche durch Aussetzung der Wehrpflicht weggefallen sind.

Jetzt gibt es viele Menschen, welche wegen der Covid-19-Maßnahmen ihre Geschäfte schließen müssen und so keine Tätigkeit haben. So müssten sich auch viele freiwillige Helfer finden.
Und ich denke, dass es immer was zu tun gibt. Dass, wenn man nicht will, man den "Dreck" auch nicht wegmachen muss. Es können Dinge gemacht werden, wie das Zubereiten von Essen. Und mit Sicherheit ist es auch schon eine Hilfe, wenn man das Gespräch mit den Bewohnern sucht.

ich finde auch, dass, wenn es zwar ehrenamtlich ist, es irgendwie honoriert werden muss.
Z.B. könnte man den Leuten die Beträge für die Pflegeversicherung erlassen. Oder ihnen auch die Impfung anbieten, wenn sie wollen und so nicht ewig warten müssen, bis sie an der Reihe sind.

Wie gesagt... Das Ganze kommt einige Monate zu spät...

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19.01.2021, 15.55 Uhr
Psychoanalytiker
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